Fahrplan

Ausprobiert: Google Maps lotst jetzt durch Berlin und Brandenburg

Google Transit ist die Navigationsfunktion für den ÖPNV
Von Hans-Georg Kluge
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Google Maps Transit zeigt jetzt auch Ver­bindungen des Nahverkehrs in Berlin und Brandenburg an. In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) nutzt Google ab sofort die Fahrplandaten der Region. Insgesamt sollen mehr als 1 000 Linien im Bus- und Bahnverkehr und über 13 000 Halte­stellen erfasst sein.

Bislang wurden nur S-Bahn-Verbindungen angezeigt

Google Transit zeigt in Berlin und Brandenburg jetzt auch Verbindungen mit Bus und U-Bahn an.Google Transit zeigt in Berlin und Brandenburg jetzt auch Verbindungen mit Bus und U-Bahn an. Die zusätzlichen Informationen sind dringend nötig. Bislang wurden in Berlin nur S-Bahn-Verbindungen angezeigt. Das Angebot war also nur selten aussagekräftig, da weder U-Bahn-, Trambahn- oder Bus-Verbindungen angezeigt wurden. Das hat sich nun geändert. Jetzt werden sämtliche Verkehrsmittel berücksichtigt.

In unserem Test schlägt sich Google Transit recht gut. Wir haben einige Ziele innerhalb Berlins ausprobiert und sehen, dass die vorgeschlagenen Verbindungen plausibel und schnell sind. Google Transit berücksichtigt dabei wie versprochen alle Verkehrsmittel. Auch Städte-übergreifend funktioniert die Routenplanung: Da Google Transit auch auf Informationen des Fernverkehrs der Bahn zugreift, lassen sich jetzt ganz leicht Verbindungen zu Kontakten in anderen Städten suchen.

Letzte am Tag mögliche Verbindung herausfinden

User können einstellen, ob sie eine Verbindung ab sofort oder für später suchen. Alternativ lässt sich auch die Ankunftszeit bestimmen. Außerdem lässt sich die letzte am Tag mögliche Verbindung anzeigen.

Als Einstiegspunkt dient auf unserem Android-Smartphone entweder die Google-Now-App oder alternativ direkt die Suchmaske von Google Maps. In Google Now können wir den gewünschten Zielbahnhof eingeben und von dort aus eine Route berechnen lassen. Innerhalb von Google Maps gibt es die Möglichkeit, nach einem Kontakt zu suchen. Ist diesem eine Adresse zugeordnet, können wir leicht die Routenfunktion dorthin aktivieren.

Allerdings zeigt Google Transit nur recht wenige Verbindungen an - in unserem Test teilweise nur die nächsten drei Fahrtmöglichkeiten. Das ist dann doch ein bisschen wenig und die Möglichkeit, weitere nachzuladen, gibt es nicht. Allerdings ist die Anzeige übersichtlich, auch die Verknüpfung mit den Karten von Google Maps ist positiv hervorzuheben, da Nutzer so leicht zur Haltestelle finden. Wir können allerdings nicht beurteilen, ob auch verspätete Züge oder Busse für die Routenplanung berücksichtigt werden.

Insgesamt kann das Angebot überzeugen - aber nur dort, wo auch tatsächlich alle Fahrplan-Informationen verwendet werden. Außerhalb dieser wenigen Gebiete sind spezialisierte Apps wie zum Beispiel Öffi besser geeignet. Die neue Routenfunktion steht auch über die klassische Webansicht von Google Maps zur Verfügung.

Weitere Verkehrsverbünde sind bereits dabei

Auch in München kann Google Informationen des öffentlichen Nahverkehrs zugreifen. Die dortige MVG gewährt Google den Zugriff auf die Fahrdaten von U-Bahn, Bus und Trambahn. Seit Ende August steht Google Transit auch in der Düsseldorfer Rheinbahn zur Verfügung. Google dürfte sein Angebot künftig weiter ausbauen und weitere Verkehrsverbünde zur Mitarbeit überreden.

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