Themenspezial Fußball Rechtevergabe

Sportschau geht selbstsicher in Bundesliga-Vergabe

ARD-Vorsitzende Piel sieht in Web-TV keine Alternative für die Nutzer
Von Thorsten Neuhetzki mit Material von dpa

Sportschau will Bundesliga behalten Sportschau will Bundesliga behalten
Bild: Fantasista - Fotolia.com
Die ARD zeigt sich angesichts der bevorstehenden Ausschreibung der Bundesliga-Rechte offenbar entspannt. Wie das Medienmagazin DWDL berichtet, hat die ARD-Vorsitzende Monika Piel auf einer Pressekonferenz der ARD gesagt, sie sehe in Web-TV keinen Ersatz für Free-TV. Zudem wisse die Liga, was sie an der Sportschau habe.

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Im vergangenen Jahr habe die Sportschau im Schnitt 5,62 Millionen Zuschauer erreicht und damit 300 000 mehr als im vorheringen Jahr. Das sei für die Breitenwirkung der Bundesliga sehr bedeutend. Entsprechend werde die ARD weiter "im Rahmen unserer Möglichkeiten" um die Bundesliga-Rechte mitbieten. Die Diskussion um eine Erstausstrahlung im Internet-Fernsehen sieht Piel als Ausschluss von zahllosen Fußballfans. Ziel solcher Modelle sei vielmehr, Pay-TV-Modelle zu schützen. Laut DWDL kenne Piel nur wenige Männer über 50 Jahren, die Web-TV nutzen würden. Eine Vergabe an einen Web-TV-Anbieter hätte somit aus ihrer Sicht den Ausschluss einer ganzen Zielgruppe zufolge.

Hintergrund dieser Aufregung: Das Kartellamt hatte der Deutschen Fußball Liga (DFL) erlaubt, ein Modell auszuschreiben, nach dem die Rechte für die Zusammenfassungen der Spiele an einen Web-TV-Anbieter möglich wären. Die Live-Spiele gäbe es weiterhin im Pay-TV (und auch hier per Web-TV) und die ersten klassischen Free-TV-Zusammenfassungen erst am späten Abend. Ferner werden noch Rechte für IPTV vergeben. Diese nutzt bislang die Telekom und lässt dafür ein eigenes Signal produzieren.

Mit Blick auf den Start der Frauenfußball-WM in der ARD zeigten sich die Intendanten begeistert. "Es ist ein Glück, dass wir auch für die Zukunft die Rechte am Frauenfußball erwerben konnten", sagte BR-Chef Wilhelm. Die ARD werde auch weiterhin nicht nur Topsportarten ins Programm heben, sondern gerade in den dritten Programmen "in der Fläche, Tiefe und Breite am Ball bleiben". In ausführlichen Meldungen lesen Sie, wie Sie die Frauenfußball-WM im Internet und mobil auf Tablets sehen können.

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