Trojaner

Gefälschte Rechnungen: Telekom warnt vor dreister Betrugsmasche

Die Telekom warnt vor gefälschten Rechnungen per E-Mail. Im Anhang könne sich ein Trojaner befinden - dieser späht möglicherweise nicht nur Tastatur-Eingaben aus. Wie Kriminelle mit diesem Geld verdienen möchten, erfahren Sie bei uns.
Von Hans-Georg Kluge mit Material von dpa
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Vorsicht: Gefälschte Telekom-Rechnungen per E-Mail können Trojaner enthalten.Vorsicht: Gefälschte Telekom-Rechnungen per E-Mail können Trojaner enthalten. Mit gefälschten Telekom-Rechnungen versuchen Kriminelle derzeit verstärkt, Schadsoftware auf Rechnern zu verteilen. Ein Klick auf einen Link soll dem Empfänger angebliche Zahlungsrückstände anzeigen, in Wirklichkeit holt er sich aber eine als PDF getarnte ausführbare Datei auf den Rechner, warnt die Deutsche Telekom. Die Datei enthalte Schadcode, der aktuell von den meisten Virenscannern noch nicht erkannt wird. Nach Telekom-Untersuchungen wird die Schadsoftware unter anderem auch dafür genutzt, Bitcoins zu generieren (sogenanntes Bitcoin Mining). Dieses dezentrale Online-Währungs-System dient der anonymen Bezahlung im Internet.

"Derartige Spam-Wellen stehen leider auf der Tagesordnung und werden uns auch in Zukunft begleiten. Wir müssen lernen, mit dieser Gefahr umzugehen und Mails sorgfältig prüfen, bevor wir unachtsam auf irgendwelche Links klicken oder Informationen preisgeben, die wir besser für uns behalten hätten, wie etwa Kontodaten", sagt Thomas Tschersich, Leiter IT-Sicherheit der Deutschen Telekom.

Wer sich unsicher ist, ob er es mit einer falschen Rechnung zu tun hat, kann etwa zum Vergleich seine Rechnungen über das Online-Kundencenter der Telekom aufrufen. In einer gefälschten Mail fehle zum Beispiel auch die korrekte individuelle Ansprache des Kunden sowie die Buchungskontonummer. Das Unternehmen rät Betroffenen grundsätzlich, die Phishing-Mails sofort zu löschen. Auf keinen Fall sollte man Links darin anklicken oder Anhänge herunterladen.

Online-Kriminelle verschicken Trojaner

Die Ver­braucher­zentrale Hamburg warnt unterdessen vor einer weiteren Phishing-Masche: In E-Mails wird dem Empfänger mitgeteilt, er habe ein Fax erhalten, welches sich als Dokument im Anhang befinde. Die ZIP-Datei habe einen kryptischen Namen, wie beispielsweise fax_8E7971D35618CC924289.zip. Tatsächlich holt man sich beim Öffnen aber Schadsoftware auf den Rechner, die sensible Nutzerdaten ausspionieren kann, warnt die Ver­braucher­zentrale. Verbraucher sollten bei E-Mails von unbekannten Absendern grundsätzlich kritisch sein und Mails mit verdächtigen ZIP- oder EXE-Anhängen gleich löschen. Trojaner landeten nicht nur als falsches Fax, sondern oft auch als fiktive Bestellung, Rechnung oder Mahnung getarnt im Postfach.

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