Anpfiff

UEFA Euro 2020 im TV, per Live-Stream und App

Wer alle Spiele der UEFA Euro 2020 sehen möchte, braucht ein Abo für MagentaTV. Aber auch ARD und ZDF zeigen die wich­tigsten Spiele live.

Morgen Abend startet die Corona-bedingt um ein Jahr verscho­bene UEFA Euro 2020. Die Fußball-Euro­pameis­ter­schaft findet dieses Mal in verschie­denen Ländern statt. So wird das Auftakt-Match zwischen der Türkei und Italien in Rom gespielt, während das erste Spiel der deut­schen Natio­nal­mann­schaft am Dienstag kommender Woche in München statt­findet. Das Finale am 11. Juli wird wiederum in London ausge­tragen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Auch wenn die Spiele mit Zuschauern in den Stadien statt­finden sollen (was sich je nach Corona-Lage natür­lich auch kurz­fristig ändern kann), werden die meisten Fans am TV-Schirm ihre Lieb­lings-Natio­nal­mann­schaft anfeuern. ARD und ZDF haben sich früh­zeitig die Über­tra­gungs­rechte für die Fußball-EM gesi­chert. Dennoch werden nicht alle Spiele im unver­schlüs­selten Fern­sehen zu sehen sein.

Nur die Telekom über­trägt alle Spiele live

Fußball-EM im TV und Internet Fußball-EM im TV und Internet
Logo/Grafik: UEFA, Foto/Montage: teltarif.de
Wer alle Spiele der UEFA Euro 2020 sehen möchte, benö­tigt ein Abon­nement für MagentaTV. Die Deut­sche Telekom verspricht neben den Live­über­tra­gungen auch eine umfang­reiche Vor- und Nach­bericht­erstat­tung auf vier Kanälen (je zweimal HD und UHD). Davon sollen nicht nur Fest­netz-Kunden der Telekom profi­tieren, die MagentaTV als IPTV-Option gebucht haben. Auch über den OTT-Dienst sind Fußball­fans bei der Euro­pameis­ter­schaft dabei.

Zusätz­liche Abo-Kosten fallen für die EM-Über­tra­gungen nicht an. MagentaTV Smart schlägt mit einem Monats­preis von 10 Euro zu Buche und ist monat­lich kündbar. Es ist also beispiels­weise möglich, den Dienst nur für die Dauer des Fußball­tur­niers zu buchen und beispiels­weise über ein Apple TV oder einen Amazon Fire TV Stick zu nutzen und anschlie­ßend wieder zu kündigen. Wer sich für zwei Jahre bindet, bekommt das erste Vier­tel­jahr kostenlos.

Fußball-EM bei ARD und ZDF

41 der 51 Spiele der UEFA Euro 2020 werden auch von ARD und ZDF über­tragen. Sieht man vom Rund­funk­bei­trag ab, so sind diese Sendungen für die Zuschauer kostenlos. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Programme terres­trisch über DVB-T2 HD, über das Astra-Satel­liten­system, in den Kabel­netzen oder über IPTV - beispiels­weise bei Telekom und Voda­fone - empfangen werden.

ARD und ZDF strahlen ihre Programme auch via Internet aus. Die Live­streams sind unter anderem in den sender­eigenen Media­theken, aber auch bei Web-TV-Portalen wie Zattoo, waipu.tv und Joyn zu finden. Im Strea­ming kommt es immer zu leichten Verzö­gerungen gegen­über dem Satel­liten­signal. Obwohl die Anbieter sich bemühen, immer "näher" an das Live-Signal zu kommen, kann es durchaus sein, dass der Nachbar bei Nutzung einer Satel­liten­schüssel schon ein Tor beju­belt, während man selbst im Stream erst den Eckstoß sieht, der schließ­lich zum Tor geführt hat.

