Service-Pauschale

Verwirrung um Frischfunk

Aktionen veraltet, Berechnung der Service-Gebühren undurchsichtig: Der Anbieter Frischfunk war vor knapp einem Jahr aussichtsreich gestartet, scheint in seiner Außenwirkung jedoch an Schwung zu verlieren.
AAA
Teilen

Bereits seit dem Sommer 2015 hat der Anbieter Frischfunk zwei neue Tarife im Portfolio. Der Start 500 enthält 500 Inklusiv-Einheiten, die für innerdeutsche Gesprächsminuten oder SMS verwendet werden können. Weiterhin enthält der Tarif 250 MB ungedrosseltes Datenvolumen. Die monatliche Grundgebühr liegt bei 14,99 Euro. Mit der Surf Flat ist der erste reine mobile Internet-Tarif von Frischfunk erhältlich. Laut Fußnote auf der Anbieter-Webseite [Link entfernt] erfolgt die Drosselung bereits ab 250 MB monatlichem Verbrauch. Hierbei dürfte es sich allerdings um einen Fehler handeln. Gemäß dem Tarif-Datenblatt sind 1 GB ungedrosseltes Datenvolumen für 9,99 Euro enthalten. Alle Tarife funken im Netz von Vodafone. Screenshot Webseite von FrischfunkDie Kosten für den Kundenservice entfallen, die Fußnote führt auf inhaltliche Abwege.

Was kostet der Service?

Kunden erhalten bei Frischfunk einen persönlichen Kundenbetreuer zugeteilt, der direkt unter seiner Durchwahl und über seine eigene E-Mail-Adresse erreichbar ist. Der Service kostet während der Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten nichts, schlägt jedoch ab dem 25. Vertragsmonat mit 1,99 Euro monatlich zu Buche. Dies kann irritieren, da es in der Tarifübersicht [Link entfernt] heißt, der persönliche Kundenberater sei "bei Frischfunk immer inklusive". Anhand dieser Angabe könnten Kunden annehmen, der Service sei dauerhaft kostenlos. Auch schweigt sich die Unterseite zum Service [Link entfernt] über die Kosten aus. Die Startseite des Anbieters signalisiert durch einen "Streichpreis", dass hier unter ungenannten Umständen Kosten anfallen könnten. Die nicht dazu passende Fußnote 6 referiert jedoch eine veraltete Datenvolumen-Aktion.

Beendete Aktionen teilweise weiterhin buchbar

Weiterhin mit erhöhtem Datenvolumen buchbar sind die Tarife Top-Flat und Plus-Flat, obwohl die Aktion zum 30. August beendet wurde. Die beiden neuen Tarife wurden zwar ebenfalls mit einer befristeten Aktion eingeführt. Für die Surf-Flat wurde diese jedoch entfernt und für den Tarif Start 500 in eine unbefristet gültige Aktion umgewandelt: In den ersten drei Monaten soll eine Gutschrift in Höhe der regulären Grundgebühr erfolgen. Alternativ können Neukunden ein Einsteiger-Smartphone für 1 Euro erwerben. Die bereits bekannten Anmelde- und Grundgebühr-Aktionen wurden immer wieder verlängert. Offenbar handelt es sich, wie so häufig im Mobilfunk-Markt, um eine künstliche Befristung. Denn veraltete Angaben zu Tarifaktionen finden sich nicht selten auf Anbieter-Webseiten. Im Falle von Frischfunk passt dies jedoch nicht recht zum serviceorientierten Image.

Frischfunk war genau am 11. November des letzten Jahres um 11.11 Uhr gestartet. Nach anfänglichen Unklarheiten bei Roaming-Optionen und den Kosten der Mailboxabfrage fing sich der Anbieter und baute sein Angebot weiter aus. In einem Interview zeigte sich das Unternehmen zufrieden mit seiner Entwicklung. Seit Juni können Frischfunk-Neukunden auch ihre Rufnummer mitnehmen.

Teilen