Frei Sprechen
14.04.2008 13:48

Flatrate: Rauswurf wenn´s nicht lohnt...

Wenn der Kunde seine Flat übermäßig nutzt fliegt er raus.
teltarif.de Leser klaussc schreibt:
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Es kann doch nicht sein, dass die Telefongesellschaften mit Flats (und unbegrenztem Telefonieren) werben und anschließend Kunden, die diese nutzen (wie beworben) hinauswerfen, um dann mehr an den Kunden zu verdienen, die weniger telefonieren.

Wenn ein Anbieter (wie z.B. Arcor) mit einer Flat in 25 Länder für 3,95Eur/mtl. wirbt, lässt sich recht leicht überschlagen, dass bei unbegrenztem Telefonieren, der Anbieter, je nach Kundenbedürfnis, draufzahlt. Das wissen natürlich auch die Anbieter schon bevor die Tarife herauskommen.

Anstatt noch einmal nachzudenken, und Obergrenzen für die Flats (die keine sind) einzubauen, also einen Volumentarif anzubieten, sortieren sie einfach die Kunden aus, die sie für unwirtschaftlich halten.

Die Begründungen für die Kündigungen sind dann (passend zum gesamten Vorgang) nicht nachvollziehbar. Arcor moniert gewerbliche Nutzung ohne irgendeinen Nachweis zu führen und die betroffenen Kunden können sich kaum dagegen wehren, da der Anbieter entscheidet mit wem er welchen Vertrag schließt.

Anmerken möchte ich dazu noch, dass Arcor gewerblichen Kunden nahezu die gleichen Tarifpakete anbietet wie den privaten und diese dann den Anschluss natürlich auch gewerblich nutzen.

Die freie Wahl des Kunden (die sich der Anbieter herausnimmt) darf doch nicht dahin führen, dass überall Flats beworben werden, aber die Anbieter die Kunden ablehnen, die irgendwelche imaginären Grenzen überschreiten.

Der nächste Schritt ist dann ein Kundenscoring (mit geheimen Parametern) mit dem sich Telefonanbieter telefonierende Kunden vom Hals halten. Natürlich zentral, so dass alle Anbieter darauf zugreifen können. Und die schwarzen (telefonierenden) Schafe bekommen dann eben keinen Vertrag mehr - nirgendwo!

Wenn ein Anbieter keine Flat anbieten will oder kann, soll er die Grenzen offen legen, einen Volumentarif anbieten und die Kunden wissen dann wenigstens woran sie sind.

Gruß Klaus

Kommentare zum Thema (14)
14.04.2008 14:03
kurzy antwortet
www.deppenapostroph.de

14.04.2008 15:02
Kai Petzke antwortet auf kurzy
HIER nicht
Benutzer kurzy schrieb:
> www.deppenapostroph.de

"Wenn's" ist eine Zusammensetzung aus zwei Wörtern: "Wenn" und "es". Dort darf man weiterhin einen Apostroph setzen, siehe: http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,283781,00.html

Von daher ist der zitierte Link als Antwort auf den Leserbeitrag schon etwas unangemessen.


Kai

14.04.2008 16:05
klaussc antwortet auf kurzy
Benutzer kurzy schrieb:
> www.deppenapostroph.de

Hast Du die Seite überhaupt gelesen?

Wie wär's denn mal mit einem sachlichen Beitrag zum Thema?

Gruß
Klaus

14.04.2008 16:38
1960herbert antwortet
Klare Regelung wäre gut!
Hallo,

Erst mit "unbegrenzt telefonieren" werben und dann den Kunden, der das tatsächlich nutzt, kündigen, ist ein Unding.
Eine gute Kundenbindung sieht für mich anders aus.
Eine klare Regelung über die max. enthaltenen Minuten in der Auslands-Flat wäre sicherlich für beide Seiten von Vorteil.
Es ist schon ein starkes Stück, einfach gewerbliche Nutzung zu unterstellen, ohne einen Beweis dafür zu haben.
Arcor kann anhand der Nummern, die der Kunde im Ausland angerufen hat, leicht überprüfen, ob dies Privatanschlüsse sind. Man braucht z. B. nur mal dort anzurufen, Sprachkenntnisse vorausgesetzt.

Herbert.

15.04.2008 08:22
klaussc antwortet auf 1960herbert
...nicht nur Arcor
Es geht ja nicht "nur" um Arcor, andere Firmen handeln ähnlich.

Gerade aufgefallen sind auch "Base" und "Congster".

