Frei Sprechen
17.03.2008 07:27

Warum eigentlich noch Klassische Mobilfunkverträge

Hallo. Mich würde mal interessieren, warum eigentlich noch Klassische Mobilfunk.
teltarif.de Leser Lumic26 schreibt:
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Hallo. Mich würde mal interessieren, warum eigentlich noch Klassische Mobilfunkverträge mit 24 Monaten Laufzeit angeboten werden. Derzeitig werden ja die Discounterverträge überall angeboten, die meiner Meinung nach viel kundenfreundlicher udn günstiger sind. Wenn man keinen Bock mehr hat, dann schmeißt man die Sim weg und geht zum nächsten. Und ein subventioniertes Handy ist doch eigentlich nur eine art der Erpressung seitens des Anbieters, wenn Kundne bei Problemen wechseln wollen. Also, warum werden derzeitg noch solche Verträge angeboten?
Kommentare zum Thema (7)
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Kontinuität
myselfme antwortet
17.03.2008 09:05
Um es Vorweg zu nehmen, alles was ich hier jetzt schreibe gilt nicht oder nicht zwangsläufig für mich. Aber wer nutzt / braucht denn nun Laufzeitverträge ?
Geschäftsleute (und Privatpersonen) die Wert auf eine bleibende Rufnummer legen. Menschen, denen eine Rechnung und ein EVN wichtig sind (> Steuer) Geltungssüchtige und Freaks, die immer die neueste Technik für sich beanspruchen und eben keine 1000 € auf Schlag investieren wollen Bequeme und Nach-Rechner, die sich lieber um ihr / mehr Einkommen kümmern als um das Sparen um jeden Preis Menschen mit guter Bonität, die ihr Telefon gerne nutzen ohne sich um Guthaben oder sonstiges kümmern zu müssen Arbeitnehmer die in den Rahmenvertrag ihres AG einsteigen (wollen). Prolls, die nicht Preis und Leistung vergleichen sondern lieber mit "Gratis"-Zugaben (Roller und Laptops etc) angeben.

Na ja und viele Andere vielleicht. Für mich gilt, ich will SMS schreiben können und auch mal telefonieren. Verbrauch maximal 10 € im Monat. Habe deswegen seit 1998 die gleiche D2-Nummer mit der gleichen Karte. Und bisher erst mein zweites Handy (für 70 € gekauft, ohne Cam oder Schnickschnack). Mir reicht´s dicke. Plane allerdings ggf eine Selbständigkeit und vielleicht sieht es dann ganz anders aus...
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Komfort und Erreichbarkeit
ger1294 antwortet
17.03.2008 10:22
Hallo,

ich gebe dir Recht, daß Verträge mit Handy vollkommen überholt sind, da der monatliche Differenzbetrag zu Verträgen ohne Handy so hoch ist (zwischen 7,50 und 10 Euro), dass man für die gleichen Handys, die der Betreiber for 0 € dazugibt auf dem freien Markt nur einen Bruchteil des Preises, den man sonst über 2 Jahre zahlt, ausgeben muss.

Verträge ohne Handy, die sich immer mehr durchsetzen, machen aber schon Sinn. Zum einen entfällt das lästige Aufladen, das gerade bei Discountern oft nur in ebstimmten Läden oder im Internet möglich ist, zum andern bekommt man eine vernünftige Rechnung mit Einzelverbindungsnachweis, die es bei Prepaid nicht gibt. Bei Prepaid ist man letztlich immer von der Seriosität des Netzbetreibers abhängig, da man keinen Überblick über die belasteten Gespräche hat.

Hinzu kommt, dass nicht jeder Mensch alle 2 Monate eine neue Rufnummer haben will, sondern auch langfristig dieselbe Nummer nutzen möchte, was mit den meisten Discount-SIM's nicht geht, oder nur gegen hohe Gebühren.
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Laufzeitverträge
Kai Petzke antwortet
17.03.2008 10:24

einmal geändert am 17.03.2008 10:26
Benutzer Lumic26 schrieb:
Hallo. Mich würde mal interessieren, warum eigentlich noch Klassische Mobilfunkverträge mit 24 Monaten Laufzeit angeboten werden.

