Ländliche Gebiete

Megadeal: Investor will Telekom beim Glasfaserausbau helfen

Glaubt man dem Handels­blatt, steht die Deut­sche Telekom offenbar kurz vor dem Abschluss eines Milli­arden-Deals mit einem Investor. Das Ziel: Vier Millionen Glas­faser­anschlüsse in länd­lichen Gebieten.

Die Deut­sche Telekom steht Finanz­kreisen zufolge kurz vor dem Abschluss eines Deals zur Finan­zie­rung des Glas­faser­anschlusses von vier Millionen Haus­halten in länd­lichen Gebieten in Deutsch­land mithilfe eines externen Inves­tors.

Das meldet die gewöhn­lich gut infor­mierte Wirt­schafts­zei­tung Handels­blatt.

Vier Millionen Anschlüsse

Einblick in eine Glasfaserverteilung (PoP) Einblick in eine Glasfaserverteilung (PoP)
Foto: Picture-Alliance / dpa
Demnach plane der Konzern mit Sitz in Bonn ein Gemein­schafts­unter­nehmen mit einem Investor, was bis 2028 rund sechs Milli­arden Euro in die neuen Anschlüsse inves­tieren wolle, wie mehrere mit der Ange­legen­heit vertraute Personen dem Handels­blatt berich­teten.

Starten soll das Unter­nehmen mit rund einer Milli­arde Euro Eigen­kapital, von dem die Telekom und der Investor je die Hälfte stellen sollen. Die Verhand­lungen wurden von Insi­dern aus dem Konzern bestä­tigt. Kommende Woche soll auch der Aufsichtsrat auf einer Sitzung über das Thema beraten.

Eine Einschät­zung (von Henning Gajek)

Spätes­tens jetzt sollte dem letzten Zweifler klar sein, dass die Deut­sche Telekom das Thema Glas­faser­ausbau erkannt und ganz oben auf der Agenda hat. Nun stellt sich die Frage, wie es hinzu­bekommen ist, dass private Konkur­renten möglichst nicht zeit­gleich an den glei­chen Stellen bauen, sondern alle gemeinsam die großen weißen und grauen Flecken schließen. Wichtig ist auch, dass sie sich unter­ein­ander möglichst unbü­rokra­tisch Zugriff auf die Netze des Mitbe­wer­bers geben.

Beispiels­weise möchten viele Telekom-Kunden gerne bei ihrem Anbieter bleiben, beson­ders wenn vor Ort ein neues ihnen völlig unbe­kanntes Unter­nehmen ein Netz aufbauen will. Das höhere Ziel muss der schnelle flächen­deckende Ausbau des Landes sein, ohne bereits vorhan­dene Infra­struktur wie Strom, Wasser, Gas, Fern­wärme etc. zu stark zu behin­dern.

Der Glas­faser­ausbau ist nach­hal­tiger.

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