Frei Sprechen
20.11.2008 15:35

Internet hinterm Mond

Die NASA hat einen ersten Schritt zur Datenübertragung ins Weltall gemacht.
teltarif.de Leser kugelschreibär schreibt:
AAA
Teilen
Internet ist aus dem Alltag kaum noch wegzudenken, sekundenschnell kann man auf so ziemlich jegliche Information zugreifen. Videoportale und Soziale Netzwerke bestimmen immer stärker das tägliche Leben und einige Leute könnten gar nicht mehr ohne. Aber sollte die Menschheit nun doch mal in größeren Maßen von der Erde aussiedeln, wäre ein Internet nicht mehr so einfach möglich. So würde das jetzige Internet zu einem Intranet verkommen, auch wenn dies ein recht umfangreiches wäre. Direkte Verbindung zu anderen Raumstationen oder gar Planeten in Echtzeit sind aber immernoch problematisch, sobald diese etwas weiter entfernt sind.

Internet im All ist auch schwer zu realisieren, Kabel kann man leider nicht sinnvoll verlegen – die würden wahrscheinlich reißen und sich um die Erde wickeln ;). Die NASA hat jetzt aber Datenübertragungen realisiert, bei denen die Übertragungen sehr störungsresistent sind. Die Daten werden übertragen und wenn nichts ankommt bleiben sie solange im Zwischenspeicher, bis wieder gesendet werden kann. Wohnt man gerade quasi auf der falschen Seite des Mondes muss man mit der Ebay-Auktion warten, bis man endlich wieder Verbindung zum Server bekommt. Welcher eBay-Verkäufer soweit liefert sei hier mal dahingestellt.

Leider wird nirgendwo gesagt, mit welchen Geschwindigkeiten die Daten übertragen werden können. Aber ich befürchte, das man sich im Moment noch mehr Sorgen darüber macht, das überhaupt etwas ankommt, als das man die guten Platzierungen eines DSL-Speed-Tests erreicht. Oder man misst in „Angekomme Datenpakete pro Minute“ ;)

Nachdem man inzwischen denkt, das die ganze Welt vernetzt sei, ist es schwer sich vorzustellen, das man in dem aus vielen Science-Fiction-Filmen bekannten Weltraum, in dem man sich schneller als das Licht bewegen kann und Personen einfach von einem Ort an einen anderen beamt, in der Realität schon auf Probleme stößt, wenn man sich bei Youtube ein neues Video angucken möchte...

einmal geändert am 20.11.2008 17:02
Kommentare zum Thema (1)
22.11.2008 10:11
R_J antwortet
Weiße Flecken in der Breitbandversorgung schwinden...
... selbst in unbedeutenden Randgebieten der Milchstraße schreitet der ausbau vorran. So hat zB. der Planet Erde einen ersten Schritt getan um sein Intranet an das UWW (Universe Wide Web) anzubinden.
Stichproben im Intranet der Erde (drolligerweise World Wide Web genannt) haben aber größtenteils eine schockierend niedrige Qualität gezeigt. So scheint dieses Intranet größtenteils dazu genutzt werden, zweidimensinale bewegte Bilder von mit Fäkalien werfenden Primaten und Werbung für merkwürdige blaue Pillen zu verbreiten.

Die Behörden haben sich daher entschlossen, Pakete aus den NASA-Routern bis auf weiteres nicht ins UWW zu routen.

1