Ausbau

Planung: Direkte Glasfaserleitungen für eine Million Haushalte

Eine Million Kunden können schon VDSL-Leitungen von EWE Tel nutzen, eine Million Haushalte soll jetzt noch echtes Glasfaser-Internet bekommen.
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EWE Tel ist in seinem Verbreitungsgebiet im Nordwesten Deutschlands dafür bekannt, den Breitbandausbau in Konkurrenz zur Telekom voranzutreiben. Der Anbieter hat jetzt einen Blick zurück geworfen auf seine Ausbauarbeiten im vergangenen Jahr.

"Wir haben uns vorgenommen, 1000 Kabelverzweiger (KVz) im Jahr 2016 an unser Glasfasernetz anzubinden und haben dieses Ziel sogar leicht übertroffen", berichtet Michael Heidkamp, Vorstand Markt der EWE AG. An diesen Kabelverzweigern kann EWE damit VDSL oder VDSL Vectoring und somit 50 bis 100 MBit/s anbieten. Darüber hinaus wurden in 60 Neubaugebieten Haushalte aber auch direkt an das Glasfasernetz angeschlossen (FTTH). Davon profitieren etwa 2900 Haushalte. Für die nächsten Jahre steht der Ausbauplan zumindest finanziell fest: 1,2 Milliarden Euro will das Unternehmen in den kommenden zehn Jahren investieren.

6800 Kvz mit Glasfaser versorgt

Hier kommen Glasfaserleitungen in einen Keller: FTTBHier kommen Glasfaserleitungen in einen Keller: FTTB Mit Erschließung der 1000 KVz hat EWE Tel zum Jahresende insgesamt 6800 Kabelverzweiger versorgt. Von diesen eigenes aufgebauten grauen Kästen am Straßenrand aus sind dann abhängig von Qualität und Länge der Kupferleitung, die von den Kabelverzweigern zu den einzelnen Häusern führt sowie abhängig von der Frage, ob es ein geförderter oder ungeförderter Ausbau ist, bis zu 100 MBit/s möglich. "Über eine Million Haushalte können durch diesen Ausbau bereits schnelles Internet bei uns erhalten", so Michael Heidkamp. Das schließt auch die Haushalte mit ein, die über VDSL aus den Vermittlungsstellen heraus versorgt werden können.

Konkret profitierten im vergangenen Jahr Haushalte in 229 Städten und Gemeinden, wie beispielsweise in Bassum, Bremerhaven, Wittmund, Friesoythe, Rheine, Meppen, Greven, Großenkneten, Osnabrück und Varel.

In den kommenden zehn Jahren plant EWE, über eine Million Haushalte im Nordwesten direkt mit einem Glasfaserhausanschluss auszustatten. Glasfaserhausanschlüsse garantieren unabhängig von der Leitungslänge eine sehr hohe Bandbreite, da auf leistungsdämpfende Kupferkabel komplett verzichtet wird. Neben dem weiteren Ausbau in Bestandsgebieten wie Oldenburg, erschließt EWE nach eigenen Angaben vor allem Neubaugebiete. So habe der Anbieter beispielsweise in einem Neubaugebiete in der Gemeinde Bösel auf Anhieb über 90 Prozent der Bauherren als Kunden gewinnen können.

Kleiner Tipp: In loser Folge stellen wir vor, wo in Deutschland VDSL- und Glasfaser-Ausbauprojekte abgeschlossen werden.

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