GEZ-Gebühren

GEZ: Für PC- und Smartphone-Besitzer soll es richtig teuer werden

Wer keine gebührenpflichtigen Geräte hat, müsste dies künftig nachweisen
Von Michael Friedrichs
Kommentare (1903)
AAA
Teilen

Es gibt Neuigkeiten in Sachen künftiger Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunkangebotes: Laut Martin Stadelmaier, Leiter der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und zuständiger Koordinator der Medienpolitik der Länder, werden im Moment verschiedene Gebührenmodelle diskutiert. Einen wesentlichen Punkt haben die Modelle aber gemeinsam: Symbolbild GEZ-GebührGEZ-Gebühr für Internet-PCs
wird wohl steigen
Demnach soll es für Besitzer eines internetfähigen Computers und Smartphones, die über keinen Fernseher verfügen, schon bald keine reduzierte GEZ-Gebühr mehr geben. Sie zahlen derzeit 5,76 Euro im Monat, in knapp drei Jahren werden nach der Neuregelung des aktuell geltenden Gebührenmodells dann stolze 17,98 Euro fällig.

Entsprechende Pläne hat Stadelmaier gegenüber dem Medienmagazin Carta bestätigt. Betroffen von der Neuregelung sind nicht nur private, sondern auch gewerbliche Nutzer. Auch sie müssten ab 2013 eine deutlich höhere Abgabe für ihre PCs und Smartphones abführen, sofern sie nicht ein TV-Gerät angemeldet haben.

Darüber hinaus wird über die Einführung einer so genannten Haushaltsabgabe diskutiert. Hier wäre dann jeder Haushalt abgabenpflichtig, egal welche Empfangsgeräte sich in diesem befinden. Eine Befreiung aus sozialen Gründen soll aber weiterhin möglich sein. Alternativ soll es eine modifizierte Geräteabgabe geben. Zudem soll die Beweispflicht umgekehrt werden. Gebührenpflichtige müssten dann nachweisen, dass sie kein TV, Radio, PC oder Smartphone besitzen - und nicht mehr die GEZ wie bisher.

Mitte nächsten Jahres wollen die Ministerpräsidenten über die Modell beraten. Kommt es zu einer Einigung, soll das neue Gebührenmodell 2013 an den Start gehen.

Weitere Artikel zum Thema GEZ-Gebühren für Handy und PC

Teilen