Themenspezial Fußball Überblick

Bundesliga-Fußball: Die Video-Angebote der Vereine

Von fcb.tv über Fohlen TV bis hin zur "Flimmerkiste" von St. Pauli
Von Hagen Hellwig

Fußball und Fernsehen gehört zusammen wie Pfeffer und Salz. Wenn es keine Möglichkeiten für den Stadionbesuch gibt, ist der Fernseher für viele Fußballfans gar das einzige Tor zur Fußballwelt. Das einzige? Nein! Wer über einen Internetanschluss verfügt, kann sogar als Fußballfan heute auf die "Flimmerkiste" verzichten, denn die Bundesliga-Vereine bieten reichlich Videomaterial. Das Highlight: die Übertragung Spiele in voller Länger, allerdings nicht live, sondern immer erst nach dem Abpfiff auf Abruf im Video-on-Demand-Verfahren. Der Haken: Der Spaß kostet rund 40 Euro pro Jahr und Verein. Halb- oder vierteljährliche Abos sind entsprechend günstiger.

Einen Überblick und einen kostenlosen Einstieg in die Welt des Video-Fußballs liefert die Portalseite der Bundesliga. Hier gibt es zahlreiche kurze Videos rund um das runde Leder wie zum Beispiel Vor- und Nachberichte zu den Spielen und Interviews mit Spielern und Trainern. Sponsor ist der Pay-TV-Kanal Sky. Fürs Handy ist dieser Video-Service allerdings noch nicht vorgesehen.

Inhalte drehen sich ausschließlich um den jeweiligen Bundesliga-Verein

Fußball-Bundesliga per Video on Demand sehen Fußball-Bundesliga per Video on Demand
Bild: Vereine / Jens Meller - Fotolia.com, Montage: teltarif.de
Mehrere Bundesliga-Vereine haben für ihre Bezahl-TV-Angebote im Internet eine eigene Website geschaffen und gerieren sich dort als quasi-eigener Fernsehsender. Die Sendungen sind eben nur nicht unabhängig, wie vom herkömmlichen Fernsehen gewohnt, sondern drehen sich ausschließlich um den jeweiligen Verein. So auch beim 1. FC Nürnberg mit seinem ClubTV. Nach dem Schlusspfiff gibt es hier die Spiele des FCN in voller Länge, Zusammenfassungen, Berichte, Interviews und mehr für 35,99 Euro pro Jahr.

Bei Borussia Dortmund gibt es immerhin noch kostenlose "Videos für alle". Wer "Premium"-Content sehen möchte – und dazu zählen die Spiele in voller Länge (im Flash-Stream-Verfahren) und Spielberichte – zahlt für dieses meinBVBPremium-Angebot [Link entfernt] 39,09 Euro pro Jahr. Dafür gibt es noch eine eigene E-Mail-Adresse mit BVB-Domain. Auch sonst zeigt sich der Verein offen für neue Medienservices: Im vereinseigenen Handy-Tarif inklusive des Zugangs zum BVB-WAP-Portal zahlen die Nutzer 9 Cent pro Minute für Anrufe ins deutsche Festnetz und in die deutschen Mobilfunknetze. Im Internetradio ("Netradio") sind alle Spiele nachhörbar. Ein Chat-Angebot soll direkten Kontakt zu den Stars schaffen.

Konkurrent FC Schalke 04 bietet einige Videos kostenlos an, für die vollen Spielübertragungen auf Schalke TV sind aber, wie bei den anderen Vereinen auch, knapp 40 Euro pro Jahr fällig. Beim HSV [Link entfernt] kommt man für einen ähnlichen Service mit 35,88 Euro pro Jahr etwas günstiger weg. Außer den Spielen gibt es auch hier Vor- und Nachberichte, Highlights, Interviews und Spieler-Portraits. Der 1. FC Köln verlangt für das Fußball-Internet-Fernsehen auf Abruf immerhin 47,99 Euro pro Jahr. Lediglich für Vereinsmitglieder reduziert sich der Betrag auf 41,99 Euro.

Auf der zweiten Seite lesen Sie, welche Bundesliga-Vereine die höchsten Gebühren für die Nutzung ihrer Video-on-Demand-Angebote verlangen.

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