Frei Sprechen
15.04.2008 11:18

Flatrate-Kündigungen durch den Anbieter

Sind die Kündigungen eine "Frechheit"?
teltarif.de Leser Jochen_O2 schreibt:
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Es wurde in letzter Zeit viel diskutiert, ob die aktuellen Kündigungen von "Power-Usern" gerechtfertigt sind oder nicht.

(1)
Der Anbieter kündigt zum Ende der Laufzeit.
Beide Vertragspartner haben ohne Angabe von Gründen das Recht, das Vertragsverhältnis zum Ende der Laufzeit zu kündigen.
Jeder Kunde ist doch froh, wenn er (irgendwann einmal) von diesem …

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5x geändert, zuletzt am 17.04.2008 14:37
Kommentare zum Thema (56)
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Jochen_O2 antwortet auf Robert Beloe
20.04.2008 09:40
Benutzer Robert Beloe schrieb:
Ich stimme Dir zu. Allerdings ist meine Vermutung, dass diese Grenzen bei der normalen Super-Flat, die trotz ihres Namens ja im Grunde eine Festnetz- und netzinterne Flat ist, laxer gehandhabt werden als bei der Komplett-Flat.

Stimmt, denn die eigentlichen Kosten entstehen Vodafone bei den externen Minutenpreisen, die relativ teuer sind. Netzinterne Gespräche und Telefonate ins Festnetz sind ja durch die geringen IC-Gebühren auch für Vodafone nur ein Klacks.

Von daher fände ich es gut, auch in größeren Flatrate-Paketen ledlichlich die Anzahl der externen Minuten zu beschränken, und nicht allgemein auf 3000 Minuten zu limitieren.
Schließlich sind 3000 Minuten ins Festnetz für den Anbieter immer noch recht günstig, und der Kunde bezahlt damit noch fast alles selbst...
Zum anderen sind 3000 Minuten - also 100 Minuten am Tag - gar nicht so viel. Hier müsste die Grenze unbedingt heraufgesetzt werden (oder man sollte eben die 3000 Minuten nur auf die externen Minuten anrechnen).
Selbst Privatleute kommen doch locker auf 100 Minuten pro Tag, hier würde ich noch nicht von Power-User sprechen...

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Robert Beloe antwortet auf Jochen_O2
20.04.2008 10:41

einmal geändert am 20.04.2008 10:43
Komplett-Flatrates finde ich persönlich überflüssig. Sie sind unwirtschaftlich für den Anbieter und im Grunde unnötig für den Nutzer. Die meisten Telefonate führen doch ohnehin ins Festnetz. Selbst wessen Freund/Freundin in einem fremden Netz ist, kann sie/ihn bei Buchung einer Festnetz-/netzinternen Flat immer noch sehr günstig z.B. abends auf dem Festnetz erreichen. Und wer einen Freund oder eine Freundin hat, mit der/dem er unbedingt viel und unbedingt nur per Handy telefonieren will, nimmt eben eine Karte oder einen Vertrag des gleichen Netzbetreibers. Und selbst das ist mittlerweile nicht immer nötig, weil drei der vier Netzbetreiber inzwischen die Buchung einer Festnetz-Nummer anbieten.

