Datenschutz

Google Earth: Google setzt möglicherweise auf Drohnen

Hersteller will erste Drohne an Google geschickt haben
Von Ralf Trautmann mit Material von AFP
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Der US-Internetkonzern Google testet offenbar den Einsatz von kamerabestückten Drohnen für seinen Kartendienst Google Earth. Sein Unternehmen habe bereits ein solches unbemanntes Flugobjekt an die Google-Zentrale nach Kalifornien geschickt, sagte der Chef des deutschen Drohnenherstellers Microdrones, Sven Juerss, der Wirtschaftswoche. Google-Logo

"Die Drohnen sind bestens geeignet, um aktuellere Aufnahmen für den Kartendienst Google Earth zu liefern", sagte Juerss. Er fügte aber hinzu, Google inspiziere damit womöglich auch Windparks, in die der Konzern derzeit investiere. Sein Unternehmen hoffe, bald Dutzende der Drohnen an Google zu liefern.

Datenschützer entsetzt

Datenschützer sind angesichts eines Einsatzes dieser unbemannten Flugobjekte durch Google offenbar entsetzt: "Die Probleme könnten noch tiefgreifender sein als bei Google Street View", sagt der nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte Ulrich Lepper. Denn die nahezu lautlosen Flieger seien in der Lage, völlig unbemerkt in nichtöffentliche Bereiche vorzudringen: Sie können Livebilder aus Gärten und von Balkonen liefern, Orte, die ähnlich detailliert weder auf Fotos von der Straße aus noch auf herkömmlichen Luftbildern zu sehen sind. Kritikern an dem Geschäft erwidert Microdrones-Chef Juerss: "Es war immer schon verboten, mittels Foto und Film in die Privatsphäre einzudringen. Unsere Drohnen haben an dieser Rechtslage nichts geändert."

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