Neue Version

Version 16: Google Chrome hat jetzt Profil

Neue Funktion ermöglicht Nutzung mehrerer Profile parallel
Von Thorsten Neuhetzki

In den Einstellung von Chrome können die Profile verwaltet werden. In den Einstellung von Chrome können die Profile verwaltet werden.
Screenshot: teltarif.de
Google hat für seinen Browser Chrome ein Update veröffentlicht, das ab sofort manuell heruntergeladen werden kann. In einigen Tagen beginnt alternativ dazu auch die automatische Verteilung des neuen Browsers, der mit einem neuen Feature kommt, auf das viele Nutzer schon gewartet haben: Profile. Nutzer von Chrome können nun also mit mehreren ihrer Profile gleichzeitig arbeiten oder sich einen Browser mit mehreren Leuten teilen, ohne dass erst das komplette Rechnerprofil geändert werden muss.

In den Einstellung von Chrome können die Profile verwaltet werden. In den Einstellung von Chrome können die Profile verwaltet werden.
Screenshot: teltarif.de
Die Profil-Unterstützung ist auf der Chrome-Startseite im rechten Bereich zu erkennen. Hier wird das aktuelle Nutzerprofil angezeigt. Mit einem Klick auf diesen werden weitere Profile angezeigt oder es kann ein neuer Nutzer angemeldet werden. Das allerdings meint nicht, dass ein vorhandenes Profil geladen werden kann. Dieses ist nur über die Einstellungen möglich.

Nutzung durch mehrere Personen birgt Sicherheitsrisiko

Der Wechsel zwischen den Profilen ist über einen einfachen Mausklick möglich. Der Wechsel ist dabei nicht nur über den Chrome-Homescreen möglich, sondern auch über einen neuen Button oben links im Bereich neben den einzelnen Tabs. Mit einem Klick auf das entsprechende Profil-Icon wechselt das Profil. Ein Passwort wird dabei nicht abgefragt. Das ist in sofern nachteilig, als dass bei einer gemeinsamen Nutzung und einem dauerhaften Login in Google Mail auch das Mail-Konto und andere Daten für Dritte offen stehen. Da durch das Auto-Vervollständigen mitunter auch sensible Daten abgefragt werden, empfiehlt es sich auch, diese Option sowie das Speichern von Passwörtern und das automatische Einloggen zu unterbinden, teilt man sich den Browser mit anderen Nutzern.

Sinnvoll einsetzen lässt sich das neue Profil-Feature vor allem, hat ein Nutzer mehrere Profile. So kann er sich eines für die Arbeit und eines für das Privatleben zulegen. Bei einem eingestellten Sync der Profile vermischen sich so nicht die Lesezeichen und Auto-Vervollständigungen vom Arbeitsrechner mit denen des Privatrechners. Allerdings ist es bei der Nutzung auch nicht sinnvoll möglich, aus dem beruflichen Profil heraus mittels Chrome-Extensions auf das private Postfach zuzugreifen. Es ist jedoch unproblematisch, beide Profile parallel zu betreiben, so dass in einem Browserfenster das (am Arbeitsplatz ggf. erlaubte) private im Internet erledigt wird, während im beruflichen Profil der Rest erledigt wird. Arbeitet der Nutzer dann an einer anderen Workstation im Büro oder am Laptop bleibt dank Google Sync die gewohnte Oberfläche erhalten.

Mit Version 16 hat Google auch noch zahlreiche Schwachstellen in Chrome ausgebessert. Ingesamt sollen es 15 Lücken gewesen sein, die geflickt worden. Sechs davon wurden sogar als kritisch eingestuft.

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