Im Übrigen lässt sich eine sporadische Fremdnetz-Nutzung gut abfangen durch die Zusatzpakete, wie sie Vodafone oder E-Plus für ihre Standard-Flats anbieten (60 Minuten in fremde Netze). Der Gesamtpreis liegt bei Vodafone dann bei 35 Euro monatlich. Für beide Seiten ein vernünftiges und kalkulierbares Angebot, finde ich.
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Marlizia antwortet auf Jochen_O2
20.04.2008 22:53
Man sollte sich aber auch den Text bei Vodaphone mal genau anschauen. Dort steht nichts weiter, als dass man nach statisitischen Berechnungen bei mehr als 3000 Minuten von Missbrauch ausgehen könne. Sonst nix! Was will uns der Autor damit nur sagen? Sie trauen sich nicht offen auszusprechen, dass ihre Flatrate in Wahrheit ein Volumenpaket ist. Ich käme zwar locker mit 3000 Minuten aus, auch wenn ich mich immer für einen Vieltelefonierer hielt (je nach Mitteilungsbedürfnis und freier Zeit liege ich zwischen 800 und 1600 Minuten), aber ich finde es trotzdem unseriös. Wenn ich eine Flatrate buche und bezahle, möchte ich kein Volumenpaket bekommen. Wenn ich das wollte, würde ich auch ein Volumenpaket buchen.
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Marlizia antwortet auf Robert Beloe
20.04.2008 23:19
Benutzer Robert Beloe schrieb:
Komplett-Flatrates finde ich persönlich überflüssig. Sie sind unwirtschaftlich für den Anbieter und im Grunde unnötig für den Nutzer. Die meisten Telefonate führen doch ohnehin ins Festnetz. Selbst wessen Freund/Freundin in einem fremden Netz ist, kann sie/ihn bei Buchung einer Festnetz-/netzinternen Flat immer noch sehr günstig z.B. abends auf dem Festnetz erreichen. Und wer einen Freund oder eine Freundin hat, mit der/dem er unbedingt viel und unbedingt nur per Handy telefonieren will, nimmt eben eine Karte oder einen Vertrag des gleichen Netzbetreibers. Und selbst das ist mittlerweile nicht immer nötig, weil drei der vier Netzbetreiber inzwischen die Buchung einer Festnetz-Nummer anbieten.


Das funkioniert leider nur bei Paaren. Das haben viele ja längst optimiert. Wenn jemand aber zudem noch andere Kontakte pflegt, diese quer durch alle Netze führen und die Erreichbarkeit über Festnetznummer nicht immer klappt, wird´s eng. Leider trägt nicht jeder ein zweites oder drittes Handy mit sich herum, nur weil ich ihn/sie vielleicht einmal in der Woche anrufen könnte. Ein angemessenes Komplettangebot mit SMS-Paket in alle Netze (oder gar auch flat), der zwar viel, aber nicht powermäßig telefoniert uns simst, fände ich schon toll.


Im Übrigen lässt sich eine sporadische Fremdnetz-Nutzung gut abfangen durch die Zusatzpakete, wie sie Vodafone oder E-Plus für ihre Standard-Flats anbieten (60 Minuten in fremde Netze). Der Gesamtpreis liegt bei Vodafone dann bei 35 Euro monatlich. Für beide Seiten ein vernünftiges und kalkulierbares Angebot, finde ich.


Die 60 Minuten halte ich für ein gefährliches Lockangebot. Wie schnell verschätzt man sich und liegt plötzlich bei 120 Minuten ins Festnetz und "Schwupp di Wupp" hat Base auch solche wie mich erwischt, die ärgerlicheweise Fremdnetze mit Simyo bedienen. Die sündhaft teuren 25 cent für Fremdnetze möchte sich Base doch nicht entgehen lassen.
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Robert Beloe antwortet auf Marlizia
21.04.2008 08:27

einmal geändert am 21.04.2008 08:36
Benutzer Marlizia schrieb:
Ich käme zwar locker mit 3000 Minuten aus, auch wenn ich mich immer für einen Vieltelefonierer hielt (je nach Mitteilungsbedürfnis und freier Zeit liege ich zwischen 800 und 1600 Minuten), aber ich finde es trotzdem unseriös. Wenn ich eine Flatrate buche und bezahle, möchte ich kein Volumenpaket bekommen. Wenn ich das wollte, würde ich auch ein Volumenpaket buchen.

Ich finde das nicht unseriös. Ich kann mir auch vorstellen, dass die 3000 Minuten eher als eine Art Richtwert gelten. Das heißt, wenn jemand über mehrere Monate mehr als 3000 Minuten telefoniert, wird sich Vodafone vielleicht mal mit dem Kunden in Verbindung setzen. Im Grunde ist es nur eine Konkretisierung des abstrakten Begriffs 'Missbrauch' bzw. nicht-'übliche' Nutzung. Und insofern ist es für den Kunden hilfreich, weil er einen Anhaltspunkt dafür hat, wann eine Nutzung nicht mehr als 'üblich' gilt.
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Robert Beloe antwortet auf Marlizia
21.04.2008 08:35

einmal geändert am 21.04.2008 08:39
Benutzer Marlizia schrieb:

Das funkioniert leider nur bei Paaren. Das haben viele ja längst optimiert. Wenn jemand aber zudem noch andere Kontakte pflegt, diese quer durch alle Netze führen und die Erreichbarkeit über Festnetznummer nicht immer klappt, wird´s eng. Leider trägt nicht jeder ein zweites oder drittes Handy mit sich herum, nur weil ich ihn/sie vielleicht einmal in der Woche anrufen könnte. Ein angemessenes Komplettangebot mit SMS-Paket in alle Netze (oder gar auch flat), der zwar viel, aber nicht powermäßig telefoniert uns simst, fände ich schon toll.

