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Google Docs und Office Web Apps: Arbeiten in der Cloud

Online-Programme für Dokumente und Fotos im Vergleich
Von Steffen Herget
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Nicht nur auf der CeBIT 2011 war es wieder ein wichtiges Thema: Cloud Computing. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anbietern und Diensten, die das Bearbeiten, Archivieren und Austauschen von Dateien im Internet leicht und einfach möglich machen. Zwei der sicherlich größten Namen in diesem Bereich sind der Suchmaschinenriese Google und der Software-Konzern Microsoft. Mit den wichtigsten Diensten der beiden Anbieter stehen den Usern vielfältige Möglichkeiten zum Leben und Arbeiten in der Cloud zur Verfügung.

Docs und Office Web Apps - Cloud-Dienste von Google und MicrosoftDocs und Office Web Apps - Cloud-Dienste von Google und Microsoft Die Voraussetzungen für die Nutzung der hier im Test verglichenen Cloud-Dienste sind sowohl bei Google als auch bei Microsoft gleich einfach. Google verlangt selbstverständlich ein Google-Konto zur Anmeldung, für die Internet-Dienste von Microsoft wird eine Live-ID benötigt. Beide Anmeldungen sind kostenlos und mit wenigen Klicks erledigt.

Die wichtigste Funktion haben hier für viele Anwender sicherlich Office-Programme. Google hat hier mit Docs - in der deutschen Version Text und Tabellen genannt - ein recht komplettes Office-Paket im Programm, das mit Funktionen für die üblichen Formate wie Textdateien, Tabellenkalkulation und Präsentationen, aber auch Formulare für Abfragen oder einfache Zeichnungen daher kommt. Die Oberfläche ist übersichtlich gestaltet und gut bedienbar, Dokumente können auf Wunsch in Collections thematisch zusammengefasst werden.

Formeln, Diagramme und Formate

Übersichtlich: Arbeitsfläche bei Google DocsÜbersichtlich: Arbeitsfläche bei Google Docs Die einzelnen Office-Programme bei Google haben vielfältige Funktionen, die allerdings den "echten", lokal installierten Office-Paketen nicht ganz das Wasser reichen können. So gibt es in der Tabellenkalkulation etwa nur eine Handvoll verschiedener Schriftarten, in Textdateien stehen beispielsweise weniger als 20 Fonts zur Verfügung. In Tabellen gibt es zudem - im Vergleich mit stationären Office-Programmen - recht geringe Möglichkeiten, Felder zu formatieren, um etwa verschiedene Datumsangaben oder Zahlenformate unterscheiden zu können. Manche Dinge finden sich außerdem an ungewöhnlichen Stellen, so lassen sich die angesprochenen Zellenformate nicht über einen Rechtsklick mit der Maus erreichen, sondern über ein unauffälliges Icon in der Menüleiste.

Selbst wenn solche Dinge wie Macros mit Google Docs schwierig sind oder es bei Präsentation keine Animationen gibt, kann die kostenlose Office-Software doch eine Menge bieten. Viele Dateiformate, so etwa auch aus Microsoft Office oder OpenOffice, können hochgeladen und geöffnet werden, aber auch als Kopie auf den eigenen Rechner lokal gespeichert werden. Das Erstellen von PDF-Dokumenten ist ebenfalls kein Problem, auch Diagramme können etwa aus Tabellen erstellt werden. Die Arbeitsgeschwindigkeit von Google Docs, die natürlich auch von der Qualität der Internetverbindung abhängig ist, ist auch bei technisch weniger potenten Computern schnell genug.

Optionen zum Steuern der Zugriffsrechte bei Google DocsOptionen zum Steuern der Zugriffsrechte bei Google Docs Zum gemeinsamen Arbeiten an einem Dokument ist zudem die integrierte Chat-Funktion von Google sehr nützlich. So kann während dem Arbeiten mit den Beteiligten kommuniziert werden, um sich untereinander abzusprechen. Mittlerweile ist es bei Kommentaren zu einem gemeinsam genutzten Dokument auch möglich, anderen Teilnehmern eine automatische Benachrichtigung per E-Mail zukommen zu lassen. Dazu muss nur der gewünschte Empfänger ähnlich wie bei Twitter mit einem "@Name" kenntlich gemacht werden. Diese Funktion wurde allerdings gerade erst in der US-Version implementiert und steht derzeit auch nur bei neuen Dokumenten zur Verfügung.

Auf der zweiten Seite stellen wir die Microsoft Office Web Apps vor und zeigen, was Google und Microsoft für Bilder und Fotos in petto haben.

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