Frei Sprechen
14.03.2008 11:34

Geschäftsmethoden von WEB.DE

Radikale Sperrung des Zugangs zu meinem freemail-Mailzugang
teltarif.de Leser hofgartenpeter schreibt:
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Dies ist ein Bericht zu den Geschäftsmethoden von WEB.DE (freemail). Ich hatte eine zunächst eine kostenfreie eMail-Adresse bei freemail und wurde dann - freiwillig - Mitglied im kostenpflichtigen "WEB.DE-Club". Dies kostet 60 Euro im Jahr und bietet einige Vorteile, z.B. sortiert WEB.DE die Spams in meinem freemail-Postfach ganz ordentlich aus. Nunmehr gab es eine Meinungsverschiedenheit mit dem Ergebnis, dass WEB.DE nicht nur den Zugang zum WEB.DE-Club sondern auch zu meiner Mailadresse sperrte. Hintergrund: Vor einigen Jahren machte ich als WEB.DE-Clubmitglied vom Angebot des Security-Paketes „F-Secure ...“ Gebrauch. Solange ich mit diesem Schutzprogramm arbeitete funktionierte alles klaglos. Vor gut einem Jahr wollte ich dann – der Empfehlung von WEB.DE folgend und außerdem weil die Weiternutzung von F-Secure teuer war – auf McAfee „umsteigen“. Damit begannen die Probleme: Es ist für einen „Normal-User“ unmöglich, F-Secure vollends zu deinstallieren, selbst einem inzwischen hinzu gezogenen Fachmann gelang dies nicht; McAfee lässt sich nicht installieren, weil die nicht deinstallierbaren „Reste“ von F-Secure dies verhindern. Folge: Mein PC war ohne jeden Schutz. Wegen Fehlens jeder Geschäftsgrundlage zur Nutzung von McAfee bat ich um Rückerstattung der bereits von WEB.DE abgebuchten Gebühren - vergeblich. WEB.DE verwies mich auf eine Auseinandersetzung mit F-Secure... Ich zeigte mich bereit, die Rechnung für die WEB.DE-Clubmitgliedschaft zu bezahlen, nicht jedoch zusätzlich für die nicht funktionierende McAfee® Internet Security Suite™ (WEB.DE Edition). Da WEB.DE hierauf nicht einging und auf die Erfüllung des Vertrages in Sachen McAfee® Internet Security Suite™ (WEB.DE Edition) beharrte, beauftragte ich meine Bank, die Buchung der Gebühren rückgängig zu machen. Ich hätte es verstanden, dass WEB.DE aufgrund der nun offenen Forderungen die Leistungen der kostenpflichtigen Clubmitgliedschaft aufhebt bzw. sperrt bis ich die Gebühren für die Clubmitgliedschaft bezahlt habe. Die Sperrung des Zugangs zum Empfang meiner Mails verstehe ich als Versuch „Druck zu machen“. Dies sind Methoden, die kein user akzeptieren kann. Ich kann WEB.DE-Club bzw. freemail nicht weiterempfehlen und werde auch meine homepages über andere Anbieter einrichten.

Vielleicht haben andere user mit WEB.DE ähnliche Erfahrungen.

Kommentare zum Thema (11)
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Baghee antwortet
14.03.2008 14:12

einmal geändert am 14.03.2008 14:13
Zum Einen muss ich sagen: in dem Fall sehe ich WEB.DE grundsätzlich im Recht. Die Wahl der Mittel mag fragwürdig sein, aber ein Vertrag ist ein Vertrag ist ein Vertrag. Du kannst WEB.DE nicht dafür verantwortlich machen, wenn DU ein Programm kaufst, mit dem DU aufgrund von DIR zu vertretender Umstände (der Installation und Nutzung von F-Secure) dann nichts anfangen kannst.


Zum Anderen kann und muss ich diese mehr als fragwürdigen, ich würde sogar sagen illegalen Geschäftspraktiken in der gesamten United-Internet-Gruppe bestätigen: da werden gemäß deren AGB und - wie ich am eigenen Leib erfahren "durfte" - auch tatsächlich komplett im Voraus bezahlte Dienstleistungen nicht erbracht, weil es in anderen Verträgen zu Meinungsverschiedenheiten gekommen ist.

In meinem Fall wurde damals ein komplett im Voraus bezahlter Webhosting-Account (DM 85 / 6 Monate, wenn ich mich richtig erinnere) eingestampft, weil ich mich weigerte, eine überhöhte Rechnung eines ANDEREN Webhosting-Accounts zu bezahlen, auf der Leistungen extra abgerechnet wurden, die eigentlich im Webhosting-Vertrag inklusive waren. Um genau zu sein, wurden damals drei Inclusiv-Domains als Zusatz-Domains berechnet. "Streit-"Wert: 36 DM / Jahr.