Zwei Handys trage ich auch nicht mit mir herum. ;-) Mein Punkt ist der: Selbst wer (wie zum Beispiel ich auch) viele Bekannte hat, deren Mobiltelefon in anderen Mobilfunknetzen eingebucht ist, selbst der erreicht sehr viele von denen auf dem Festnetz. Entweder weil er sowieso sie zu Hause oder im Büro anruft - oder weil sie eine Festnetznummer für ihr Handy haben. Ich mache das übrigens ganz automatisch so, ohne aus Kostengründen ständig darauf zu achten, nicht auf der Handy-Nummer anzurufen. Und wer bei O2, Vodafone oder T-Mobile ist, hat eben sehr häufig schon eine Festnetznummer fürs Handy. Es wäre schön, wenn E-Plus das auch einführen würde. Richtig angewendet, komme ich mit einer Flatrate fürs Festnetz schon sehr weit.

Meine Vermutung ist, dass auch statistisch die weitaus meisten Anrufe vom Handy ins Festnetz zielen. Insofern lohnt sich für den Verbraucher vor allem eine Festnetz-Flatrate. Die Zahl derer, für die sich eine recht teure All-Inclusive-Flatrate (um die 70 Euro) wirklich lohnt, in der noch nicht mal SMS- und Online-Kosten enthalten sind, dürfte vergleichsweise gering sein. Daher ist die Komplett-Flatrate mE ein Nischenprodukt, das sich attraktiv anhört, tatsächlich sich aber nur für sehr wenige Nutzer rechnet.

Die 60 Minuten halte ich für ein gefährliches Lockangebot. Wie schnell verschätzt man sich und liegt plötzlich bei 120 Minuten ins Festnetz und "Schwupp di Wupp" hat Base auch solche wie mich erwischt, die ärgerlicheweise Fremdnetze mit Simyo bedienen. Die sündhaft teuren 25 cent für Fremdnetze möchte sich Base doch nicht entgehen lassen.

Aber selbst mit 120 Minuten Telefonie in Fremdnetze dürftest Du mit der Base-Flatrate samt Fremdnetzpaket weniger zahlen als bei einer Komplett-Flat - die ja, wie gesagt, auch noch keine Kosten für SMS und Internet- und E-Mail-Nutzung umfasst.
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Fairer Umgang setzt auch faires Kundenverhalten voraus!
Spardoktor antwortet auf bartman321
22.04.2008 02:05
Mit Flatrates generell in Deutschland könnte es nicht gut gehen. Zumindest nicht seitdem ein großes Elektronikunternehmen die "Geiz ist Geil" Losung ausgerufen hat. Nun heißt es hier für viele raffen was das Zeug hält. Und somit auch ausnutzen was da Zeug hält.

Manchmal verstehe ich aber auch so manchen Anbieter nicht. Arcor drohte mit Kündigung einem Kunden der eine Auslandflat gebucht hat und täglich im Schnitt zwei Stunden mit seiner Mutter in Polen telefonierte. So was finde ich schon aufgrund der Entfernung normal und wenn man dann einen Pauschaltarif hat. Da hätte Arcor doch ehrlicherweise eine Stundenvolumentarif anbieten sollen. Aber um wieviel der Kunde sein Telefonieverhalten mit Polen reduziern soll verrät Arcor nicht.

Nun zu den Kunden die auch den Hals nicht voll bekommen. Besonders toll konnte man das nach einem Mc Donalds Umbau hier vor Ort sehen.
Die Kunden konnten sich nach dem Umbau die Getränke mit einem gezapften Becher an einer Getränkestation selbst befüllen. Und anfangs dürfte man wenn man noch Durst hatte auch seinen Becher ein zweites Mal gratis befüllen. Nun schafften es tatsächlich Kunden Ihren Becher satte ZEHN Mal zu befüllen und ganze Gruppen damit zu versorgen. Jetzt berechtigt der Kauf eines Bechers nur noch zur einmalige Befüllung.

