Lockscreen-Ads

Handys mit Sperrbildschirm-Werbung bald in den USA

Mit werbe­finan­zierten Smart­phones könnte Glance den immer teureren Anschaf­fungs­preisen entge­gen­wirken. Die Sperr­bild­schirm-Platt­form soll demnächst in den Verei­nigten Starten agieren.

Ein von Google unter­stützter Sperr­bild­schirm mit Werbung expan­diert in die USA und könnte eine Möglich­keit darstellen, den Preis von Smart­phones zu senken. Glance nennt sich der seit drei Jahren agie­rende indi­sche Dienst. In den asia­tischen Märkten konnte die Platt­form bislang große Erfolge für sich verbu­chen. Rund 400  Millionen Smart­phones wurden dort mit einem Glance-Sperr­bild­schirm ausge­lie­fert. Die Hersteller konnten durch die Werbung ihre Einnahmen stei­gern. Nied­rigere Endge­räte­preise wären auf diese Weise, ähnlich wie bei den Amazon-Fire-Tablets, denkbar. Glance soll in den kommenden Jahren welt­weit starten.

Smart­phones mit Lockscreen-Werbung für die USA

So sehen die Anzeigen bei Glance aus So sehen die Anzeigen bei Glance aus
Glance
Inner­halb der nächsten zwei Monate könnte die Sperr­bild­schirm-Platt­form von Glance die Verei­nigten Staaten errei­chen. Dies teilte eine mit der Materie vertrauten Quelle dem Portal TechCrunch mit. Bei Glance handelt es sich um ein Toch­ter­unter­nehmen von InMobi Group. Ein Unter­nehmen, das sich auf Werbung spezia­lisiert hat. Es sollen Verhand­lungen mit Mobil­funk-Netz­betrei­bern in den USA statt­finden. Schon im August dürften dem anonymen Tipp­geber zufolge erste Smart­phones mit dem Reklame-Sperr­bild­schirm auf den Markt kommen.

Bislang konnte Glance circa zwei Milli­arden US-Dollar durch Anzeigen auf den Handy-Displays erwirt­schaften. Bei den betref­fenden Android-Tele­fonen finden User Multi­media-Inhalte, aktu­elle Nach­richten und Werbung für Gele­gen­heits­spiele auf dem Sperr­bild­schirm vor. Von dem Deal mit den USA verspricht sich der Konzern viel, deren Einwohner hätten eine höhere Bereit­schaft zur Zahlung für digi­tale Dienste. In Nord­ame­rika werden die meisten Smart­phones mit Handy­ver­trägen veräu­ßert. Deshalb ist die Koope­ration mit den Netz­betrei­bern beson­ders wichtig. Zu den Inves­toren von Glance zählen Google und der indi­sche Netz­betreiber Jio.

Werbung auf dem Lockscreen: Amazon macht es vor

Zumin­dest bei Tablets ist die Mone­tari­sie­rung durch Promo­tion-Mate­rial auf dem Sperr­bild­schirm auch hier­zulande ein Thema. So können Sie hier­zulande die Flach­rechner aus dem Hause Amazon optional vergüns­tigt erwerben. Beispiels­weise kostet das Fire HD 10 Plus regulär 194,99  Euro und mit Werbung 179,99 Euro. Viele Anwender stören sich kaum an der Reklame auf dem Lockscreen. Diesen bekommt man ohnehin nicht oft und lange zu Gesicht. Falls Glance es tatsäch­lich schafft, welt­weit zu expan­dieren, könnte es auch bei uns alter­nativ güns­tigere Mobil­geräte mit Werbung geben.

Werbe­finan­ziertes Strea­ming gewinnt eben­falls an Attrak­tivität.

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