Frei Sprechen
01.04.2008 15:15

Aprilscherz: Mindestvertragslaufzeit für Festnetz und Internet neu geregelt

Kunden künftig nicht länger als ein halbes Jahr gebunden
teltarif.de Leser harry83 schreibt:
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Seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes sind immer mehr Anbieter auf den Markt gedrängt. Das führte zu sinkenden Preisen, neuen Diensten und Technologien sowie einer rasant steigenden Anzahl von Angeboten in den Bereichen Festnetz, Internet und Mobilfunk. Und die Entwicklungen sind längst nicht abgeschlossen. Die Preise sinken weiter, die Bandbreiten werden größer und die Nutzungsmöglichkeiten vielfältiger. Doch viele Kunden können nicht vom bewegten Markt und der großen Anzahl an Angeboten profitieren, weil sie oft für 24 Monate an ihren Anbieter gebunden sind. Die langen Mindestvertragslaufzeiten machen den spontanen Wechsel zu einem günstigeren Konkurrenten häufig unmöglich und wer Pech hat und die rechtzeitige Kündigung verpasst, steckt nicht selten ein weiteres Jahr fest. Hinzu kommen ein häufig schlechter Kunden-Service, Wechselprobleme oder die Tatsache, dass attraktive neue Tarife des eigenen Anbieters nicht für Bestandskunden nutzbar sind. Das führt dazu, dass wir als Kunden häufig das Nachsehen haben.

Um diese insgesamt schlechte Position der Kunden zu verbessern, soll es nun, wie ich gehört habe, eine neue gesetzliche Regelung geben, die allen Anbietern von Festnetz- und Internetanschlüssen eine maximale Mindestlaufzeit von 6 Monaten vorgibt. Das neue, speziell auf Verbraucherverträge im Bereich Telekommunikation ausgerichtete Gesetz wurde nach bereits seit einem Jahr im Hintergrund geführten Diskussionen verabschiedet und ist zu großen Teilen dem Drängen der Bundesnetzagentur zu verdanken. Neben höherer Flexibilität für den Kunden soll durch die neue Regelung auch die Kundenfreundlichkeit und der Service in den Unternehmen gefördert werden, da diese sich verstärkt bemühen müssen, ihre Kunden zu halten. Profitieren sollen dabei nicht nur diejenigen, die ihren Vertrag nach in Kraft treten des neuen Gesetzes abschließen, sondern alle, die zu diesem Zeitpunkt noch an eine Laufzeit von mehr als einem halben Jahr gebunden sind. Letztere sollten von ihrem Anbieter eine schriftliche Information erhalten, dass sich die Laufzeit ihres Vertrages verkürzt hat.

einmal geändert am 02.04.2008 09:20
Kommentare zum Thema (1)
01.04.2008 16:14
soraya-blue antwortet
Wenn ich es auch nicht schlecht finden würde eine kürzere Laufzeit zu haben, glaube ich nicht, dass man das durchsetzt. Für die Unternehmen wäre es ein sehr großes Verlustgeschäft. Mich wundert selbst schon immer wie Alice das schafft, denn im Durchschnitt machen die TK-Unternehmen erst Gewinn bei einem DSL-Vertrag ab dem 18. Monat. Jedenfalls kenne ich das so von meinem Arbeitgeber.

Ich meine auch man versuchte dieses Gesetz nur bei der Telekom durchzusetzen und nicht für alle TK-Unternehmen... aber dabei kann ich mich auch irren.

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