Nach den AGBs der UI-Unternehmen ist so etwas möglich, auch wenn ich es für illegal halte. Aber wer klagt schon wegen 36 oder 85 DM ...
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FiddleKnows antwortet auf Baghee
14.03.2008 16:10
Du kannst WEB.DE nicht dafür verantwortlich machen, wenn DU ein Programm kaufst, mit dem DU aufgrund von DIR zu vertretender Umstände (der Installation und Nutzung von F-Secure) dann nichts anfangen kannst.

Hm, ich habe das Gefühl, hofgartenpeter drückt sich etwas unklar aus. Die F-Secure-Suite war doch eine Web.de-Clubversion, oder? Und wenn sich das Ding nicht vernünftig deinstallieren lässt und von Web.de vertrieben wird, ist es ja schon deren Schuld. Könnte es jedenfalls sein, je nachdem, woher der Fehler kam.

Ich war nämlich auch mal zahlendes Web.de-Clubmitglied und habe mir dort die im Preis inbegriffene F-Secure Suite runtergeladen und eine Weile benutzt. Und bei mir gab es nach Ablauf der kostenlosen Nutzungsdauer ebenfalls Probleme mit der Deinstallation, die dazu führten, dass ich keine andere AV-Software installieren konnte. Es ist schon ein paar Jahre her, aber ich glaube, das Ende vom Lied war ein Neuaufsetzen des Systems.

Andererseits kann es ja eigentlich nicht sein, dass das bei allen passiert. Wenn jedes Clubmitglied gezwungenermaßen zu McAfee wechseln will und merkt, dass sich keine Antivirensoftware mehr installieren lässt, würden die Leute Web.de doch zu Tausenden die Bude einrennen, oder?
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Nicht installierbare Software
Kai Petzke antwortet auf Baghee
14.03.2008 17:25
Benutzer Baghee schrieb:
Du kannst WEB.DE nicht dafür verantwortlich machen, wenn DU ein Programm kaufst, mit dem DU aufgrund von DIR zu vertretender Umstände (der Installation und Nutzung von F-Secure) dann nichts anfangen kannst.

Die Software-Industrie hätte es sicher gerne, wenn es die Schuld des Users ist, wenn er ein Programm nicht installieren kann. Im Zweifelsfall ist die Nichtinstallierbarkeit aber erstmal ein Mangel, und den muss der Software-Hersteller beheben - oder die Ware zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten. Insbesondere, wenn, wie im konkreten Fall, die Nichtinstallierbarkeit auf einer vorher vom selben Anbieter für denselben Zweck überlassenen Software beruht, kann sich der Anbieter nicht so einfach rausreden.
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Baghee antwortet auf Kai Petzke
14.03.2008 19:00
Sorry, es war mir entgangen, dass beide Produkte vom gleichen "Händler" erworben wurden.

Trotzdem bleibt der Nutzer möglicherweise auf seinem Problem sitzen:

1. wenn bereits "manuell" am System rumgedoktert wurde - kein Händler gibt noch Garantie, wenn man die Ware erst verändert hat. Und so ein "rumdoktern" kann bereits sein, dass man ein weiteres Software-Produkt installiert.

2. wenn die Gewährleistungs- / Garantiefrist abgelaufen ist.

Dann kann die Ware noch so mangelhaft sein - dann bleibt der User auf dem Mangel einfach sitzen.

Ganz nebenbei dürfte es schwierig sein, dem Händler / Hersteller solch einen Mangel nachzuweisen - und angesichts der geringen Kosten solcher Software und des somit geringen Streitwertes dürfte wohl auch kein User ein Gutachten über solche Probleme erstellen lassen.
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Geschäftsmethoden WEB.DE
hofgartenpeter antwortet auf FiddleKnows
14.03.2008 20:22
Richtig, ich habe mich unklar ausgedrückt. Die F-Secure-Suite war eine Web.de-Clubversion. Und wenn sich das Ding nicht
vernünftig deinstallieren lässt und von Web.de im Anschluss eine neue Schutzsoftware vertrieben wird, die sich als Folgeversion nicht installieren lässt, ist es wohl kaum die Schuld des Kunden. Web.de fällt da nichts anderes ein als seinem "Clubmitglied" zu empfehlen, sich mit F-Secure ins Benehmen zu setzen, darüber hinaus verhandelt man nur über die kostenpflichtige (!) Hotline. Ich wünsche mir einen anderen Umgang mit Kunden!
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Baghee antwortet auf hofgartenpeter
15.03.2008 04:22
Hmmm ... vielleicht interessiert sich ja die CT-Redaktion unter der Rubrik "Vorsicht, Kunde" für den Fall?

