Frei Sprechen
27.08.2009 11:14

Trotz Verbot: Von Call-Center und Glücksspielfirmen belästigt

Ignorieren Firmen das Verbot mit der unterdrückten Rufnummer?
teltarif.de Leser peter-z. schreibt:
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Beschloss doch vor nicht all zu langer Zeit der Bundestag einen verbesserten Schutz vor der unerwünschten Telefonwerbung - so habe ich eine Verbesserung nicht vernehmen können. Im Gegenteil: Vor einer Woche wurde ich von genau solch einer Glücksspielfirma attackiert! Sie riefen gleich mehrere Male über den Tag verteilt an und und wollten mir doch tatsächlich ein Abonnement für ein Jahr bei ihrer Lotterie andrehen - mit 100 prozentiger Gewinnchance natürlich. Dazu kamen noch seltsame Hintergrundgeräusche, schwere Verständlichkeit des Anrufers und die unterdrückte Rufnummer. Jetzt frage ich mich: Gilt das Verbot auch für die Unterdrückung der Rufnummer oder nicht? Der aufdringliche Anrufer legte jedenfalls nach meinem Hinweis auf die unterdrückte Rufnummer einfach auf.

Call-Center-Mitarbeiter nicht richtig geschult(?)

Das gleiche Spiel ging am letzten Samstag weiter. Doch diesmal hatte ich eine Reise nach Ägypten gewonnen und Sie wollten meine Adresse sowie meine Kontodaten haben - meine Kontodaten, bei einer gewonnenen Reise und noch dazu am Telefon - keine Antwort?! Wieder musste ich die Dame am anderen Ende der Leitung auf die unterdrückte Rufnummer hinweisen, aber ich erhielt dafür Resonanz. Angeblich habe Sie davon nichts gewusst, werde es aber an ihren Chef weitergeben - ich beendete das Gespräch.

Wie kann es eigentlich sein, dass ich innerhalb kürzester Zeit von solch unseriösen Unternehmen belästigt werde und angeblich ein verbesserter Schutz für mich als Verbraucher gelten soll? Weiterhin rätsele ich seitdem wie diese Leute an meine Telefonnummer gelangt sind! Weder habe ich im Internet irgend ein imaginäres Formular für ein Glücksspiel ausgefüllt, noch bin ich im Telefonbuch eingetragen.

Zusammenhang mit Datendiebstahl-Affaire der Telekom?

Da ich Kunde bei der Deutschen Telekom bin: Könnte es sein, dass das Ganze etwas mit der Datendiebstahl-Affaire zu tun hat? Nachdem der Skandal öffentlich wurde, hieß es, die Verbraucher sollten informiert werden, falls ihre Daten in den Umlauf geraten sein sollten. Ich habe nichts von meinem Telefonanbieter gehört, bin aber prinzipiell der Meinung, dass ich ein Recht habe darüber aufgeklärt zu werden, was mit meinen Daten passiert.

Welche Erfahrungen habt ihr mit solchen Anrufen gemacht? Wie wehrt man sie diesbezüglich?

Kommentare zum Thema (14)
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Weniger geworden
alexander-kraus antwortet
27.08.2009 13:30

einmal geändert am 27.08.2009 13:30
Ich persönlich habe den Eindruck gewonnen, dass es weniger geworden ist. - Gut ich bin meist arbeiten, wenn die Leuts anrufen, aber auch sonst scheint hier weniger an dem Zeuch anzukommen, als vor der Einführung des Gesetztes.

Und jetzt habe ich zur Zeit Urlaub, und keine S*u von denen ruft an... - Ich hass´ die armen Callcenter Leuts so gerne auflaufen....

Nur trotzdem Schade, wenn man erfährt, dass die Agentur für Arbeit ab und an scheinbar ansolche Callcenter Leute vermittelt. - Eigentlich darf das ja nicht sein, oder haben wir hier etwa eine "Doppelmoral" des Staates?
Auf der einen Seite schauen, dass die Schäfchen alle in Lohn und Brot stehen, auf der anderen Seite aber in fragwürdigen Fällen lieber nicht prüfen, für wen denn da mit welchen Daten in den Callcentern gearbeitet wird...
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derHans antwortet
27.08.2009 15:40
Ich hatte in dieser Woche auch wieder zwei Anrufe.
Irgendwas mit Telefontarifen und eine "Lifestyle" Umfrage.