Laufzeitverträge werden weiterhin angeboten, weil die Kunden sie auch weiterhin abschließen. Und für die Mobilfunkanbieter ist es auf jeden Fall attraktiv, einen Kunden 24 Monate vertraglich bei der Stange halten zu können.

Auch für die Kunden gibt es in bestimmten Konstellationen Vorteile. Beispielsweise werden Fremdnetzflatrates derzeit noch überwiegend an einen Laufzeitvertrag gekoppelt (Ausnahme: Congstar). Ebenso gibt es bei Verträgen oft tariflich das bessere Gesamtpaket über alle Verbindungen hinweg. Wer nicht nur zu bestimmten Nummern telefoniert, sondern regelmäßig auch Sondernummern, Roaming, insbesondere auch außerhalb der EU, und Auslandstelefonate auf der Rechnung hat, dürfte mit vielen Vertragsmodellen weniger bezahlen als mit den meisten Prepaid-Discountern. Ebenso ist der Service bei Verträgen zumeist besser auf geschäftliche Nutzer optimiert: Automatischer Versand der monatlichen Rechnung inklusive EVN, schnelle Bereitstellung von Ersatz-SIMs bei Defekt oder Verlust etc. pp.
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FiddleKnows antwortet
17.03.2008 13:35
Mit den subventionierten Handys ist es doch wie mit anderen Leasing-Käufen. Jeder weiß, dass es unterm Strich teurer wird, und trotzdem ist es üblich, weil viele halt nicht den Betrag auf einen Schlag zahlen wollen oder können und weil man sich um die Ratenzahlung dann nicht groß einen Kopf machen muss. Mir geht es auch so. Ich hab keine Lust, 250 Euro für ein Handy auszugeben, aber die Grundgebühr über zwei Jahre tut mir nicht weh. Ich finde das sehr praktisch und bequem.
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einfach mal durchrechnen
Gustav Gnöttgen antwortet
17.03.2008 13:38
Ich nutze die Vodafone Superflat mit Fremdnetz-Option60.

Grundgebühr: 50 EUR (mit neuem Handy)

In einem normalen Monat habe ich mind. 10 h reine Gesprächszeit.

10 h = 600 min x 0,10 EUR/min (bei BILDmobil) ergibt mind. 60 EUR. Bei Fonic 600 min x 0,09 EUR/min 54 EUR. Also immer noch teurer!

Ich fahre also günstiger, als bei einem Discount-Angebot. Außerdem ist das Telefon incl., was es beim Discounter nicht ist. Darüber hinaus habe ich eine Festnetznummer, worüber sich mein Anrufer freuen und habe kein Festnetzanschluss mehr.

Internet läuft über entbündeltes DSL.

Also ich würde mich finanziell verschlechtern, daher finde ich die Vertragskonditionen schon in Ordnung! Ob es zwei Jahre sein müssen, ist eine andere Frage...

Gruß!

Gustav
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zweitervonhinten antwortet auf myselfme
24.03.2008 16:26
EVN und bleibende Nummern bieten ja inzwischen fast alle Discounter an. Du kannst dann also beruhigt in die Selbständigkeit starten. Ich selber nutze auch einen Discounter (blau.de). Ich denke, viele Leute kennen gar nicht den Komfort (autom. Aufladen, Rechnungen, EVN) der Discounter.

Ich zahle lieber 300 Euro für mein Smartphone, verzichte auf monatliche Grundgebühr in Verbindung mit schlechten Tarifen und freue mich über die schnelle Tarifanpassung - siehe blau.de

...schön doof, wer 400 Euro für eine Eifon zahlt und dann noch in miese Verträge gezwungen wird - so ein Dreck.


