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Google-Messenger Allo im Browser nutzen

Mit dem Messaging-Dienst Allo will Google einmal mehr den Markt für Messenger mit innovativen Ideen angreifen. Nun schließt das Unternehmen eine der noch offenen Baustellen: Die Nutzung im Browser. Die Sache hat aber einen Haken.
Von mit Material von dpa
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Mit Googles Messenger Allo kann man jetzt auch im Browser chatten. Nutzer müssen einfach nur aus der App heraus einen QR-Code auf der Allo-Webseite scannen, und schon kann es losgehen. Noch gibt es zwei Einschränkungen: Unterstützt wird zunächst nur Android, die iOS-Anwendung soll folgen. Und es muss Googles eigener Chrome-Browser sein. Andere Browser wie Microsoft Edge, Apple Safari oder Mozilla Firefox sind noch nicht damit nutzbar.

Das Besondere an Allo sind Antworten, die der Messenger dem Nutzer in Unterhaltungen vorschlägt. Außerdem gibt es einen Assistenten, den man mit Fragen löchern kann. Auch auf einen Inkognito-Modus mit Verschlüsselung und Nachrichten mit Verfallsdatum muss man nicht verzichten.

Der größte Vorteil in der Web-Version von Google Allo liegt darin begründet, dass sich längerer Text über eine richtige Tastatur komfortabler eingeben lässt.

Mehr Chat-Komfort mit Einschränkungen

Google AlloAllo, Googles neuer Messenger, ist nun auch im Desktop-Browser nutzbar Trotzdem ist der Funktionsumfang von Allo im Desktop-Browser um einiges eingeschränkter, verglichen mit der Smartphone-App für Android. Hinzu kommt, dass zwingend eine dauerhaft aktive Internetverbindung zum Smartphone benötigt wird, ganz wie es bei Konkurrent WhatsApp Web der Fall ist.

Weiterhin lassen sich weder neue Google-Konten nach der erfolgreichen ersten Einrichtung hinzufügen, noch das aktive Google-Konto wechseln, geschweige denn dieses wieder entfernen. Vermutlich wird Google diese Funktionalität im Laufe der kommenden Wochen nachreichen, wenn der Web-Messenger selbst stabil genug arbeitet.

Außerdem fehlen sämtliche Möglichkeiten, die Optionen für Benachrichtigungen und Privatsphäre im Browser zu ändern. Hinzu kommt, dass sich keine Fotos verschicken und keine Konversationen löschen lasen. Auch Kontakte blockieren oder mit Kontakten chatten, die noch nicht in die eigene Kontaktliste aufgenommen wurden, geht nicht. Kurzum: Google Allo im Desktop-Browser funktioniert nur ganz rudimentär.

Kritik an Verschlüsselung

Zur Vorstellung des Messengers wies Google darauf hin, dass sämtliche Nachrichten verschlüsselt versendet werden. Dennoch kritisierte der bekannte Whistleblower Edward Snowden, dass Google zwar sehr wohl sämtliche Nachrichten verschlüsseln würde, diese aber auf seinen Servern für kurze Zeit zwischenspeichere und dort bei Bedarf wieder entschlüsseln könnte.

Snowden erwähnte, dass der Konzern dies auch aktiv praktizieren würde, um die künstliche Intelligenz innerhalb des Messengers mit genügend Daten zum Lernen füttern zu können. Einzig im Inkognito-Modus würde das Auslesen der Nachrichten effektiv verhindert werden.

Lesen Sie in einer weiteren Meldung, warum Google an einem hausgemachten Messenger-Chaos leidet.

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