Und auch insgesamt habe ich absolut keinen Rückgang bemerkt
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Vielleicht...
myselfme antwortet auf derHans
27.08.2009 21:58
...rufen diese Firmen jetzt aus dem Ausland an ? Aus Hintereckigen z.B. wo die deutschen Gesetze niemanden interessieren ?
Und die Telefonnummer können sie ja vielleicht auch von den ach so günstigen CbC-Anbietern haben. Kann ja sein, dass Du mit dem Wählen der 010schießmichtot den AGB zustimmst die besagen, dass Deine Nummer an "befreundete" Unternehmen weitergegeben werden darf ?
Oder Ihr nutzt VoIP und habt den SPIT-Schutz nicht aktiviert > ins Handbuch gucken.
Oder Eure Familie (Kinder, Hunde und Großeltern) holen nach, was Ihr selbst nicht macht: Glücksspiele & Preisausschreiben.
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Kalte Anrufe
wolfmanjack antwortet
27.08.2009 22:03

einmal geändert am 27.08.2009 22:05
Das neue Gesetz zum Verbot von Spam Anrufen mit unterdrückter Rufnummer ist leider für´n A.... Inzwischen treibt das Gesockse seine illegalen Machenschaften von Mallorca, den Bahamas, oder von sonstwo aus. Dort ist es schön warm und man ist vor deutschen Gesetzen sicher.
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Woher sie die Nummer haben könnten...
dormilon antwortet auf wolfmanjack
28.08.2009 00:13
Weiterhin rätsele ich seitdem wie diese Leute an meine Telefonnummer gelangt sind! Weder habe ich im Internet irgend ein imaginäres Formular für ein Glücksspiel ausgefüllt, noch bin ich im Telefonbuch eingetragen...

So weit ich gehört habe, soll es Leute geben, die eine Art "Rufnummern Scan" per Wähl-Computer durchführen. Dabei werden dem Rechner angeblich die Vorwahlnummern sowie die entsprechenden Telefonnummernbereiche (z.B. 111111-999999) vorgegeben. Der Rechner wählt dann "blind" sämtliche theoretisch möglichen Telefonnummern durch und speichert genau diejenigen, bei denen sich entweder ein AB oder eine Person gemeldet hat, in einer Liste ab.
Die so generierten Listen "real existenter" Telefonnummern werden dann an interessierte Firmen verschachert und/oder schlicht selbst für "kalte Werbeanrufe" genutzt. Natürlich fehlen bei diesen Listen die zugehörigen Namen und Adressen der Anschlussinhaber, dafür sind aber Anschlüsse enthalten, die eigentlich geheim bleiben sollten.
Abgesehen davon nennen die meisten Leute in Deutschland bei eingehenden Anrufen zunächst ihren Nachnamen, so dass die dubiosen Firmen die Namen ihrer potentiellen Opfer gleich beim ersten Werbeanruf gratis dazu bekommen.


Gruß,

]B^)=

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six..pack antwortet auf dormilon
28.08.2009 03:52

einmal geändert am 28.08.2009 03:52
Ich denke mal, das ist ein wenig anders.
Der Computer muß keine Verbindung haben, es muß keiner abheben oder ein AB anspringen.

Ist es Dir noch nie aufgefallen, daß er nur einmal klingelt und dann ist wieder Ruhe?

Was passiert, wenn Du eine Nummer anrufst, die es nicht gibt?
Richtig....................
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dormilon antwortet auf six..pack
28.08.2009 10:01
Oppsss...daran hatte ich gar nicht gedacht !
(Hab' mich offenbar zu lange nicht mehr so richtig verwählt... ;)

Damit ist es für die entsprechenden dubiosen Firmen noch einfacher, per Wählcomputer nach real existierenden Rufnummern zu scannen und Listen davon zu erstellen, statt solche Listen irgendwo "teuer" einzukaufen.

Gruß,

]B^)=
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PeterOZ antwortet auf dormilon
28.08.2009 10:41
Benutzer dormilon schrieb:


So weit ich gehört habe, soll es Leute geben, die eine Art "Rufnummern Scan" per Wähl-Computer durchführen. Dabei werden dem Rechner angeblich die Vorwahlnummern sowie die entsprechenden Telefonnummernbereiche (z.B. 111111-999999) vorgegeben. Der Rechner wählt dann "blind" sämtliche theoretisch möglichen Telefonnummern durch und speichert genau diejenigen,
Das ist ein alter Hut, schon zur Zeiten der Akustikkoppler gab es solche Progrämmchen in Basic!
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