Na ja und viele Andere vielleicht. Für mich gilt, ich will SMS schreiben können und auch mal telefonieren. Verbrauch maximal 10 € im Monat. Habe deswegen seit 1998 die gleiche D2-Nummer mit der gleichen Karte. Und bisher erst mein zweites Handy (für 70 € gekauft, ohne Cam oder Schnickschnack). Mir reicht´s dicke. Plane allerdings ggf eine Selbständigkeit und vielleicht
sieht es dann ganz anders aus...
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Warum? Darum?
Jochen_O2 antwortet
26.03.2008 12:44
Benutzer Lumic26 schrieb:
Hallo. Mich würde mal interessieren, warum eigentlich noch Klassische Mobilfunkverträge mit 24 Monaten Laufzeit angeboten werden.

Gut, warum sie angeboten werden, ist klar:
damit verdienen die Unternehmen am meisten :-)
Die Frage ist wohl eher, warum unterschreibt der Privatkunde noch solche Verträge?
Die Handy-Subvention rechnet sich in den wenigstens Fällen, aber manchmal eben doch!

Dafür gibt es einige Gründe:

- man benötigt einen Festnetzersatz ("Homezone") und braucht aber keinen Internet-Anschluss. Da ist ein Handy-Vertrag, z.B. O2 Genion, meist wesentlich billiger als die Grundgebühr der Telekom. Hinzu kommen die möglichen Optionen (z.B. Homezone-Flatrate ins dt. Festnetz). Sowas gibt es eben nur mit Vertrag.

- Man nutzt spezielle Tarif, z.B. Studententarife oder hat einen Sonderbonus durch Vertragsverlängerung. Diese Verträge sind meist deutlich günstiger als die offiziell beworbenen Tarife. Hier kann man z.B. von vielen Frei-SMS oder Gesprächsguthaben profitieren, evtl. bekommt man sogar noch ein günstiges Handy dazu. Insgesamt wird ein Paket geschnürt, das insgesamt gesehen recht günstig ist (bei entsprechendem Gebrauch - monatliche Fixkosten sind halt da!).

- Man hat das Geld nicht da, um sich ein teures Handy sofort zu kaufen, und nimmt eben die "Ratenzahlung" mit Vertrag in Kauf. Andere Handys (I-Phone) gibt es sogar nur mit Vertrag, sie sind gar nicht frei erhältlich.

- Große Flatrates sind derzeit hauptsächlich nur mit Vertrag buchbar, wie z.B. Base. Es gibt zwar wenige Ausnahmen, insbesondere bei den Festnetz-Flats, aber in der Regel bekommt man eine Alle-Netze-Flatrate nur bei einem Netzbetreiber. Wenn sich die Flatrates für das eigene Telefonierverhalten lohnen, ist man billiger dran als mit einem Discounter.

Im Grunde sind jedoch 90% aller Verträge überteuert und können mit den Discount-Preisen nicht mithalten.
Insbesondere Minutenpakete sind sowohl innerhalb als auch außerhalb deutlich teuerer, hinzu kommen höhere Kosten für SMS und WAP. Da haben die Discounter eindeutig die Nase vorn.
:-)


Persönliche Anmerkung:
ich hatte damals einen O2-Genion Studentenvertrag für 10 Euro/Monat, war auf dem kompletten Campus zu Festnetzpreisen in der Homezone erreichbar, konnte somit gut auf den Telekom-Anschluss verzichten, hatte 50 Frei-SMS und 5 Euro Gesprächsguthaben jeden Monat. Außerdem gab es ein subventioniertes Handy dazu, und ich bezahlte nur 3 ct/min ins dt. Festnetz aus der Homezone.
Da wäre ich trotz Minutenpreisen von bis zu 49ct/min (außerhalb der Homezone) mit den Discountern deutlich teurer dran gewesen.
Man rechne nur mal aus was die Frei-SMS bei den Discountern kosten würden: 50*9 cent = 4,50 Euro - dazu hatte ich den Vorteil ein neues Handy alle 2 Jahre zu bekommen... das Gesamtpaket war damals absolut perfekt für meine Bedürfnisse.

Heutzutage wird es immer schwerer, solche Angebote zu finden, aber es gibt sie noch. Auch die Zehnsation Classic von E-Plus möchte ich erwähnen, die ist noch recht günstig...




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