Frei Sprechen
13.05.2010 17:09

Kündigung schwer gemacht

Wie die Telekom Kundenbindung versteht.
teltarif.de Leser marcox schreibt:
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Vor einigen Wochen merkte ich, dass ich für zwei ältere Web´n´walk Tarife keine Verwendung mehr habe. Die Laufzeit war noch bis Dezember 10, also dachte ich mir, kündige ich die jetzt schonmal, dann kann ich es nicht mehr vergessen. Also habe ich zwei Briefe an T-Mobile gesendet. Beide zusammen im selben Umschlag, jeweils mit Namen, Adresse, Mobilfunknummer, und persönlicher Unterschrift. Diesen Brief habe ich vertrauensvoll der Deutschen Post übergeben, und damit war die Angelegenheit für mich erledigt. Doch falsch gedacht. Etwa 2 Wochen später kam ein Brief von der Firma, die mittlerweile wieder Telekom heißt. Darin teilte man mir mit, dass man meinen Kündigungswunsch sehr bedauere, ihm jedoch erst entsprechen könne, wenn ich ein Formular, welches dem Brief beigelegt war, vollständig ausgefüllt zurück senden würde. Gleichwohl teilte man mir mit, dass die bereits erhaltene Kündigung ihre Wirkung behalten und das Eingangsdatum angerechnet werde, wenn ich das Formular innerhalb von 4 Wochen zurück senden würde.

Was passiert, wenn ich das Formular nicht zurück sende, hat man mir nicht verraten.

Ich muss sagen, ich komme mir ein bisschen veräppelt vor. Auf der einen Seite verliert der Bonner Konzern massenhaft Kunden, auf der anderen Seite werden Bestandskunden gegängelt und wie Kunden zweiter Klasse behandelt. Wundert es da also, dass immer weniger Menschen zum Rosa Riesen wollen?

Der Gesetzgeber sieht zum Thema Kündigung ein formloses Schreiben als ausreichend an. Lediglich unterschrieben sollte es schon sein. Was also soll der komplizierte Weg über ein Formular, welches die ohnehin komplexe Bürokratie in unserem schönen Land noch undurchsichtiger macht? Ist es die Dummheit der Telekom, einen Vertrag anhand der Rufnummer heraus zu suchen? Oder ist es eine List, um möglichst viele Kunden in die Vertragsverlängerung zu drängen? Vielleicht in der Hoffnung, dass möglichst viele vergessen, das Zusatzformular einzu senden? Wobei sich hier die Frage stellt, ob die bereits eingereichte Kündigung ihre Wirkung verliert, nur weil die Telekom der Ansicht ist, ohne extra-Formular geht nichts?

Sei es wie es will, so kann man auch das Wort Kundenbindung verstehen. Dass das nicht im Interesse der Kunden ist, sollte klar sein. Zumindest ist es im Interesse der Telekom. Und das ist doch alles, was zählt. Oder?

Kommentare zum Thema (15)
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Kündigungsgängelung
tomwahl antwortet
13.05.2010 20:15

einmal geändert am 13.05.2010 20:15
Hallo,

Sie haben eine Bestätigung, dass die Telekom Ihre Kündigung zum Ablauf des Vertragszeitraums erhalten hat. Nun bleiben 4 Wochen Zeit, um das Formular unausgefüllt an die Bundesnetzagentur und das Verbraucherschutzministerium zu senden und sich über die Vorgehensweise zu beschweren.

Stehen in dem Formular fragen nach den Kündigungsgründen etc. die im weiteren dann ausgewertet werden sollen - oder besonders ärgerlich als Aufforderung zu Werbeanrufen dienen könnten ?

Freundliche Grüsse,

tomwahl
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marcox antwortet auf tomwahl
13.05.2010 20:38
Benutzer tomwahl schrieb:

Stehen in dem Formular fragen nach den Kündigungsgründen etc. die im weiteren dann ausgewertet werden sollen - oder besonders ärgerlich als Aufforderung zu Werbeanrufen dienen könnten ?

