Ausprobiert

Google Assistant: So funktioniert der digitale Helfer

Google möchte mit Assistant einen digitalen Helfer auf dem Markt platzieren, der natürliche Konversationen ermöglichen soll. Doch wie mächtig ist die Funktion wirklich?
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Der Google Assistant kann zahlreiche Fragen beantwortenDer Google Assistant kann zahlreiche Fragen beantworten Auf dem gestrigen Google-Event hat das Unternehmen nicht nur neue Hardware, sondern auch neue Software vorgestellt. Im Mittelpunkt stand dabei der neue Google Assistant. Bei diesem handelt es sich um den Nachfolger von Google Now. Der digitale Helfer soll deutlich mehr Funktionen bieten als die alte App, tiefer ins System integriert sein und eine tatsächliche und natürliche Kommunikation mit dem Gerät ermöglichen.

In Allo bereits enthalten

In der Messaging-App Allo ist der neue Assistant bereits enthalten und kann von allen Interessierten ausprobiert werden. So kann man in einem Chat Fragen an den Bot stellen, Spiele spielen oder sich über Informationen zu bestimmten Themen anzeigen lassen. Allerdings ist der Funktionsumfang hier noch deutlich einge­schränkt. Vollständig nutzbar wird das Gerät bis auf Weiteres lediglich mit den beiden neuen Smartphones Pixel und Pixel XL sein.

Google Assistant ist die Zukunft für Google

Man kann den Assistant nach interessanten Orten in der Nähe fragenMan kann den Assistant nach interessanten Orten in der Nähe fragen Der Google Assistant nimmt eine extrem wichtige Rolle für Google und die Pixel-Smartphones ein. Das Unternehmen möchte die Funktion als starke Konkurrenz zu Amazons Alexa und Apples Siri positionieren. Er soll wie ein persönlicher menschlicher Assistent immer da sein und Fragen beantworten und Aufgaben erledigen können. Natürlich seien alle Daten, die erhoben werden, sicher, so Google. Google verspricht, dass man selbst entscheiden könne, welche Daten man teile und dass Informationen nicht an Dritte weitergegeben würden. Trotzdem: Vor allem mit Google Home in der eigenen Wohnung kann der Eindruck entstehen, dass Google nun in die intimste Privatsphäre eindringt und wirklich alles weiß. Wird der Suchmaschinengigant verantwortungsvoll damit umgehen?

Anschließend kann man ein Ziel auswählen und den Assistenten eine Route berechnen lassenAnschließend kann man ein Ziel auswählen und den Assistenten eine Route berechnen lassen Ein Teil von Assistant ist auch die immer besser werdende Übersetzungsfunktion von Google (Translate), diese erreiche teilweise die Fähigkeiten eines Menschen. Auch die Text-to-Speech-Engine werde immer besser und klinge mittlerweile auch fast wie ein echter Mensch. Google Assistant kann nach Bildern und möglichen Aktivitäten suchen und Musik abspielen. Für angefragte Informationen benutzt es den bekannten Knowledge Graph. Reichen die Informationen hierbei nicht aus, greift Google auf die weiteren Inhalte von Webseiten wie Wikipedia zurück.

Der Assistant arbeitet mit SMS, WhatsApp und anderen Messengern, um Nachrichten zu versenden. Es erkennt, um welches Thema es in einem Gespräch geht und bietet Handlungsmöglichkeiten und Informationen dazu an. Kontextverständnis steht im Vordergrund, so soll eine fast natürliche Konversation möglich werden. Der Assistent ist außerdem in der Lage auch Karten für ein Konzert zu kaufen oder Plätze in einem Restaurant zu reservieren.

Tatsächlicher Nutzen noch fraglich

Für den Weg kann man sich Restaurant anzeigen, die auf der Route liegenFür den Weg kann man sich Restaurant anzeigen, die auf der Route liegen Eins ist klar: Google möchte mit Assistant eine starke künstliche Intelligenz auf dem Markt platzieren, der man nicht nur Befehle erteilen kann, sondern die auch dazu in der Lage sein soll, natürliche Gespräche zu führen. Ist damit das Zeitalter der KI endgültig angebrochen? Wir werden sehen. Bevor Interessierte Google Assistant und das dazu gehörige Google Home in freier Wildbahn ausprobieren können, bleiben wir noch skeptisch. Vor allem, da der digitale Assistent in der deutschen Variante eventuell auch weniger mächtig daherkommen wird.

Interessant ist das Konzept aber allemal. Vor allem, da nicht nur die eigene Hardware Google Assistant unterstützen wird (auch Chromecast), sondern auch zahlreiche Dritthersteller mit ihren intelligenten Thermostaten und Glühbirnen. Die umfangreiche Integration macht aber einmal mehr das Problem des Datenschutzes deutlich: Google weiß künftig noch mehr über die Nutzer.

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