Über die Kündigungen darf man sich nicht wundern, vielleicht haben sich viele Anbieter mit Ihren Billigtarifen einfach verkalkuliert. Vielleicht sollte man mal Erkennen, dass man alles nicht ohne Konsequenzen im Preis reduzieren kann.

Und die Konsequenzen die dieser "Billig" Wahn hat kann man ja jetzt schon in Grundzügen hier bei Teltarif nachlesen. Servicedefizite, kostenplichtige Hotlines, Kündigungen wenn die Kalkulationen nicht mehr stimmen.

Selbst die Geizkette hat, wenn auch spät erkannt, das ihre Werbekampagne ihr mehr geschadet als genutzt hat und jetzt hassen sie nur noch teuer.

In meinen täglichen Leben begegnen mir auch Menschen die fast nichts für Dinge bezahlen wollen, diese aber über Gebühr nutzen möchten. Meistens sind die Unterhaltungen mit Ihnen nur kurz, denn ich habe beschlossen mir auch meine Kunden auszusuchen. Kunden die obige Merkmale aufweisen sind meisten schwierig, ausgesprochen geizig (ja ich bin altmodisch und halte Geiz für eine sehr negative Eigenschaft) und einfach nicht zufriedenzustellen. Und diesen Menschen möchte ich die Gelegenheit geben woander unzufrieden zu sein.

Ich selbst hab mit T-Home als Festnetzanbieter bis jetzt keine Probleme in Sachen Flatrates und mir sind keine Kündigungen bekannt. Ich vertreibe die Anschlüsse auch und so erklärt sich auch mein obiger Absatz. Mindesten zweimal am Tag darf ich mir anhören "Das geht doch billiger" oder "Teuer".

Aber vielleicht sind die Angebote vernünftig kalkuliert und deshalb gibt es dort bis jetzt keine Kündigung von "Vielnutzern". Die Tarife gelten übrigens auch für Gewerbetreibende mit Aussnahme von Callcentern.

Das es bei den vielen Call&Surf Comfort Nutzern ,die meisten sind Familien, keine Vielnutzer gibt die ordentlich quasseln kann ich nicht glauben. Und auch in den MAX Tarifen von T-Mobile. Aber die liege ja auch alle ein wenig preislich höher.

Alleine diese Aussage eines Forummitgliedes, das noch kein Manager weniger Geld bekommt durch die Flatrates ist ein Hohn. Der Preisverfall wird ja auch nicht zu Lasten des Managements sondern der einfachen Angestellten ausgetragen. Lohnkürzungen, Mehrarbeit, Kündigungen, Überforderung der verbliebenen Mitarbeiter da diese die Arbeit der entlassenen Mitarbeiter mit erledigen müssen. Outsourcing und Auftragsvergabe an Callcenter wo Leute zu Löhnen arbeiten die keinen Polen nach Deutschland locken würden.

Wenn alle ein wenig Ihren Egoismus zurückfahren. Kunden erkennen das gewisse Angebote einen gewissen Preis kosten müssen sich Unternehmen nicht bis an Ihre Grenzen herunterkalkulieren und können dann auch mal kulanterweise bei ein bissen Mehrnutzung ein Auge zudrücken.
Auch sinnlose Telefonate a la Standverbindung müssen nicht sein.

Jede sollte sein Verhalten halt selbst einmal überdenken. Früher als ich jeden Kunden versucht habe zufrieden zu stellen habe ich mich an eben diesen "Geiz und ich will alles" Kunden sinnloserweise aufgerieben.

Nun habe ich aufgrund meiner eigenen "Vorselektierung" Kunden wo mir die Arbeit Spaß macht. Und das schlägt sich dann natürlich im Engagement für den Kunden wieder. Und diese sehen die Flatrates dann auch eher als eine Möglichkeit einen fixen Beitrag im Monat für Telefon und Internet im Haushaltsplan einkalkulieren zu können ohne auf Volumen oder Minuten schielen zu müssen.


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Jochen_O2 antwortet auf Spardoktor
22.04.2008 14:47
Spardoktor,
ein sehr guter Beitrag, vielen Dank.
100% Zustimmung!

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