Globale GfK-Studie

Smartphone-Verkäufe: hohe Preise, gesunkene Nachfrage

In Westeuropa sind die meisten Menschen aktuell scheinbar mit einem Smartphone bedient, denn die Verkäufe sanken im dritten Quartal 2017 um sieben Prozent.
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Das Marktforschungsinstitut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) hat interessante Zahlen zu den weltweiten Smartphone-Verkäufen des dritten Quartals 2017 herausgegeben. Besonders in Westeuropa gab es einen Wandel, denn dort wanderten im Vergleich zum Vorjahresquartal sieben Prozent weniger Einheiten über den Ladentisch. Gleichzeitig stieg allerdings auch der Verkaufswert in unserer Region an. In Lateinamerika zeigt sich hingegen eine deutlich gesteigerte Nachfrage. Innerhalb eines Jahres konnten elf Prozent mehr Smartphones in diesem Gebiet abgesetzt werden. Des Weiteren stieg der Verkaufswert der Produkte um 13 Prozent.

Smartphone-Verkäufe in Westeuropa Q3 2017

Westeuropa: Das verspätete iPhone X soll einer der Gründe für die zurückgegangenen Smartphone-Verkäufe sein.Westeuropa: Das verspätete iPhone X soll einer der Gründe für die zurückgegangenen Smartphone-Verkäufe sein. Die GfK stellt die Verkaufszahlen der schlauen Mobiltelefone des vergangenen Quartals bereit, in Deutschland sind um sieben Prozent gesunkene Verkäufe zu verzeichnen. In den Nachbarländern Frankreich und Großbritannien wird sogar ein Rückgang um acht Prozent erwartet. Damit sank die Menge der verkauften Exemplare in Westeuropa von 33,2 Millionen auf 30,9  Millionen. Dem gegenüber steht ein um vier Prozent gestiegener Verkaufswert. Lag der Verkaufswert im Smartphone-Sektor in Westeuropa innerhalb des Q3 2016 noch bei 13,2 Milliarden US-Dollar, sind es nun 13,7 Milliarden US-Dollar. Das liegt an den gestiegenen Produktpreisen. Im Vorjahresquartal kostete eines von 16 Smartphones mehr als 900 US-Dollar, aktuell ist es eines von acht.

Lateinamerika mit hohem Anstieg der Smartphone-Verkäufe

Die Nachfrage nach den cleveren Handys wuchs vor allem in Lateinamerika stark an. Im Vergleich zu Q3 2016 wurden im Q3 2017 elf Prozent mehr Smartphones verkauft. Das bedeutet einen Anstieg von 25,1 Millionen veräußerten Exemplaren auf 27,8 Millionen. Der Wert der Mobilgeräte erhöhte sich zudem um 13 Prozent. Die größte Wertsteigerung gab es allerdings in Mittel- und Osteuropa (26 Prozent), China (20 Prozent) und den asiatischen Schwellenländern (21 Prozent) zu verzeichnen.

GfK über die gesunkenen Smartphone-Verkäufe in Westeuropa

Die Gesellschaft für Konsumforschung sieht zwei Faktoren als Auslöser für den Rückgang bei den Verkaufszahlen in Westeuropa. Zum einen wäre der Markt gesättigt, zum anderen würde sich die verspätete Markteinführung des Apple iPhone X negativ auswirken. Die vollständigen Daten der GfK-Erhebung können Sie diesem PDF-Dokument entnehmen.

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