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Gigaset GS185: Smartphone wird in Deutschland gefertigt

Von den drei neuen Gigaset-Smartphones wird eines in Deutschland gefertigt - eine Seltenheit heutzutage. Bei der Ausstattung der drei Modelle spricht Gigaset wieder preissensible Kunden an.
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Der Hersteller Gigaset ist eine der letzten verbliebenen deutschen Smartphone-Marken - doch auch die Geräte von Gigaset wurden bislang in China gefertigt. Nun beschreitet Gigaset neue Wege: Eines der drei heute vorgestellten Smartphones wird in Deutschland hergestellt.

Am grundsätzlichen Fokus der Gigaset-Smartphones ändert sich vorerst allerdings nichts: Sie werden überwiegend für Kunden mit schmalem Geldbeutel hergestellt, die keine High-End-Technik benötigen (im Marketing-Sprech nennt Gigaset das "value for money"). Trotzdem musste sich Gigaset in der heutigen Pressekonferenz auch wieder Fragen zur Update-Politik bei den eigenen Android-Smartphones gefallen lassen.

Gigaset GS100 und GS180

Das günstigste der heute vorgestellten Modelle ist das Gigaset GS100. Das Dual-SIM-Smartphone macht einen aktuellen Smartphone-Trend bewusst nicht mit, denn zusätzlich zu einer Micro- und einer Nano-SIM nimmt das Gerät in einem separaten Steckplatz eine microSD-Karte auf. Android Oreo 8.1 Go Edition ist als Betriebssystem vorinstalliert. Das 5,5-Zoll-Display im 18:9-Format löst mit 1440 mal 720 Pixel auf. Eine weitere Besonderheit ist der wechselbare Akku mit einer Kapazität von 3000 mAh.

Der Quad-Core-Prozessor MTK6739 hat eine Taktfrequenz von 1,3 GHz, dem nur 1 GB RAM zur Seite stehen. Mickrig ausgefallen ist der interne Speicher von 8 GB. Auch bei der Netzwerkausstattung überwiegt eher schmale Kost: LTE Cat. 4 mit maximal 150 MBit/s im Downstream und WLAN 802.11b/g/n auf lediglich 2,4 GHz unterstreichen den Charakter des GS100 als Einstiegsmodell. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 119 Euro.

Für eine UVP von 149 Euro wird das Gigaset GS180 nach seinem Erscheinen angeboten. Das 5-Zoll-Display hat noch das Bildformat 16:9, die Auflösung liegt bei 1280 mal 720 Pixel. Der Quad-Core-Prozessor MTK6737 bekommt 2 GB RAM zur Seite gestellt, Gigaset hat dem GS180 16 GB Speicher verpasst. Auch dieses Modell verfügt über einen wechselbaren 3000-mAh-Akku und Dual-SIM zuzüglich separatem microSD-Slot. Das Gigaset GS180 unterstützt als einziges der drei neuen Modelle bei WLAN auch das 5-GHz-Band.

Gigaset GS185 wird in Deutschland gefertigt
Gigaset GS185 wird in Deutschland gefertigt

Gigaset GS185 in Deutschland gefertigt

Gigaset GS100 und GS180 werden nach wie vor komplett in China hergestellt. Beim Gigaset GS185 geht der Hersteller allerdings ganz neue Wege: Es handelt sich nämlich um ein Smartphone, das in Deutschland in einer speziell dafür eingerichteten Produktionsstraße am Standort Bocholt gefertigt wird. Während der heutigen Pressekonferenz musste Gigaset natürlich einräumen, dass die einzelnen Komponenten aus China angeliefert werden. Doch für die Fertigung in Deutschland hat Gigaset extra neues Personal angestellt, einen großen Teil übernehmen allerdings Fertigungsroboter.

Zu einer UVP von 179 Euro bietet das Gigaset GS185 ein 5,5-Zoll-Display im 18:9-Format, auch hier müssen die Nutzer mit einer Auflösung von 1440 mal 720 Pixel vorliebnehmen. Auf dem Gerät läuft ein pures Android 8.1 Oreo. Nach eigener Aussage zum ersten Mal kommt bei einem Gigaset-Smartphone ein Qualcomm-SoC zum Einsatz, und zwar der Snapdragon 425 mit 1,4 GHz Taktfrequenz. Doch auch hier bleibt es bei LTE Cat. 4 mit 150 MBit/s im Downstream und WLAN 802.11b/g/n auf lediglich 2,4 GHz. Der nicht wechselbare Akku hat eine Kapazität von 4000 mAh. Das Gigaset GS185 kommt mit 2 GB RAM und 16 GB Speicher.

Fragen zur Update-Politik von Gigaset

Während der heutigen Pressekonferenz beantwortete Gigaset weitere Fragen, die über die Features der drei neuen Smartphones hinausgingen. Als Ergänzung zu den heute präsentierten Smartphones wird es beispielsweise keine Plus-Modelle mit mehr Speicher geben. Alle Geräte sind noch mit Micro-USB ausgestattet - das frühere Versprechen, USB-C in Erwägung zu ziehen, wird erst bei kommenden Modellen umgesetzt. Keines der drei neuen Modelle hat eine IP-Zertifizierung für Staub- oder Spritzwasserschutz.

Auf Anfrage musste Gigaset einräumen, dass für die 2017-Modelle die Oreo-Updates später kommen als geplant. Für die heute vorgestellten Geräte wird es quartalsweise Android-Sicherheitsupdates geben, grundsätzlich werden Sicherheitspatches für zwei Jahre garantiert. Bei Einsteiger-Geräten, also beim Gigaset GS100, wird kein Anroid-P-Update garantiert.

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