Wie soll man es nennen, wenn Firmen von vornherein wissen, dass bestimmte Verhaltensmuster nicht tragbar sind und gekündigt werden müssen um das Angebot zu halten, dies aber vorsätzlich nicht kommunizieren?

Das Problem wäre schon gelöst, wenn die "Schwellen" offen gelegt werden und aus der Flat z.B. eine Fair-Flat würde.

Gruß
Klaus

15.04.2008 10:19
msc64 antwortet
Flatrate - Rauswurf
Auch ich hatte eine Flatrate bei Congstar. Seit dem 06.01.2008 war ich Kunde. Vor 2 Tagen bekam ich dann per Post einen netten Brief, daß das Vertragsverhältnis fristgerecht zum 30.04.2008 gekündigt wird. OHNE ANGABE von Gründen. Als ich dann die Hotline von Congstar anrief, war eine zuerst freundliche Dame am Telefon. Auf Nachfrage, warum mir denn gekündigt wurde, bekamn ich eine sehr flapse Antwort, in einem sehr bösen Ton: "Wir haben ihnen gekündigt, das ist unser Recht laut den AGB´s! Den Grund darf und will ich ihnen nicht nennen!". Also kann ich hier nur die Vermutung anstellen, daß ich die Flatrate für die Verhältnisse von Consgtar ein wenig zu intensiv genutzt habe. Ich hatte eine SMS-FLAT ins Congstar-Netz und habe hier monatlich ca. 600 SMS geschrieben. Außerdem hatte ich die Consgstar Sprech-Flat, wo ich monatlich ca. 100 - 150 Minuten telefonierte. Außerdem nutze ich den Vertrag aber auch für Gespräche und SMS in andere Netze. Die Flatrate-Gebühren betrugen 4,99 für die Sprech-Flat und 4,99 für die SMS-Flat. Also 9,98 pro Monat. Inklusive der anderen Gespräche und SMS "verdiente" Congstar ca. 25 Euro an mir, pro Monat. Da man für die Einrichtung 19,95 Euro pro Karte bezahlt, ist es natürlich ärgerlich, wenn man, ohne Angabe von Gründen, die Vertragskündigung bekommt. Natürlich sollte jedes Unternehmen damit rechnen, daß es Kunden gibt, die eine Flatrate auch ausnutzen. Flatrate ist Flatrate - OHNE irgend eine Begrenzung - daher der Name! Aber wenn´s dem Unternehmen dann zu viel wird, wird eben einfach mal, ohne Angabe von Gründen, gekündigt. Der Kunde steht dumm da und kann erneut seine Bekannten etc. anschreiben, um die neue Telefonnummer mitzuzteilen. Ich kann nur hoffen, das die Verbraucherschützer und Medien (die ich über diesen Vorfall informiert habe) sich dieser Veräppelung des Kunden annehmen! Ein ähnliches Verhalten einer Firma, die eine Internetflatrate per Telefon angeboten hatte, hatten wir bereits vor einigen Jahren schon einmal.
Außerdem ist genau dieses Thema momentan "Topic" bei den Fernsehsendern! Macht den schwarzen Schafen den Garaus!!!