Hallo tomwahl, genau das steht in dem Formular.
Sie können sich das Formular gerne selber ansehen.
Ich habe es bei einem Filehoster hochgeladen:
http://rapidshare.com/files/386946319/Formulare.zip.html

Schöne Grüße
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Baserin antwortet auf marcox
13.05.2010 22:12
Ich habe in meinem Leben schon viele Mobilfunkverträge gekündigt, was immer formlos ging. Seit nicht ganz einem Jahr bin ich erstmals Kundin bei der Telekom und bin ein wenig erschrocken über deinen Beitrag.
Nicht, dass ich nicht in der Lage wäre, dieses Formular (ich hab es mir angesehen) auszufüllen, aber es wirkt auf mich, als wollte die Telekom jede erdenkliche Möglichkeit nutzen, dem Kunden Hürden einzubauen.
Bislang bin ich so zufrieden mit der Telekom (wenn man mal vom Preis absieht), dass ich gar nicht an Kündigung denke Aber wenn ein Unternehmen es nötig zu haben glaubt, sich solcher Mittel zu bedienen, bekomme ich Zweifel, ob mein Vertrauen in dieses Unternehmen wirklich so gerechtfertigt ist.
Das riecht ein wenig nach Bauernfängerei. Bislang habe ich solche Sachen höchstens 1&1 zugetraut.

Ich kann deinen Ärger wirklich gut nachvollziehen
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Telekom Kündigungsauftrag
tomwahl antwortet auf Baserin
13.05.2010 23:20
Hallo,

danke für das Formular - schlichtweg dreist, wie hier versucht wird, eine (bereits erfolgte) Kündigung zu erschweren und dann auch noch Akquisespielchen zu treiben.

Vielleicht liest ein Rechtsanwalt mit, der demnächst seinen Vetrag bei der Telekom kündigen will ....

Freundlicher Gruss,

tomwahl
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lagoon antwortet auf tomwahl
14.05.2010 09:32
Rein formell rechtlich dürfte das Ausfüllen des Formulars ohne Belang sein. Die Kündigung ist in Schriftform erfolgt und der Erhalt wurde bestätigt. Im Zweifel ist damit theoretisch alles klar - aber es kostet u.U. gewaltig Nerven, dies auch praktisch durchzusetzen ... :-(
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Rapidshare
Telly antwortet auf marcox
14.05.2010 13:03
Ich habe es bei einem Filehoster hochgeladen:
http://rapidshare.com/files/386946319/Formulare.zip.html

Ich wollte mir das Schreiben mal ansehen. Habe auf "Free User" geklickt.

Und dann kommt die Meldung:

Sie haben das Download-Limit für die kostenlose Nutzung erreicht. Wollen Sie mehr?

Vielleicht habe ich tatsächlich in der Vergangenheit Links genutzt, die in Foren standen. Jedenfalls scheint mir rapidshare kein probates Mittel zu sein, um Dateien für viele Nutzer hochzuladen.

Kennt jemand einen anderen Anbieter, wo man ab und an mal was (vielleicht auch gratis) hochladen kann - aber jedenfalls der Download immer gratis ist.

Sowas baut nämlich Hürden bei den Empfängern auf. Gerade das soll meiner Meinung nach aber nicht geschehen.

Telly
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marcox antwortet auf Telly
14.05.2010 14:50
Benutzer Telly schrieb:

Sie haben das Download-Limit für die kostenlose Nutzung
erreicht. Wollen Sie mehr?

Hallo Telly, der Download bei Rapidshare ist begrenzt.
Der Download meiner Datei jedoch nicht.
Rapidshare kontrolliert das über Ihre IP-Adresse.
Wenn Sie nicht weiter herunter laden können, müssen Sie am besten Ihre IP-Adresse erneuern, indem Sie Ihr Modem neu verbinden.
Das geht meist über die Benutzeroberfläche über den Log-in.

Eine Alternative zu den Filehostern ist mir leider auch nicht bekannt.
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Telly antwortet auf marcox
14.05.2010 15:29
Das geht meist über die Benutzeroberfläche über den Log-in.

Habe mich im Internet aus- und wieder eingeloggt und vorher und nachher über http://www.wieistmeineip.de/ die IP-Adresse abgerufen.

Sie ist gleichgeblieben. Liegt vielleicht daran, dass unser Dorf über Funk versorgt wird.

Telly
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