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Google Books: Google gewinnt Rechtsstreit um Digitalisierung

Ärgerlich für Autoren: US-Richter weist Klage ab
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Google darf Millionen ein­gescannter Bücher im Internet durchsuchbar machen. Ein New Yorker Richter wies eine Klage der US-Autor­en­vereinigung ab, die in der Digi­tali­sierung der Werke einen Bruch des Copy­rights sah. Die Autoren kündigten sogleich an, gegen die Entscheidung vorzugehen.

"Meiner Meinung nach hat Google Books erhebliche Vorteile für die Allgemeinheit", schrieb Richter Denny Chin in seiner Urteils­begründung. "Es beschleunigt die Fort­schritte in Kunst und Wissenschaft, während es gleichzeitig die Rechte von Autoren und anderen Kreativen berücksichtigt."

Zum ersten Mal könnten Millionen Bücher auf einen Schlag durchsucht werden, schrieb Chin. Dadurch, dass sich die Werke auffinden ließen, würden sich für Autoren und Verlage neue Einnahmequellen erschließen. Alte Bücher würden vor dem Vergessen bewahrt. "Die ganze Gesellschaft profitiert."

Google scannte 20 Millionen Bücher

Bisher wurden über 20 Millionen Werke eingescanntBisher wurden über 20 Millionen Werke eingescannt Google hatte 2004 damit begonnen, Bücher in großen Bibliotheken einzuscannen und im Internet durchsuchbar zu machen. Dabei werden Aus­schnitte angezeigt. Inzwischen seien mehr als 20 Millionen Werke digitalisiert worden, heißt es in den Gerichts­unterlagen.

Im Jahr 2005 klagten die US-Autoren sowie Verlage gegen Google Books; auch in Deutschland kam Widerstand auf. 2011 scheiterte ein Vergleich zwischen den Parteien am Veto des Richters, der durch den Kompromiss­vorschlag den Wettbewerb gefährdet sah. 2012 legte Google den Streit mit den Verlagen bei, während die Autoren ihre Klage aufrecht hielten.

In seiner Urteils­begründung stützte sich Richter Chin auf die im US-Recht gängige Norm des "fair use", der "angemessenen Verwendung". Google Books kopiere die Werke nicht, es habe etwas Neues erschaffen, indem es den "Text in Daten verwandelt zum Einsatz in der Forschung".

Die Autoren­vereinigung Authors Guild sprach davon, dass nur die "erste Runde" an Google gegangen sei. "Wir planen, die Entscheidung anzufechten", erklärte Geschäftsführer Paul Aiken.

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