Mit Stylus und Dual-Cam

Samsung stellt Galaxy Note 8 vor

Über zwei Jahre mussten Note-Fans in Deutschland auf ein neues Modell warten, nachdem das Galaxy Note 7 eingestellt werden musste. Umso mehr Technik und Features packt Samsung in das neue und eckigere Galaxy Note 8.
Von Stefan Kirchner
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Schon Wochen und Monate im Vorfeld gab es zahlreiche Gerüchte zum Galaxy Note 8, das Samsung heute offiziell vorgestellt hat. Manches hat sich bewahrheitet und manches nicht, aber eines steht fest: Samsung wird auch weiterhin an der Note-Reihe festhalten. Stylus-Liebhaber wird es freuen.

Datenblätter

Bezüglich des Designs stand unverkennbar das Galaxy S8 (Plus) Pate, wobei das Galaxy Note 8 selbst etwas kantiger ausfällt. Dies wird nicht nur in der äußeren Erscheinung bemerkbar, sondern auch bei dem Edge-Display an den länglichen Seiten, die eine kürzere Krümmung haben, sowie in den Ecken des Displays, die weniger stark ausgeprägt sind. Auch die Glasrückseite mit dem Fingerabdrucksensor auf der Rückseite übernimmt das neue Android-Smartphone.

Doch abgesehen von diesen kleinen Details, zeichnet sich das Galaxy Note 8 durch andere Dinge aus, die es dem Galaxy S8 Flaggschiff-Duo voraus hat.

Neue Foto-Erlebnisse mit zwei Linsen

Samsung Galaxy Note 8
Auch Samsung verbaut jetzt Kameras mit zwei Linsen
Eine der ersten Neuerungen gegenüber dem fast baugleichen Galaxy S8+ ist die Kamera auf der Rückseite. Diese hat der Hersteller kurzerhand mit einem zweiten Sensor erweitert, sodass nun auch Samsung ganz offiziell eine Dual-Kamera in seinem Top-Modell verbaut. Beide Kameras bleiben bei 12 Megapixel Auflösung und der besonders licht­starken DualPixel-Technologie. Was sich Samsung jedoch groß auf die Fahne schreibt: Man ist der erste Hersteller, der für beide Sensoren einen optischen Bild­stabilisator umgesetzt hat, der auch zeitgleich für beide Linsen arbeitet.

Technisch gesehen ist die primäre Kamera mit einem Weitwinkel­objektiv und einer Blende von f/1.7 ausgestattet, während die Sekundär­kamera ein Teleobjektiv mit einer Blende von f/2.4 besitzt. Dadurch ist ein zweifacher optischer Zoom möglich, sowie der Tiefenunschärfe-Effekt und noch mehr. Blendenzahl, Verschlusszeit, Belichtung und noch einiges mehr lässt sich wie schon auf dem Galaxy S8 mit dem Pro-Modus einstellen.

Videos nimmt die Kamera in 4K-UHD-Qualität auf und unterstützt zudem Zeitlupe, sowie Zeitraffer-Aufnahmen. Für die Frontkamera kommt ein 8 Megapixel auflösender Sensor mit f/1.7 Blende und Autofokus zum Einsatz.

Voll auf Produktivität getrimmt

Samsung Galaxy Note 8
Schmal, aber etwas kantiger als ein Galaxy S8: Das neue Note
Seit jeher ist der S-Pen das herausstechende Merkmal eines Galaxy-Note-Modells. Die neue Generation des Samsung-Stylus ist wie das Galaxy Note 8 selbst IP68-zertifiziert, womit sich bei Bedarf auch im Regen Notizen mit dem Stylus anfertigen lassen. Bei der Empfindlichkeit ändert sich indes nichts, der S-Pen erkennt bis zu 4096 Druckstufen.

Neu ist, dass sich mit dem S-Pen im Browser markierter Text in bis zu 71 Sprachen übersetzen lässt, Währungen umzurechnen, bestimmte Inhalte per Smart Select ausschneiden und in anderen Apps aus der Zwischenablage einfügen lässt oder mittels Live-Nachrichten kleine GIF-Animationen in jeder beliebigen Messenger-App versenden. Einzige Voraussetzung: Der Messenger muss selbst GIF-Dateien einschließlich Animationen unterstützen. Platz findet der S-Pen im Gehäuse des Galaxy Note 8, wo er per Klick-Mechanismus des Galaxy Note 5 verankert wird.

Auch bei der Dual-Window-Funktion bessert Samsung nach. Als App-Paar wird dabei eine Option bezeichnet, zwei häufig zusammen genutzte Apps direkt als Shortcut im Dual-Window-Modus zu öffnen. Der jeweilige Shortcut ist über das Edge-Panel jederzeit aufrufbar.

Wie ein Galaxy S8+

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Waren die vorhergehenden Note-Modelle stets ein an mehreren Stellen verbessertes S-Modell gewesen, ist das Galaxy Note 8 deutlich konservativer. So wächst das Infinity-Display minimal auf 6,3 Zoll bei gleich­bleibender Auflösung und auch der Exynos 8895 Prozessor wurde unverändert und mit gleichem Takt übernommen. Dualband WLAN-ac, Bluetooth 5.0, ein LTE-Cat16-Modem und den USB-Typ-C-Anschluss hat Samsung ebenfalls unverändert verbaut. Zudem lässt sich das Galaxy Note 8 per Fingerabdruck oder Iris entsperren.

Unterschiede gibt es fast nur im Detail wie der etwas größere RAM mit 6 GB und der leicht geschrumpfte Akku mit 3300 mAh Kapazität, der induktives Laden unterstützt. Immerhin hat sich Samsung die Kritik rund um den Finger­abdruck­sensor des Galaxy S8 zu Herzen genommen und zwischen Sensor sowie Kameralinse den biometrischen Sensor zum Messen des Pulses und des UV-Lichts platziert. So wird ein Verschmieren der Kameralinse wirksam vermindert. Außerdem ist der Finger­abdruck­sensor selbst deutlicher umrandet.

Preise und Verfügbarkeit

Vorbestellungen nimmt Samsung laut eigenen Angaben in Deutschland schon heute ab 18 Uhr im Online-Shop entgegen und ausgeliefert wird das Galaxy Note 8 ab dem 15. September. Mit 999 Euro wie im Vorfeld spekuliert, ist das Android-Smartphone allerdings kein Schnäppchen, das in Deutschland in Midnight Black oder Maple Gold zu haben ist. Ob weitere Farben nach Deutschland kommen, lässt Samsung vorerst noch offen. So wird es in Europa unter anderem noch dei Farbe Deep Blue geben, während Orchid Grey überhaupt nicht für den europäischen Markt vorgesehen ist.

Samsung Galaxy Note 8
Das sind die drei offiziellen Farben für Europa - leider ohne Blau in Deutschland
Neu ist, dass Samsung auch in Deutschland das Modell mit Dual-SIM-Unterstützung direkt ab Start exklusiv im eigenen Online-Shop anbieten will. Vorbesteller bekommen zudem zusätzlich die Samsung DeX Station im Wert von 149 Euro kostenlos dazu.

Erste Bilder vom Galaxy Note 8 finden Sie hier und einen ersten Vorab-Test hier.

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