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Google Cloud Print: Babelfisch für Drucker unter Chrome OS

Von Steffen Herget
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Der Start für Googles Betriebssystem Chrome OS ist für diesen Herbst geplant. Viele fragen sich, wie es am Ende genau aussehen soll und wie die Nutzung des auf dem Browser-basierten Systems funktionieren wird. Bei Chrome OS befinden sich die Daten komplett "in der Wolke". Vorteil des Cloud-Computing ist, dass sämtliche Daten von allen Rechnern abgerufen werden können und nicht mehr nur auf der eigenen physikalischen Platte liegen. Ein Problem könnten die Gerätetreiber werden.

Drucken von überall nach überall

Google Chrome OS Cloud Print Drucker Treiber Schon kurz nach der Präsentation kam immer wieder die Frage auf, wie man denn mit Chrome OS drucken soll, da die Unmenge von Geräte ja alle eigene Treiber bräuchte. Google hat darauf jetzt eine Antwort gegeben, sie lautet Google Cloud Print. Das neue Projekt soll es den Nutzern ermöglichen, auf jedem Drucker von überall auf der Welt zu drucken. Und das soll ganz ohne lästige Treiberinstallationen funktionieren. Google selbst steckt sich folgendes Ziel: "...to build a printing experience that enables any app (web, desktop, or mobile) on any device to print to any printer anywhere in the world." Hm, mit jeder App von jedem Gerät auf jedem Drucker drucken. Klingt doch erst einmal ganz gut. Das Problem dabei ist, dem Computer zu kommunizieren, was wie wohin gedruckt werden soll. Google hat sich dafür zwei Möglichkeiten ausgedacht. Auf langer Sicht rät das Unternehmen den Drucker-Herstellern, ihre Geräte Cloud-tauglich zu konzipieren. Das heißt, dass der Drucker mit dem Internet verbunden ist und über eine bereits eingerichtete Software Verbindung zu den Servern von Google hat. Für Bestands-Drucker, also die meisten derzeit gängigen Modelle, will Google eine Software anbieten, die auf dem Rechner installiert wird und dort die selbe Aufgabe, also die Übersetzung der Signale für den Drucker, wahrnimmt. Die muss allerdings auch erst noch entwickelt werden.

Künftig auch PC-los übers Modem?

Für die Zukunft wünscht sich das Unternehmen, dass auch die Router-Entwickler künftig die Software bereits auf ihre Geräte installieren, damit der gleichzeitige Betrieb des PCs für die Verbindung nicht mehr nötig ist und der Druckauftrag bequem über das Modem laufen kann. Google betont bei ihrer Planung immer wieder, dass der Service für alle zugänglich und offen sein soll. Demnach haben wir auch schon von ähnlichen Angeboten geträumt, mit denen Handys, Tablets und andere internetfähige Geräte ausgestattet werden können, so dass die Daten von wirklich jedem Gerät aufs Papier kommen können. Warten wir ab, ob Google Cloud Print tatsächlich der Simultan-Übersetzer von allen Endgeräten auf alle Drucker werden wird.

<via TechCrunch>

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