Frei Sprechen
14.02.2008 01:15

Tag 3 des Mobile World Congress: Mein letzter Tag in Barcelona

Das waren die Trends
teltarif.de Leser mueller schreibt:
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Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

an meinem letzten Tag in Barcelona hieß es am Mittwoch trotz einer sehr kurzen Nacht früh aufstehen, denn ich wollte vor den Besuchermassen in den Hallen noch die letzten, noch fehlenden Fotos für den Bildbeitrag heute nacht aufnehmen. Dies gelang auch gut, so war ich kurz vor neun fast der einzige Besucher am Stand von LG und hatte die beiden wichtigsten, neuen Modelle fast für mich. Auch bei Samsung und Toshiba kam ich danach noch ohne großes Geschiebe und Gedränge zu den gewünschten Theken. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Fira de Barcelona am Mittwoch etwas weniger überlaufen als am Montag und Dienstag war. Der angesprochene Bildbeitrag gibt zusammen mit kurzen Texten und den wichtigsten Details einen guten Überblick über die Highlights aus Barcelona. Ich beginne mit den schicken Touchscreen-Modellen von Samsung und LG, gehe weiter zur Navigations-Offensive von Nokia und ende bei den Prototypen des sagenumwobenen Google-Handys und dem ersten Dual-SIM-Handy mit UMTS-Empfang. Schauen Sie doch hier hinein und browsen Sie durch die Bilder!

Die letzten Stunden in Barcelona nutzte ich dann gestern noch zu zahlreichen interessanten Gesprächen. So traf ich zu einem kleinen Mittagssnack John Strand (www.strandconsult.com), einen angesehenen dänischen Telekommunikationsexperten, der sich weltweit gut auskennt und über alle wichtigen Trends Bescheid weiss. Nicht nur nach seiner Meinung zeichneten sich auf dem diesjährigen Mobile World Congress u.a. folgende Trends ab:

1) Mobiles Internet mit großer Bandbreite wird zur Erfolgsstory. Schon heute wächst dieser Bereich so stark, wie noch nie eine technologische Neuentwicklung in der Vergangenheit im Telekommunikationsmarkt gewachsen ist.

2) Es kommen immer mehr, immer wertvollere und spannender Anwendungen auf die Handys.

3) Die Mobilfunkindustrie entdeckt ihre "Haupt-Zielgruppe". 52 Prozent der Bevölkerung ist weiblich, nahezu alle großen Hersteller bringen explizite Damen-Handys auf den Markt.

4) Die Netzbetreiber reißen die Schranken ein, die sie seinerzeit z. B. um das mobile Internet aufgebaut haben und setzen auf offene Standards und die Erreichbarkeit und Nutzung aller WWW-Inhalte und IP-basierter Dienste.

Aus deutscher Sicht ist der ein oder andere Trend sicherlich differenziert zu betrachten. In vielen Belangen hinken wir dort den Trendsettern , z. B. in Österreich und der Slovakei hinterher. In beiden Ländern ist die mobile Datenübertragung vielfach billiger, die Nutzung mit einem durchschnittlichen Übertragungsvolumen von einem Gigabyte (!) weitaus höher. Profitieren werden wir von einigen Entwicklungen aber trotzdem, leider nur vielleicht etwas später als andere oder auch später als dies bei anderen Entscheidungen der Industriekapitäne oder der politisch/wirtschaftlichen Entscheidungsträger möglich gewesen wäre.

Neben den Vorstellungen der Schwergewichte, die unsere Berichterstattung vor allem in den ersten beiden Messetagen bestimmt hat, haben wir in Barcelona aber auch interessante Neuigkeiten von Unternehmen der "zweiten Reihe" sammeln können, die wir Ihnen in den kommenden Tagen noch nachreichen und aufbereiten wollen. Schauen Sie doch immer wieder einmal vorbei. Sie werden in den News sicherlich immer etwas Interessantes finden.

Eine gute Nacht aus Deutschland wünscht

Martin Müller

einmal geändert am 14.02.2008 01:22