Streaming-Dienst

GEMA: Preisnachlass für Streaming-Dienste wie MyVideo & Co.

Die GEMA gewährt ihren Mitgliedern auf werbefinanzierte Musik-Streaming-Angebote einen Tarifnachlass von 20 Prozent. Unterdessen können sich die Google-Tochter YouTube und die Verwertungsgesellschaft noch immer nicht über eine Abgabe einigen.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa
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Während der Streit zwischen der GEMA und der Google-Plattform YouTube weitergeht, hat die Ver­wertungs­ge­sellschaft einen neuen Vertag mit zahlreichen anderen Streaming-Diensten geschlossen. Darunter sind YouTube-Konkurrenten wie MyVideo, Clipfish, tape.tv oder Putpat. Sie gehören dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) an, mit dem die GEMA einen Gesamt­vertrag vereinbarte.

Damit erhalten die VPRT-Mitglieder auf werbe­finanzierte Musikstreaming-Angebote einen Nachlass von 20 Prozent auf die tarifliche Vergütung, wie die GEMA mitteilte. Die Unternehmen müssen der Ver­wertungs­ge­sell­schaft die erfolgten Abrufe melden und mit ent­sprechender Technologie dafür sorgen, dass die Musik zum Beispiel auch in den von Nutzern produzierten Videos entdeckt wird.

YouTube und die GEMA können sich schon seit Jahren nicht über die Abgaben einigen. Ein zentraler Streit­punkt ist dem Ver­nehmen nach die GEMA-Forderung nach einer kleinen Zahlung auch bei Videos, bei denen es keine Werbe­einnahmen gibt. Die deutschen Nutzer bekommen den Streit deutlich zu spüren: So konnte von den zehn weltweit populärsten YouTube-Musik­videos des Jahren hier­zulande nur eines angesehen werden.

Streit währt schon länger

2014 müssen die VPRT-Mitglieder 20 Prozent weniger zahlen2014 müssen die VPRT-Mitglieder 20 Prozent weniger zahlen Mit dem neuen Deal steht Google zunehmend allein da. Schon im Herbst war der Musikdienst Vevo, der in anderen Ländern eng mit YouTube zusammen­arbeitet, in Deutschland mit einem eigenen GEMA-Deal im Alleingang gestartet.

Verleger­verbände und Musik­verwerter wie die deutsche GEMA hatten dem Internet-Konzern in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen, zu wenig gegen Inhalte-Klau im Netz zu unternehmen und finanziell von Verstößen gegen das Urheberrecht zu profitieren.

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