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Fujitsu präsentiert Handy mit Dual-Touchscreen

Von Rita Deutschbein
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Im Rahmen der IT- und Telekommunikationsmesse CEATEC 2010 in Japan hat der Computer- und Elektronikkonzern Fujitsu ein Konzepthandy mit Dual-Touchscreen vorgestellt, das flexibel und modern daher kommt. Anders als bei einem klassischen Klapphandy können die beiden Displays mit einer Auflösung von jeweils 960 mal 480 Pixeln so geöffnet werden, wie Nutzer es von Büchern her kennen. Dazu werden die Screens über- oder nebeneinander gelegt, so dass sich – je nach Klapprichtung – ein längliches bzw. quadratisches Gesamtbild ergibt. Die Grundidee, Bildschirme ohne feste Position herzustellen, wurde bereits Anfang des Jahres auf dem Mobile World Congress vom schwedischen Unternehmen The Astonishing Tribe (TAT) vorgestellt. Fujitsu hat dieses Konzept nun aufgegriffen und in Zusammenarbeit mit TAT das aktuelle Dual-Touchscreen-Handy mit entsprechendem User Interface (UI) entwickelt.

Spartanischer Homescreen mit überraschenden Funktionen

fujitsu-dual-scree-touch-handy Befinden sich die Touchscreens in Mini-Notebook-Anordnung, ähnlich wie beim Toshiba Libretto W100, bietet sich die klassische Eingabemöglichkeit an, den unteren Screen für die Eingabe und den oberen für die Ausgabe zu nutzen. Möglich ist jedoch auch die Steuerung über entsprechende Apps auf jedem Display. So neu und innovativ sich auch die Hardware zeigte, so spartanisch kam die Oberfläche daher. Die Anwendung waren auf wesentliche Grundfunktionen beschränkt und wirkten im Gesamtbild auf den Displays etwas karg. Die Kollegen von engadget konnten auf der CEATEC bereits erste Eindrücke gewinnen und die Funktionen des Dual-Screen-Handys testen. Beim Scrollen durch die Kontakt- oder E-Mail-Listen kamen beide Bildschirme zum Einsatz, was im Grund ganz praktisch, wenn auch etwas langweilig war. Mehr Begeisterung fand hingegen die Bild-Funktion, mit denen Fotos aus einer auf dem unteren Bildschirm geöffneten Galerie mit einem Fingerwisch auf das obere Display, zum Beispiel in die Kontaktliste, übertragen werden konnten.

Fujitsus Handy-Sparte ist international bislang nicht aktiv, sondern beschränkt sich vielmehr auf den asiatischen Raum. Deshalb ist davon auszugehen, dass das Vorabmodell des Handys vor allem auf den japanischen Markt zielt und allenfalls dort umgesetzt wird. Ob und wann das Gerät überhaupt in Europa erhältlich sein wird, ist noch ungewiss.



<via Engadget>
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