Verkaufsstopp

Winken ist gefährlich: Nest stoppt Verkauf vernetzter Rauchmelder

Der Thermostat-Her­steller Nest muss den Verkauf seiner vernetzten Rauch­melder wegen einer Fehl­funktion stoppen. Das Winken, das einen Fehl­alarm deaktivieren soll, kann laut Hersteller auch in Gefahren­situationen erfolgen und somit bei einem Brand un­be­ab­sichtigt den Alarm ausschalten.
Von dpa / Jennifer Buchholz
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Der Verkauf von Nest-Protect-Geräten wurde vorerst gestopptDer Verkauf von Nest-Protect-Geräten wurde vorerst gestoppt Der milliardenschwere Google-Zukauf Nest hat es mit Innovationen offenbar übertrieben: Die Firma stoppte den Verkauf ihres vernetzten Rauchmelders Nest Protect ausgerechnet wegen einer der Funktionen, die ihn von herkömmlichen Geräten unterscheiden sollten.

Winken könnte zur Lebensgefahr werden

Man konnte bisher den Alarm der Nest-Rauchmelder ausschalten, indem man unmittelbar vor dem Gerät winkte. Das sollte das Leben zum Beispiel in Situationen erleichtern, wenn nur etwas auf dem Herd angebrannt ist. Allerdings habe Nest bei Tests festgestellt, dass man den Alarm auch ungewollt mit solchen Bewegungen deaktivieren könne, schrieb Gründer Tony Fadell in einem Blogeintrag. "Das könnte den Alarm bei einem echten Brand verzögern."

Bei allen Nest-Rauchmeldern, die ans Internet angeschlossen sind, wird die Funktion nun per Software-Update automatisch deaktiviert. Der Verkauf neuer Geräte wurde zunächst gestoppt, während die Firma über eine neue Lösung nachdenkt.

Nest hatte die Rauchmelder neben den USA auch in Großbritannien verkauft und eine schnelle Expansion in Europa angekündigt. Google zahlte für die Firma des früheren Apple-Managers Fadell im Januar 3,2 Milliarden Dollar. Nest wurde vor allem mit seinen vernetzten Thermostaten für Heizungen bekannt, die diese Woche nach den USA auch in Großbritannien auf den Markt kamen.

Was die Geräte der Firma Nest noch können und weshalb das Unternehmen die gesendeten Daten ihrer Geräte sammelt, haben wir in unserer News für Sie zusammengefasst.

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