15.04.2008 13:49
1960herbert antwortet auf msc64
19,90€ Einrichtungsgebühr zurück???
Benutzer msc64 schrieb:
> Auch ich hatte eine Flatrate bei Congstar. Seit dem 06.01.2008
>
war ich Kunde. Vor 2 Tagen bekam ich dann per Post einen netten
>
Brief, daß das Vertragsverhältnis fristgerecht zum 30.04.2008
>
gekündigt wird. OHNE ANGABE von Gründen. Als ich dann die
>
Hotline von Congstar anrief, war eine zuerst freundliche Dame
>
am Telefon. Auf Nachfrage, warum mir denn gekündigt wurde,
>
bekamn ich eine sehr flapse Antwort, in einem sehr bösen Ton:
>
"Wir haben ihnen gekündigt, das ist unser Recht laut den
>
AGB´s! Den Grund darf und will ich ihnen nicht nennen!".
>
Also kann ich hier nur die Vermutung anstellen, daß ich die
>
Flatrate für die Verhältnisse von Consgtar ein wenig zu
>
intensiv genutzt habe. Ich hatte eine SMS-FLAT ins
>
Congstar-Netz und habe hier monatlich ca. 600 SMS geschrieben.
>
Außerdem hatte ich die Consgstar Sprech-Flat, wo ich monatlich
>
ca. 100 - 150 Minuten telefonierte. Außerdem nutze ich den
>
Vertrag aber auch für Gespräche und SMS in andere Netze. Die
>
Flatrate-Gebühren betrugen 4,99 für die Sprech-Flat und 4,99
>
für die SMS-Flat. Also 9,98 pro Monat. Inklusive der anderen
>
Gespräche und SMS "verdiente" Congstar ca. 25 Euro an
>
mir, pro Monat. Da man für die Einrichtung 19,95 Euro pro Karte
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bezahlt, ist es natürlich ärgerlich, wenn man, ohne Angabe von
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Gründen, die Vertragskündigung bekommt. Natürlich sollte jedes
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Unternehmen damit rechnen, daß es Kunden gibt, die eine
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Flatrate auch ausnutzen. Flatrate ist Flatrate - OHNE irgend
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eine Begrenzung - daher der Name! Aber wenn´s dem Unternehmen
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dann zu viel wird, wird eben einfach mal, ohne Angabe von
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Gründen, gekündigt. Der Kunde steht dumm da und kann erneut
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seine Bekannten etc. anschreiben, um die neue Telefonnummer
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mitzuzteilen. Ich kann nur hoffen, das die Verbraucherschützer
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und Medien (die ich über diesen Vorfall informiert habe) sich
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dieser Veräppelung des Kunden annehmen! Ein ähnliches Verhalten
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einer Firma, die eine Internetflatrate per Telefon angeboten
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hatte, hatten wir bereits vor einigen Jahren schon einmal.
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Außerdem ist genau dieses Thema momentan "Topic" bei
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den Fernsehsendern! Macht den schwarzen Schafen den Garaus!!!

Hallo,

wenn congstar schon nach ca. 3 Monaten dem Kunden kündigt, sollte wenigstens die Einrichtungsgebühr erstattet werden. Bei einem neuen Anbieter muß meist wieder eine Einrichtungsgebühr bezahlt werden. Es gibt aber auch Prepaidkarten mit ca. 9 Cent/Min. in alle Netze, ohne Einrichtungsgebühr, aber meist auch ohne Flat.
Ich habe mir vor kurzem eine congstar SIM-Karte (Vertrag, Sprechtarif) bestellt und nur wegen einer Online-Werbeaktion keine Einrichtungsgebühr bezahlt und 20,-€ Guthaben bekommen. Erst wenn das abtelefoniert ist, wird vom Konto monatlich abgebucht. Noch habe ich keine Flat dazu bestellt. Aufgrund der Berichte hier im Forum werde ich das auch vorerst lassen. Ich überlege mir auch, ob ich die Karte nach dem Aufbrauchen der 20,-€ überhaupt weiter nutze, denn es gibt günstigere Angebote als 19 Cent/Min. in alle Netze.
Bei Prepaidkartern geht das bereits ab 9 Cent/Min. in alle Netze, auch bei congstar. Das ist günstiger, als vom Festnetz zum Handy. Als Arcor Festnetzkunde zahle ich 19-22 Cent/Min. je nach Netz und kann kein Call-by-call nutzen.
Entstehen dem Anbieter auch Kosten, wenn ich meine SIM-Karte überhaupt nicht nutze? Bei congstar zahlt man auch bei Vertrag keine Grundgebühr und keine Mindestnutzung.

Herbert.

15.04.2008 23:14
msc64 antwortet auf 1960herbert
RTL NEWS
Vielen Dank an die Pressesprecherin, die mir das Interview mit RTL ermöglicht hat. Es hat alles bestens geklappt, auch wenn der Beitrag leider etwas kurz war (14.05.2008, RTL NEWS um 18:45 Uhr, RTL II News um 20:00 Uhr).
Gegen diese miesen machenschaften der "Flatrate"-Anbieter MUSS vorgegangen werden! Es kann nicht hingenommen werden, daß Kunden mit dem Wort "Flatrate" geködert werden, die Einrichtungsgebühr zahlen (welche nicht gerade billig ist!), um dann nach ein paar Wochen OHNE GRUND gekündigt zu werden! Congstar, Billigmarke der Telekom. Bisher hatte ich wirklich angenommen, die Telekom sei seriös. Leider wurde ich vom Gegenteil überzeugt! Je mehr Leute, je mehr Geschädigte im Netz über diese üblen Machenschaften berichten, je besser für "uns Kunden".
Nochmals vielen, vielen Dank an TELTARIF, speziell an die Pressesprecherin!

Mit freundlichen Grüßen an alle hier,
Markus

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