Das ist bei der TV-Nutzung zu beachten

Die Sommer­zeit ist nicht nur die Haupt­rei­sezeit des Jahres. Sie lädt auch zu Besu­chen im Bier­garten und anderen Outdoor-Akti­vitäten ein. Dank Smart­phone oder Tablet muss das aber nicht bedeuten, dass man von den Fußball-EM-Spielen nichts mitbe­kommt. Überall dort, wo LTE- oder sogar 5G-Versor­gung gewähr­leistet und das Netz nicht gerade über­lastet ist, können die TV-Sendungen im Live­stream auch mobil empfangen werden. Das gilt grund­sätz­lich auch für das UMTS-Netz, doch diese Tech­nologie wollen zumin­dest Telekom und Voda­fone noch während der Euro­pameis­ter­schaft, nämlich zum 30. Juni endgültig abschalten.

Auch heute sind viele Mobil­funk-Nutzer noch mit Tarifen unter­wegs, die nur wenig Inklu­siv­volumen für den mobilen Internet-Zugang und auch kein Zero Rating für Strea­ming bieten. Einige Giga­byte reichen im Alltag für WhatsApp, Face­book und das Surfen im World Wide Web in der Regel aus. Beim Video-Strea­ming werden aber große Daten­mengen über­tragen. Je nach Auflö­sung des Strea­mings kommen pro EM-Spiel durchaus mehrere Giga­byte Über­tra­gungs­volumen zustande.

Morgen startet die UEFA Euro 2020 Morgen startet die UEFA Euro 2020
Logo: UEFA, Foto/Montage: teltarif.de
Wer die UEFA Euro 2020 unter­wegs im Live-Stream verfolgen möchte und keine echte Daten-Flat­rate besitzt, sollte daher nach Möglich­keit auf WLAN-Hotspots auswei­chen und das LTE/5G-Volumen schonen. Einige Anbieter und Tarife ermög­lichen auch die Buchung von Tages-Flat­rates für den mobilen Internet-Zugang. Diese kosten in der Regel zwischen 4 und 6 Euro für 24 Stunden, garan­tieren aber, dass während des Gültig­keits­zeit­raums das regu­läre Surf-Volumen unan­getastet bleibt.

UEFA Euro 2020 per App verfolgen

Wer während der Fußball-Euro­pameis­ter­schafts­spiele unter­wegs ist und möglichst sparsam mit dem Daten­volumen umgehen möchte, dann die Partien auch per Live-Ticker verfolgen. Viele Apps bieten auch Push-Benach­rich­tigungen - etwa für Tore, Halb­zeit- und Endergeb­nisse - an. Anders als bei der Nutzung von Video-Streams fallen für Live-Ticker nur geringe Daten­mengen an.

Während das ZDF seine vor einigen Jahren ange­dachte, eigen­stän­dige Sport-App nie reali­siert hat, ist die ARD-Sport­schau mit einer Anwen­dung für mobile Endge­räte im Google Play Store und im AppStore von Apple vertreten. Auch andere TV-Sender wie Sport1 und Euro­sport haben kosten­lose Apps im Angebot. Diese Veran­stalter verfügen zwar über keine Live-Über­tra­gungs­rechte für die Fußball-Euro­pameis­ter­schaft, werden aber auf ihren Webseiten und in den Apps auch über das Fußball-Groß­ereignis des Jahres berichten.

Empfeh­lens­wert sind auch die Apps des kicker-Sport­maga­zins, von Onefoot­ball und TorAlarm. Wer Werbe­ein­blen­dungen akzep­tiert, kann diese auch kostenlos nutzen. Wichtig für TorAlarm-Nutzer: Die Fußball-EM wurde in eine eigene App "ausge­lagert", die separat auf das Smart­phone oder Tablet geladen werden muss.

Natür­lich kann die UEFA Euro 2020 auch im Radio verfolgt werden. Welche Über­tra­gungen dafür in Frage kommen, haben wir in einer eigenen Meldung zusam­men­gefasst.

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