Google I/O 2017

Android-Sicherheit: Google rüstet auf

Android O selbst hat eine vergleichsweise kleine Rolle auf der Google I/O 2017 gespielt. Dieses Jahr stehen KI und Daydream im Vordergrund, sowie die Sicherheit von Android. Hier gibt es gleich zwei größere Neuerungen.
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Google Play ProtectGoogle Play Protect wird scharf geschaltet Neu ist Google Play Protect selbst zwar nicht, denn im Hintergrund arbeitet die Technologie schon längere Zeit. In Zukunft will Google allerdings den Nutzer deutlich stärker darauf hinweisen, wenn die Sicherheit seines Gerätes durch Apps gefährdet ist.

Sie blendet im Google Play Store eine Meldung ein, sobald eine App mit einem schädlichen oder verdächtigen Verhaltensmuster entdeckt wurde.

Mehr Sicherheit für den Nutzer

Gedacht ist die Funktion für Geräte mit installierten Play-Diensten, worüber sich die Funktion auch selbstständig auf dem aktuellen Stand hält. Google Play Protect selbst basiert auf dem Anfang 2012 vorgestellten Google Bouncer, welchen Google seitdem stetig weiterentwickelt hat.

Nach Angaben von Google überprüft der Bouncer über 50 Millionen Apps alleine jeden Tag, plus 1 Milliarde Geräte. Verglichen wird das Verhalten von Apps über diverse Nutzer und insbesondere Geräte hinweg. Basierend auf den gewonnenen Daten kann Google die Schutzmaßnahmen entsprechend verschärfen oder lockern. Findet der Bouncer eine verdächtige App, dann informiert er den Nutzer im Google Play Store. Genauer gesagt im Tab mit noch ausstehenden Updates für installierte Apps. Dort lässt sich einem Screenshot von Google zufolge anscheinend auch automatisch ein Scan der installierten Apps auslösen. Im Zweifelsfall tritt Google eigenständig in Aktion und löscht eine Malware-verseuchte App automatisch. Dabei wird die App selbst aus dem Play Store entfernt und auch von den Geräten der Nutzer.

Aus dem Android Geräte-Manager wird Find My Device

Im Zuge der Neuerung für den Play Store hat Google den Android Geräte-Manager unter neuem Namen als Bestandteil von Google Play Protect vorgestellt. Dieser heißt ab sofort Find My Device im Play Store (Downloadlink), auf dem Gerät selbst witzigerweise Mein Gerät finden, und ist auch optisch stark überarbeitet.

Google Find My Device
Alles neu macht der Mai: 'Mein Gerät finden' mit neuer Optik
So werden zum Beispiel alle mit dem Google-Konto verknüpften Geräte in der oberen Leiste als kleines Mini-Vorschaubild dargestellt, um schnell zwischen diesen zu wechseln. Natürlich nur bei bekannten Geräten. Exotischere Modelle erscheinen als einfaches Piktogramm. Neu ist die Anzeige der verbleibenden Akkukapazität und dem verbundenen WLAN. Vorausgesetzt, das Gerät ist mit einem WLAN-Netz verbunden. Selbst ob die Ortungsdienste aktiv sind, lässt sich über die neue Version 2.0 des Android Geräte-Manager einsehen.

Das Update steht ab sofort zum Download bereit.

Wie genau der Dienst funktioniert, lesen Sie in unserem Test des Android Geräte-Manager.

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