Entwicklerkonferenz

Google I/O 2017: Das ist zu erwarten

Android, künstliche Intelligenz und vielleicht auch frische Geräte: Am Mittwoch beginnt die Entwicklerkonferenz Google I/O, auf der der Internet-Konzern traditionell ein Neuheiten-Feuerwerk zündet.
Von dpa /
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Teilnehmer einer Konferenz im Rahmen der Entwicklermesse Google I/O 2013 beantragen Konferenzausweise.Auf Googles Entwicklerkonferenz I/O werden jedes Jahr neue Projekte vorgestellt Bei der Entwickler­konferenz Google I/O gibt der Internet-Konzern traditionell einen Ausblick auf seine neuen Produkte und Dienste. Bei der dies­jährigen Auflage, die am Mittwoch­abend europäischer Zeit beginnt, dürfte es unter anderem Neues zur nächsten Variante des Smartphone-Systems Android und Googles Anstrengungen bei künstlicher Intelligenz geben. Ein Überblick:

Android O

Google bringt jährlich neue Versionen des meist­genutzten Smartphone-Betriebs­systems heraus und geht dabei in alphabetischer Reihen­folge Süßigkeiten-Namen durch. Dieses Jahr wird es ein Name mit O, die vorherige Variante heißt Nougat. Über Android O ist bereits bekannt, dass Google die Batterie­lauf­zeit, den Umgang mit Benachrichtigungen und Einstellungen sowie die Audio­qualität verbessern will.

Google Assistant

Vor einem Jahr wurde der digitale Assistent mit künstlicher Intelligenz vorgestellt, der Nutzer über verschiedene Geräte hinweg durch den Tag begleiten soll. Es ist Googles Gegen­entwurf etwa zu Siri in Apple-Geräten oder zu Amazons Alexa-Software aus dem vernetzten Lautsprecher Echo. Bisher steckte Google seinen Assistant in das hauseigene Pixel-Smartphone, sein Echo-Konkurrenzgerät Home und den Kurz­mitteilungs­dienst Allo. Jetzt dürfte der Assistant in weitere Geräte und darunter auch als App auf Apples iPhone kommen, berichtete der Finanzdienst Bloomberg.

Neue Lautsprecher?

Amazon stellte eine Woche vor Beginn der Google I/O ein neues Echo-Model vor, das erstmals auch einen Bild­schirm hat. Auch Apple arbeitet laut Medien­berichten an einem ähnlichen Gerät, das schon bald präsentiert werden könnte. Wird Google in dieser Situation seinen Home-Lautsprecher auffrischen?

Künstliche Intelligenz

Selbst­lernende Maschinen setzt Google nicht nur bei seinem Assistant ein, sondern auch bei allen möglichen Diensten wie der Internet­suche oder seinem Foto-Service. Google ist einer der stärksten Player bei künstlicher Intelligenz und enthüllte vor einem Jahr, dass der Konzern eigene Chips dafür entwickelte. Auf die KI-Ankündigungen in diesem Jahr darf man also gespannt sein.

Virtuelle Realität

Ein Teilnehmer einer Google-Präsentation betrachtet ein Google Daydream View HeadsetGoogles VR-Brille Daydream View Bei der vergangenen Google I/O präsentierte der Konzern seine Daydream-Plattform für Spiele und andere Anwendungen, mit denen man in künstliche Welten eintauchen kann. Dabei setzt Google bisher darauf, dass das Smart­phone, das man in ein Gehäuse mit Linsen einsteckt, als Display dient. Wie bei technisch anspruchs­volleren Brillen von HTC und Facebooks Firma Oculus blieb aber auch Smartphone-VR bisher eine Nischen-Anwendung. Google dürfte deshalb mit Neuigkeiten zu Daydream und seinen VR-Plänen nachlegen.

Chrome OS

Das zweite Betriebs­system von Google läuft auf Notebooks und ist zum Beispiel im Bildungs­bereich erfolgreich. Immer wieder wurde darüber spekuliert, wie der Konzern Chrome OS und Android besser miteinander verzahnen könnte, während Google-Manager bestritten, dass die Systeme verschmolzen werden. Als Beta-Version kann man bereits Android-Apps auf Chrome-Geräten nutzen, was die Vielfalt von Anwendungen auf den Chromebooks steigert, diese Funktion könnte nun ausgebaut werden.

Autos

Neben der Möglichkeit, über Android Auto Smartphones mit dem Google-System besser unterwegs zu nutzen, können Auto­hersteller seit Nougat auch die Infotainment-Systeme ihrer Wagen auf Basis von Android laufen lassen. Nach Informationen der Automobilwoche will Audi bei seinem Q8 davon Gebrauch machen, der auch bei der Google I/O zu sehen sein soll.

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