Google I/O

I/O 19: Google Assistant lokal auf Smartphones verfügbar

Google ist Suchmaschinen-Riese, Softwareentwickler, Smartphone- und Technikhersteller. Jetzt ist die jährliche Entwicklerkonferenz gestartet, auf der zukünftige Innovationen präsentiert werden.
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Heute hat die Entwick­ler­kon­fe­renz Google I/O begonnen. Auf der alljähr­li­chen Veran­stal­tung stellt der Such­ma­schinen-Gigant neue Inno­va­tionen vor, die in künf­tige Google-Lösung Einzug erhalten sollen. Begonnen hat die Veran­stal­tung im Shore­line Amphi­theatre, Moun­tain View in Kali­for­nien, mit der Vorstel­lung neuer Soft­ware­ent­wick­lungen. Googles Mission: Die Infor­ma­ti­ons­flut auf der Welt univer­sell zugäng­lich und nutzbar zu machen. Um das zu errei­chen, soll sich der Output einer Google-Anfrage durch verschie­dene Features erwei­tern.

Erwei­terte Google-Suche und AR

Die Google I/O hat begonnen. Im Bild: Google-Chef Sundar PichaiDie Google I/O hat begonnen. Im Bild: Google-Chef Sundar Pichai Die erwei­terte Suche erfährt eine opti­sche Anpas­sung. Zum einge­geben Such­be­griff erscheint so zusätz­lich zu Erklä­rungen, Bild­ma­te­rial und Youtube-Ergeb­nisse auch eine Story-Time­line, die die aktu­ellen News zum Thema anzeigt.

Inter­es­sant ist die Einbin­dung von Augmented Reality in die Google-Suche. Damit über­nimmt die Kamera, entspre­chend das Google-Lens-Soft­ware-Feature, eine bedeu­tende Rolle in den Darstel­lungen der Such­ergeb­nisse. Im Beispiel wurde eine Such­an­frage zu "Muskel" gestellt. Aufgrund der bereit­ge­stellten Infor­ma­tionen kann ein 3D-Modell entwi­ckelt werden, das sich per AR-Funk­tion auf eine ebene Fläche proji­zieren lässt, zum Beispiel für den Medizin-Studenten, der die Infor­ma­tion gerade visuell benö­tigt.

In einem anderem Beispiel wurde ein Hai als AR-3D-Model auf die Bühne proji­ziert. Inter­es­sant ist das Feature auch zum Anzeigen von Shop­ping-Suchen (Beispiel: Schuhe), die sich per AR zu realen Klei­dungs­stü­cken zwecks Zusam­men­passen in Verbin­dung setzen lassen.

AR-Projektion einer Suchanfrage
AR-Projektion einer Suchanfrage
Am Beispiel einer Spei­se­karte in einem Restau­rant kann die Smart­phone-Kamera auf diese Weise die belieb­testen Gerichte des Restau­rants aufgrund von Google-Bewer­tungen filtern. Per Klick auf das gewünschte Gericht lassen sich mit dieser Soft­ware-Lösung auch Foto­gra­fien der Speisen anzeigen. Die Infor­ma­tion kommt von anderen Nutzern, die Fotos der Speisen gepostet haben.

Next Genera­tion Assis­tent

Eine bedeu­tende Rolle spielt auch der Google Assis­tent, dessen nächste Genera­tion in den kommenden Pixel-Smart­phones 2019 Einzug erhalten soll. Der Assi­stant kann jetzt lokal auf den Smart­phones verwendet werden ohne die Sprach­er­ken­nung erst mit dem Internet prak­ti­kabel machen zu müssen.

Der Fokus liegt auf Geschwin­dig­keit und Multi­tas­king. So soll der Output des über­ar­bei­teten Google Assi­stant bis zu zehn Mal schneller sein als die aktu­eller Genera­tion. Damit schrumpft die Latenz­zeit der Eingaben, über­flüssig wird auch die erneute Befehls­an­sage "Hey Google" in einer Reihe von Befehlen zwischen verschie­denen Appli­ka­tionen.

Beispiel: Messenger-App öffnen, antworten, Foto­ga­lerie durch­su­chen, Google Tier­fotos filtern lassen und an den Kontakt schi­cken. Dieses Proze­dere sah in der Demons­tra­tion durchaus beein­dru­ckend aus.

Um die Arbeits­weise auf dem Smart­phone zu ermög­li­chen, ist die grund­sätz­lich erfor­der­liche Daten­menge von 100 GB auf 500 MB redu­ziert worden.

Google Auto

Diesen Sommer soll ein neuer "Driving Mode" in die Auto-Betriebs­ver­sion kommen. Eine Beson­der­heit der Soft­ware ist die Parallel-Nutzung von Anwen­dungen ohne, dass aktu­elle Apps verlassen werden müssen. Auf diese Weise kann beispiels­weise Google Maps parallel zu Anrufen genutzt werden ohne die App mini­mieren zu müssen. Der Google Assi­stant diente bei diesem Beispiel als Schnitt­stelle und fragte den Nutzer, ob er den Anruf annehmen will oder nicht.

Mehr Privat­sphäre

Die Privat­sphäre-Einstel­lungen sollen besser in die alltäg­liche Nutzung inte­griert und so "verfüg­barer" ohne Umwege gemacht werden. Ältere Daten, die Google gesam­melt hat, sollen mehr mit der auto­ma­ti­schen Lösch­funk­tion bedacht werden. Zuerst sollen beispiels­weise erho­bene App-Nutzungs­daten ein Ablauf­datum von 3 oder 18 Monaten erhalten.

Google hat außerdem ein Google Pixel 3a vorge­stellt, das aufgrund seines gerin­geren Preises im Vergleich zu seinen großen Brüdern aus 2018, einem größeren Perso­nen­kreis erschwing­li­cher sein soll. Außerdem gibt es mit Google Nest Hub Max ein neues Smart Home Device. Details dazu und zum neuen Pixel-Modell lesen Sie jeweils in sepa­raten Meldungen.

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