Verschlüsselung

Google: Unternehmensdaten sollen verschlüsselt werden

Schwachstelle: Google verwaltet die Krypto-Schlüssel
Von Hans-Georg Kluge mit Material von dpa
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Google will Daten verschlüsseln.Google will Daten verschlüsseln. Google wird künftig die Daten, die andere Unternehmen in dem Speicherdienst Google Cloud Storage ablegen, automatisch verschlüsseln. Das kündigte das Unternehmen in einem Blogeintrag an. Die Daten sollen vor dem Abspeichern verschlüsselt und nur für Nutzer mit den entsprechenden Zugriffsrechten wieder entschlüsselt und lesbar gemacht werden. Die nötigen Schlüssel verwaltet Google.

Mit der Verschlüsselung können die Daten auf dem Transport nicht mehr von Unbefugten ausspioniert werden. Nach US-Gesetzen kann das Unternehmen jedoch unter Umständen zur Herausgabe von Nutzerdaten an amerikanische Behörden gezwungen werden.

Schwachstelle: Schlüssel werden von Google verwaltet

Die Verschlüsselung soll in den nächsten Monaten auch für bestehende Daten eingeführt werden. Daten, die neu hochgeladen oder geändert werden, verschlüsselt Google ab sofort.

Google setzt auf den Verschlüsselungsstandard AES-128. Jedes Datenobjekt ist mit einem einzigartigen Schlüssel geschützt. Der Objektschlüssel wird mit dem persönlichen Schlüssel des Eigentümers geschützt. Die privaten Schlüssel werden wiederum mit zufälligen "master keys" chiffriert. Dieses Verfahren werde auch für Googles eigene Daten verwendet.

Allerdings: Da Google die Schlüssel in seinem System verwaltet, ist ein Zugriff durch Behörden weiterhin möglich - soweit Google dazu gezwungen wird, Benutzerdaten herauszugeben.

Wirklich sicher: Eigene Daten selbst verschlüsseln

Als einzig sichere Alternative bleibt deswegen, die Daten vor der Speicherung auf den Cloud-Servern zu verschlüsseln. Das gelingt leicht und zuverlässig mit Programmen wie Truecrypt oder der auf Cloud-Dienste spezialisierten Software Boxcryptor - letzteres ist für Unternehmenskunden allerdings kostenpflichtig. Über weitere sichere Cloud-Speicher informieren wir Sie in unserer Meldung So schützen sich Internet-Nutzer selbst vor Spähern.

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