Gestartet

Neuer Provider Frischfunk: Handys für 1 Euro und doch keine Roaming-Option

Der neue Provider Frischfunk im Vodafone-Netz ist heute gestartet und es gibt weitere Details zum Angebot, das durch besonderen Service überzeugen will. Zu den beiden Vertragstarifen können Kunden ein Handy für 1 Euro bekommen - und die Roaming-Option wurde gestrichen.
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Wie bereits vorab berichtet ist heute der neue Mobilfunk-Provider Frischfunk gestartet, der seine Dienste im Vodafone-Netz anbietet und sich an Kunden richtet, die nicht unbedingt günstige Preise, aber einen persönlichen Service möchten: Jeder Frischfunk-Kunde soll einen persönlichen Kundenberater zugeteilt bekommen. Dazu will der Provider die Telefon-Durchwahl und die E-Mail-Adresse des Beraters an den Kunden weitergeben.

Nachdem das Angebot nun online ist, steht fest, welche Handys die Kunden zum Vertrag erhalten können. In unserer ersten Meldung haben wir die beiden Vertragstarife Top Flat für 19,99 Euro Grundgebühr und Start 250 für 9,99 Euro vorgestellt. Momentan bietet Frischfunk zu diesen beiden Tarifen lediglich Handys und Smartphones an, die jeweils 1 Euro Zuzahlung kosten.

Auswahl: Einsteiger-Smartphones und einfache Handys ohne Internet

Weitere Details zum neuen Provider FrischfunkWeitere Details zum neuen Provider Frischfunk Bei dieser Preisgestaltung ist es natürlich abzusehen, dass der Kunde zum Vertrag nicht die allerneuesten Smartphone-Spitzenmodelle erhält. Zum Tarif Start 250 kann der Kunde allerdings nur ein einziges Smartphone-Einsteiger-Modell erhalten, und zwar das Samsung Galaxy Young metallic-blau, das schon seit Frühjahr 2013 erhältlich ist und im Handel sonst regulär 70 Euro kostet. Ansonsten kann der Kunde zu diesem Tarif nur die Einfach-Handys Samsung E1200 und Emporia Eco für 1 Euro erwerben. Mit diesen beiden Geräten kann der Anwender die 250 MB Highspeed-Volumen allerdings nicht nutzen, da diese Telefone gar kein mobiles Internet unterstützen.

Zum Tarif Top Flat bietet Frischfunk ausschließlich Smartphones an, die aber ebenfalls im Einsteiger-Segment angesiedelt sind. Bestellt werden können das Sony Xperia E1 in Schwarz oder Weiß, das momentan rund 90 Euro im Handel kostet und immerhin aus dem Modelljahr 2014 stammt. Das Samsung Galaxy S3 Mini VE wird - ebenso wie das Wiko Bloom - für 120 Euro im freien Handel abverkauft.

Alle Mobilfunkgeräte sollen innerhalb von drei Werktagen lieferbar sein. Der Frischfunk-Kunde hat momentan noch keine Möglichkeit, ein höherwertigeres Handy zum subventionierten Preis mit einer höheren Zuzahlung zu erhalten.

Start 250: Weiterhin Unklarheit über Kosten für Mailboxabfrage

Eine Frischfunk-Sprecherin hatte uns vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass beim Tarif Start 250 - genauso wie bei der Top Flat - die Abfrage der eigenen Mailbox kostenfrei sein würde. Auf der heute online gestellten Preisliste ist davon allerdings nichts zu sehen: Hier ist nach wie vor zu lesen, dass Gespräche zur Mailbox mit 9 Cent Minutenpreis berechnet werden. Dahinter fehlt sogar die Angabe, dass dieser Preis (wie bei regulären Telefonminuten) erst ab der 251. Einheit fällig wird. Kunden des Start 250 müssen also damit rechnen, dass grundsätzlich jede Abfrage der Mailbox kostenpflichtig ist, auch wenn das Freikontingent von 250 Minuten bzw. SMS noch gar nicht verbraucht ist.

Für Service und Bestellung betreibt Frischfunk übrigens zwei Telefonnummern. Die von uns bereits genannte Gratis-Hotline 0800-22222299 gilt lediglich für Bestellungen. Die Service-Hotline für Kunden ist unter der Festnetz-Nummer 040-18048861100 erreichbar. Beide Hotlines sind von Montag bis Freitag von 8:00 bis 20:00 Uhr besetzt, die Bestell-Hotline zusätzlich auch am Samstag von 10:00 bis 16:00 Uhr. Wer als Kunde des Start 250 also mit dem Handy die Festnetz-Nummer beziehungsweise die Durchwahl seines Betreuers anruft, verbraucht damit Einheiten von seinem Minutenkontingent.

EU-Daten-Roaming-Option wohl doch nicht verfügbar

In den uns vorab zur Verfügung gestellten Preislisten befand sich eine EU-Daten-Roaming-Option mit 100 MB Datenvolumen für 4,99 Euro, die maximal sieben Tage im EU-Ausland nutzbar sein sollte. Auf Anfrage konnte uns Frischfunk allerdings bis zum Start des Providers nicht sagen, was nach dem Verbrauch des Datenvolumens oder nach Ablauf der vorgegebenen 7-Tages-Frist passieren sollte.

Es war also nicht klar, ob dem Kunden vielleicht automatisch wieder der reguläre Megabyte-Preis für das EU-Roaming berechnet wird. In der heute veröffentlichten Roaming-Preisliste ist diese Option verschwunden. Auch für Telefonie und SMS im (EU-)Ausland gibt es keine Paket-Tarife, der Kunde kann das Roaming nach der Freischaltung durch den Kundenservice also gegenwärtig nur mit Minutenabrechnung nutzen.

Bis zum Jahresende will Frischfunk das Produktportfolio im Übrigen noch um weitere Tarife erweitern. Ob der Provider allerdings noch in diesem Jahr die Mitnahme bzw. das Mitbringen der eigenen Rufnummer (Portierung) anbieten wird, steht noch nicht fest.

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