Betriebssystem

Google stellt neues Smartphone-Betriebssystem Android 2.2 vor

Fast alle in diesem Jahr veröffentlichten Geräte sollen die Firmware bekommen
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Google hat darüber hinaus die Einbindung von Microsoft Exchange verbessert. So lässt sich unter Android 2.2 auch der Exchange-Kalender verwenden. Das Feature war bislang ohne externe Software nur dann nutzbar, wenn der jeweilige Hersteller den Exchange-Kalender unabhängig von der Android-Firmware ins Betriebssystem integriert hat. Motorola bietet beim Milestone beispielsweise neben dem Android-Kalender auch einen Firmenkalender an, der alle Termine eines Exchange-Postfachs beinhaltet. Sony Ericsson Xperia X10Sony Ericsson Xperia X10

Wie erwartet lassen sich Android-Handys mit der neuen Software auch als WLAN-Hotspot nutzen. Das war bislang Nutzern vorbehalten, die sich Root-Zugang auf ihrem Handy verschafft haben und so externe Anwendungen installieren konnten, die die Hotspot-Funktion bringen. Alternativ zur WLAN-Hotspot-Variante lässt sich der am Smartphone anliegende mobile Internet-Zugang auch über ein USB-Kabel an ein Netbook oder Notebook weiterleiten. Das war bislang mit den meisten Google-Handys nur mit Zusatz-Software möglich. Bluetooth-Tethering ist für Android 2.2 hingegen nicht vorgesehen.

Ebenfalls erwartungsgemäß bekommen die Android-Smartphones mit der neuen Firmware auch Unterstützung für Adobe Flash 10.1 und Adobe Air. Diese neuen Features können laut Google nicht nur im Browser, sondern auch für andere Anwendungen genutzt werden.

Täglich 100 000 neue Google-Handys

Dass sich das Android-Betriebssystem auf Erfolgskurs befindet, zeigen nicht zuletzt Zahlen, die Google anlässlich der Vorstellung des neuen Betriebssystems vorgelegt hat. Aus ihnen geht hervor, dass derzeit täglich rund 100 000 neue Handys mit Android-Firmware aktiviert werden.

Darüber hinaus sind inzwischen mehr als 50 000 Anwendungen im Android Market verfügbar. Mehr als die Hälfte der angebotenen Applikationen ist kostenlos. Vorteil gegenüber anderen Plattformen wie Apple iPhone oder Microsoft Windows Phone 7 ist jedoch, dass die Nutzer nicht zwingend auf den offiziellen Market angewiesen sind, sondern auch ohne Risiko des Verlusts der Hersteller-Garantie und ohne nicht autorisierten Eingriff in die Firmware Programme installieren können, die die jeweiligen Entwickler beispielsweise über ihre eigenen Homepages anstelle des Android Market anbieten.

Kritik: Android-Handys "altern" schnell

Weniger erfreulich ist dagegen der Trend, dass Smartphones mit Android-Betriebssystem schnell "altern" - das heißt, sie werden rund ein Jahr nach ihrer Markteinführung nicht mehr mit der jeweils neuesten Version des Betriebssystems ausgestattet, was zur Folge hat, dass sich neue Applikationen, die nur für die aktuelle Firmware verfügbar sind, nicht mehr nutzen lassen.

Das T-Mobile G1 bleibt beispielsweise bei Android 1.6 stehen und bekommt kein Update auf die Firmware-Version 2.x mehr. Das Motorola Milestone hat offenbar mit Android 2.1 sein letztes Update erhalten, während Geräte wie das Sony Ericsson Xperia X10 erst Ende des Jahres Android 2.1 erhalten. Bis dahin dürfte es etliche Google-Handys geben, auf denen bereits Android 2.2 installiert ist.

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