Frei Sprechen
01.06.2012 13:49

Kostenfalle Roaming in der Schweiz

Handy loggt sich unbemerkt ein
teltarif.de Leser stanserl schreibt:
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Am 18. Mai 2012 flog ich in die Schweiz um meine Schwester in Zürich zu besuchen. Natürlich hatte ich mein Handy (Smartphone von Sony Ericsson "Xperia" / Vetrag: Flat 4 You /GP Okt 2011 von Vodafone) dabei. Ich habe es für wenige Anrufe und einige Sms gebraucht. Was ich jedoch nicht wusste war, dass sich das Internet selbstständig eingeloggt hat um Updates zu installieren.

Heute haben wir den 31. Mai 2012 und ich bekomme eine Sms von meinem Handyvertragsanbieter Debitel zugesendet. Darin steht folgendes: "mobilcom-debitel Info: Ihre Mobilfunkkarte wird wegen ungewöhnlich hohen Verbindungskosten für abgehende Verbindungen gesperrt. Bitte kontaktieren Sie uns unter 01805-022240". Natürlich habe ich umgehend unter dieser Nummer Debitel kontaktiert. Zur Auskunft gab man mir, dass sich die Telefonrechnung aufgrund der Roaming-Aktivität auf über 1000 Euro beläuft. Ich war schockiert. Ich finde es unverständlich, dass man mich von der Telefongesellschaft nicht schon früher bei so einem Betrag auf die unbewusst entstandenen Kosten aufmerksam gemacht hat. Es ist ja vergleichbar damit, dass einem mal eben 1000 Euro ohne eingängige Zustimmung vom Konto abgebucht werden. Das ist doch nicht verhältnismässig. Die Begründung ist, dass man nur in EU-Ländern bei einem Betrag der Roaming-Kosten von 50 Euro gewarnt wird. Ich frage mich dann nur, dass ich trotz allem bei 1000 Euro gewarnt wurde, wenn man ja offensichtlich im Nicht-EU-Ausland nicht darauf hingewiesen wird.

Ich bin Studentin und für mich liegen 1000 Euro mal eben so nicht drin. Das sind 3 Monatsmieten. Ich weiss nicht was ich tun soll. Ich wäre ihnen sehr dankbar, wenn sie mir in dieser Angelegenheit weiter helfen könnten.

Natürlich habe ich mich auch im Internet etwas schlau gemacht. Es scheint so als wäre das Recht auf meiner Seite: https://www.teltarif.de/daten-roaming-3000-...

Bitte helfen Sie mir!

Kommentare zum Thema (3)
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Typisch Debitel
Seufz antwortet
04.06.2012 17:08
Warte mal ab - die probieren es immer wieder. Lass dich nicht zu schnell auf Vergleichsangebote ein! Ich würde die Rechnung, so bald diese schriftlich vorliegt, ohne inhaltlich darauf einzugehen nachweisbar reklamieren und a)Nachweis der Verbindungen nach Zeit und Volumen fordern und b)auf die Unrechtmäßigkeit der Rechnungshöhe mit Verweis auf die bekannten Urteile hinweisen.

Jedes Angebot von Debitel >200€ ist vermutlich Wucher (Datenvolumen?).
Andererseits ist es ein gewisses Mitverschulden von dir und in deinem Handy würde ich Datenroaming deaktivieren! Kann eigentlich jedes Smartphone. Der Ärger und die verbleibende 3-stellige Summe sind dann Lehrgeld. Notfalls vielleicht ein Fall für ein Rechtsforum wie 123Recht.
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Recht auf wessen Seite...?!
mersawi antwortet
04.06.2012 17:27
Geht man von dem Artikel aus könnte man mit ja und nein antworten.
Im genannten Artilel befand sich der Probant in der EU.
Die Schweiz liegt nicht in der EU.
Das dürfte auch MD (Mobilcom-Debitel) wissen.
Die werden bestimmt klagen.
Könnte ich auch verstehen.
Ich bin bestimmt kein MD Fan , aber man sollte schon wissen das ein Andoid Handy oder ähnliches Updates zieht (auch im Ausland).
Es könnte auf einen Vergleich am Ende hinauslaufen ,indem das Gericht MD zwingt die tatsächllichen Kosten ( welche durchs Poaming MD entstanden sind) offen zu legen.
Nur leider weiß ich nicht was sich die deutschen und schweizer Netzbetreiber in Rechnung stellen.
Hast Du ne Rechtschutzversicherung ?
Falls ja und Du bekommst ne Deckungszusage dann sieht es schon mal nicht ganz so mies aus.
Melde Dich mal wie s ausgegangen ist. Viel Glück
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Roamingkosten in der Schweiz
Robophone antwortet auf mersawi
14.06.2012 16:43
Liebe Studentin. Ich kann deinen Ärger und Frust verstehen.

Vielleicht kann dir ein Anwalt helfen, wenn du Rechtsversicherung hast. Der kann wenigstens verhandeln und der Betrag von 1000 Euro auf 300 (immerhin 70 % erlass!) runterverhandeln. Drücke dir den Daumen!


Was kann ich dazu sagen?- Es ist dein Lernpreis den du bezahlt hast für deine Unerfahrenheit.

Wenn du in die Schweiz oft fährst, dann solltest du

1. Das Handy in den manuellen Empfangsmodus umstellen. Statt automatischer Empfang solltest du noch in Deutschland vor der Einreise auf manuellen Empfang umstellen.

Warum ist es vorteilhaft?

Weil in der Schweiz dein Handy angefragt wird, welchen Netzanbieter du nutzen möchtest. Du wählst dann den deutschen Netzbetreiber bzw. einen schweizerischen, welcher ein Roamingpartner von deinem Anbieter ist. Dann kriegst du eine gesunde Rechnung nach einem monatnach Hause geliefert und bist zufrieden.


2. Du kaufst dir eine schweizerische Prepaidkarte vor Ort. Da deutschsprachiges Land mit schweizerischen dialekt sollten keine Verständnisprobleme auftreten.

Vorteil ist, dass du nur 4 bis 7 Cent nach Deutschland (Festnetz) und 15 bis 30 Cent (Mobilfunknetz) zahlen würdest.

Eingehende Telefonate aus Deutschland werden kostenlos, was auch vorteilhaft wird.

Auf jeden Fall kannst du höchtstens auf Reduzierung der Kosten hoffen, wenn dein Anwalt geschickt vorgehen wird.

Suche dir einen Fachanwalt in Vetragsrecht.

Alles Gute!
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