1-SIM

Neue Handys: General Mobile macht's einfach

Vier neue 1-SIM-Smartphones mit Android-2.0-Betriebssystem
Von Björn Brodersen
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Kurswechsel beim hierzulande bislang wenig erfolgreichen Handy-Hersteller General Mobile: Statt neuer Dual-SIM-Handys zeigt General Mobile auf dem Mobile World Congress in Barcelona mehrere Android-Smartphones, die über einen großen Touchscreen verfügen und in ihrem Inneren Platz für nur eine SIM-Karte bieten. Dazu will der Hersteller in Kürze unter www.storeoid.com einen eigenen App-Store für Android-Anwendungen starten. Das erste der neuen Smartphones - das General Mobile Cosmos - soll im kommenden Monat für rund 250 Euro ohne Vertrag auf den Markt kommen und über Online-Shops auch hierzulande erhältlich sein.

Android 2.0 (Eclair) und kapazitiver Touchscreen

Das General Mobile Cosmos sowie das General Mobile Cosmos2 laufen unter der Android-Version 2.1 (Eclair) und werden vom Marvell-Prozessor PXA935 (Tavor P65) angetrieben. General Mobile CosmosDas General Mobile Cosmos Der interne Speicherplatz beläuft sich auf 256 MB, der Arbeitsspeicher ist ebenfalls 256 MB groß. Zudem werden jeweils Speicherkarten mit bis zu 16 GB Speicherkapazität unterstützt, und die Handys können als Massenspeicher eingesetzt werden. Beide Quadband-Handys beherrschen neben GPRS und EDGE auch UMTS mit HSDPA für mobile Datenübertragungen und ermöglichen den Internetzugang an WLAN-Hotspots. Fürs mobile Surfen im Internet ist ein HTML-Browser an Bord, zudem gibt es einen POP3-fähigen E-Mail-Client.

Über eine echte Tastatur verfügt weder das Cosmos noch das Cosmos2. Bedient werden sie jeweils über den kapazitiven Touchscreen, der dank eines eingebauten Bewegungssensors Inhalte automatisch entweder im Hoch- oder im Querformat anzeigt. Der misst beim General Mobile Cosmos 3,2 Zoll in der Diagonalen, löst 320 mal 480 Pixel auf und stellt 262 144 Farben dar. Beim etwas breiteren, aber auch flacheren Cosmos2 ist die Bildschirmdiagonale 3,5 Zoll lang.

Zu den Multimedia-Funktionen beider Android-Smartphones gehören eine 5-Megapixel-Kamera Cosmos2 und CosmosGeneral Mobile Cosmos2 und Cosmos mit Autofokus, ein Medienplayer, der gängige Audio- und Video-Formate abspielt, und ein FM-Radio. Auch ein GPS-Empfänger ist jeweils eingebaut. Das General Mobile Cosmos2 verfügt noch über eine Kamera auf der Vorderseite des Gehäuses für Videotelefonate. Die Sprechzeit für das Cosmos und das Cosmos2 gibt General Mobile mit bis zu 4,5 Stunden an. Während das Cosmos ab März für rund 250 Euro ohne Vertrag erhältlich sein soll, wird das Cosmos2 wahrscheinlich im Juli herauskommen und um die 300 Euro kosten.

Einsteiger-Modell Brava mit Android 1.6 kostet rund 200 Euro

Einen großen, in der Diagonale 4,3 Zoll General Mobile TouchstoneGeneral Mobile Touchstone
mit 4,3-Zoll-Touchscreen
messenden kapazitiven Touchscreen mit 480 mal 800 Pixel Auflösung wird das 12,8 Millimeter flache General Mobile Touchstone besitzen. Die übrige Ausstattung des Touchstone entspricht der des General Mobile Cosmos2. Der Marktstart dieses Android-Smartphones ist für Ende dieses Jahres geplant.

Über einen geringeren Funktionsumfang verfügt dagegen das Triband-Modell Brava, das dafür auch nur rund 200 Euro ohne Vertrag kosten soll: UMTS- und GPS-Unterstützung fehlen beispielsweise, die Kamera löst nur 3,2 Megapixel auf. Der kapazitive Touchscreen misst 3 Zoll und löst 240 mal 400 Pixel auf. Das General Mobile Brava läuft unter Android 1.6 (Donut), in seinem Inneren arbeitet der Marvell-Prozessor PXA310. Die Sprechzeit für das 108 Gramm schwere Brava gibt General Mobile mit bis zu fünf Stunden an.

Bemerkenswert ist der angekündigte Launch des Hersteller-eigenen App-Stores für Android-Smartphones. StoreOid wird wie der Android Market auf allen General-Mobile-Smartphones mit Android-Betriebssystem installiert sein und auch spezielle, nicht auf dem Android Market vorhandene Applikationen aufweisen. Möglicherweise wird die in StoreOid angebotenen Anwendungen auch ein regionaler Charakter auszeichnen. Hauptabsatzmärkte von General Mobile sind bislang die Türkei, die USA und Osteuropa. Eine Niederlassung beziehungsweise einen Vertriebspartner in Deutschland gibt es nicht mehr.

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