Wetten, dann gibt es ganz schnell eine Lösung für die Situation?
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Antw,:Radikale Sperrung des Zugangs zu ..../F-Secure deinstlieren!
erbe antwortet
24.03.2008 12:46
ich finde die Geschäftsparaktiken von web.de schon etwas seltsam- das verschafft WEB.de keinen positiven Ruf-fragt sich nur wie die Mitbewerber auf eine ähnliche Situation reagieren- wobei ich das Verhalten von web.de auf das schärfste verurteile-das Aussperren vom email-Zugang stellt eine erhebliche Beeinträchtigung und einen Verstoß nach dem Grundgesetz dar(ich weis jetzt gerade nicht welcher Artikel)zumal heute email mind. genauso wichtig ist wie eine feste Wohnung oder Telefon.
jetzt zur F-Secure Deinstallation-beim Telefon-Support von F.S. (normalen Telefontarif)gibt es ein Tool zum kompletten Deinstallieren von F-Secure-da funktioniert wirklich-musst Ihnen ja nicht gerade erzählen daß du das Konkurrenzprodukt installieren willst-Probleme mit Update etc.
was ich jetzt aber nicht verstehe- warum du nicht direkt bei F-Secure Deutschland(EDV-Verlag Delf M.)nachgefragt hast wg.der Software;da gibt ein Family-Pack für günstiges Geld-ich bin eigentlich sehr zufrieden mit F-Secure wenn es auch nicht das schnellste ist

Benutzer hofgartenpeter schrieb:
Dies ist ein Bericht zu den Geschäftsmethoden von WEB.DE (freemail). Ich hatte eine zunächst eine kostenfreie eMail-Adresse bei freemail und wurde dann - freiwillig - Mitglied im kostenpflichtigen "WEB.DE-Club". Dies kostet 60 Euro im Jahr und bietet einige Vorteile, z.B. sortiert WEB.DE die Spams in meinem freemail-Postfach ganz ordentlich aus. Nunmehr gab es eine Meinungsverschiedenheit mit dem Ergebnis, dass WEB.DE nicht nur den Zugang zum WEB.DE-Club sondern auch zu meiner Mailadresse sperrte.
...........(siehe Orginal-Beitrag)
Damit begannen die Probleme: Es ist für einen „Normal-User“ unmöglich, F-Secure vollends zu deinstallieren, selbst einem inzwischen hinzu gezogenen Fachmann gelang dies nicht; McAfee lässt sich nicht installieren, weil die nicht deinstallierbaren „Reste“ von F-Secure dies verhindern.
>..........
Die Sperrung des Zugangs
zum Empfang meiner Mails verstehe ich als Versuch „Druck zu machen“. Dies sind Methoden, die kein user akzeptieren kann. Ich kann WEB.DE-Club bzw. freemail nicht weiterempfehlen und werde auch meine homepages über andere Anbieter einrichten.


Vielleicht haben andere user mit WEB.DE ähnliche Erfahrungen.
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Geschäftsmethoden WEB.DE
hofgartenpeter antwortet auf erbe
02.04.2008 22:30
WEB.DE hat mir inzwischen eine Reihe von Drohmails (Einschaltung des Rechtsweges und von Inkassogesellschaften etc.) gesandt. Lustig: Diese Mails gingen alle an die gesperrte eMail-Adresse. Einigung mit WEB.DE habe ich erzielt über meine Briefe per Post (auf Papier) und paraleller Kommunikation über eine zweite eMailadresse bei t-online. Mein Vergleichsangebot führte nach mehrwöchigem Verzicht auf den Zugang zu meiner gesperrten freemail-WEB.de-Mailadresse zur Öffnung - ich komme wieder dran. Das Vergleichsangebot, mit dem ich die Drohungen von WEB.de konterte: Ich kündigte vorsorglich und gleichzeitig meine beiden über WEB.de laufenden homepages. Diese Kündigung nahm ich retour und bleibe im kostenpflichtigen WEB.de-Club, da WEB.de auf das Eintreiben der Gebühren für die nicht funktionierende Schutzsoftware verzichtet hat. Jetzt sind wir beide zufrieden. Es bleibt nur noch das Gefühl der Bestätigung "wer sich nicht wehrt lebt verkehrt" und der schlechte Beigeschmack aufgrund der rigorosen Methoden von WEB.de. Ob die anderen Anbieter besser sind?
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