Ausprobiert

Hotspot-Flat von freenet im Kurz-Test: Viele WLAN-Netze verfügbar

Wir haben uns für die neue Hotspot-Flat von freenet und mobilcom-debitel registriert und den Service in einer südhessischen Stadt kurz getestet. Die Telekom-Hotspots sind alle inklusive.
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Login, Umkreissuche und Einstellungsmenü
Login, Umkreissuche und Einstellungsmenü
Auf der IFA hat mobilcom-debitel die "freenet weltweite Hotspot-Flat" vorgestellt, eine Tarifoption, mit der das Surfen in rund 50 Millionen Hotspots in 120 Ländern möglich sein soll. Wir haben die Registrierung, Einrichtung und Nutzung der Hotspot-Flat kurz in Südhessen getestet.

Momentan gibt es zwei Möglich­keiten, an die weltweite Hotspot-Flat von freenet zu kommen. Kunden von mobilcom-debitel können sie zu ihrem Tarif für 4,99 Euro zusätzliche Grundgebühr hinzubuchen. Dazu gibt es zwei Ausnahmen: In den Tarifen "real Allnet" und "comfort Allnet" in den Netzen von Telekom und Vodafone ist die Hotspot-Flat ohne Aufpreis enthalten.

Außerdem hat mobilcom-debitel am IFA-Messestand an interessierte Besucher Gutscheine ausgegeben, mit denen die weltweite Hotspot-Flat 30 Tage kostenlos getestet werden kann. Der Gutschein­code kann noch bis zum 30. September auf der Internetseite freenethotspotflat.de eingelöst werden. Über einen solchen Gutschein haben wir die Flat an mehreren Hotspot-Standorten getestet.

Einrichtung dauert nur wenige Minuten

Nach der Eingabe des Gutscheincodes mussten wir einen neuen Account bei mobilcom-debitel registrieren. Wer die Flat über den Gutschein­code testen will, kann keine bereits existierenden mobilcom-debitel-Zugangsdaten eingeben. Anschließend erhielten wir eine Bestätigungs-E-Mail, in der wir dazu aufgefordert wurden, die freenet Hotspot App herunter­zuladen, die es für Android und iOS gibt.

In der App muss der Nutzer sich dann mit den bei der Registrierung fest­gelegten Account­daten einloggen. Die App selbst ist recht schlicht und übersichtlich aufgebaut: Auf dem ersten Reiter kann der Anwender per GPS die nächstgelegenen WLAN-Hotspots suchen. Der zweite Reiter bietet die Möglichkeit eines Speedtestes und auf dem dritten Reiter wartet das Einstellungs­menü. Dort ist es aber lediglich möglich, sich mit Hotspots automatisch verbinden zu lassen und sich aus dem Account auszuloggen.

Wichtig zu wissen ist, dass für die Suche nach einem Hotspot bereits eine aktive Internet­verbindung bestehen muss, entweder über ein heimisches WLAN oder über die mobile Daten­verbindung - ansonsten zeigt die App keine Suchergebnisse an. Die ganze Einrichtung der App dauerte in unserem Test nur wenige Minuten.

Diese Berechtigungen fordert die App
Diese Berechtigungen fordert die App

Erstaunlich viele Hotspots in unserer Umgebung

Unseren Test führten wir in der südhessischen Universitäts- und Wissenschafts­stadt Darmstadt durch. Bei unserer Umkreissuche am östlichen Rand der Innenstadt tauchten im Umkreis von einem Kilometer 25 Hotspot-Ergebnisse in einer Liste auf. Als wir das Ergebnis dann auf der Karte genauer anschauten, bemerkten wir, dass es sich um mehrere Gaststätten und öffentliche Einrichtungen handelt, die denselben Hotspot als in ihrer Nähe verfügbar gemeldet hatten. Tatsächlich handelte es sich immerhin um sechs physikalische Hotspots in unserem Suchergebnis.

Im Test konnten wir feststellen, dass mobilcom-debitel das Versprechen gehalten hat und den Zugang zu allen Telekom-Hotspots ermöglicht. Gegenüber der Abrechnung über die Telekom ist das ein deutlicher Preisvorteil, denn dort kostet schon ein Tagespass 4,95 Euro (Wochenpass: 19,95 Euro, Monatspass: 29,95 Euro). Außerdem fanden wir in unserer Umkreissuche Hotspots des Betreibers m3connect sowie eines Betreibers namens mycloud vor. In der Suchergebnis­liste steht außer der Adresse immer auch der Betreiber des Hotspots und die Entfernung zum Access-Point. Innerhalb der App kann der Nutzer sich auch zum Hotspot navigieren lassen.

Eines beherrscht die App allerdings nicht - und das ist die Verbindungs­aufnahme mit den Hotspots, zumindest nicht in der iOS-Variante. Als wir auf der iPhone-App bei den Hotspots auf "verbinden" tippten, forderte die App uns auf, ins Einstellungs­menü des iPhones zu wechseln und dort eine manuelle Verbindung mit dem Hotspot herzustellen. Man ist also mitunter damit beschäftigt, mehrmals zwischen Hotspot-App und Einstellungs­menü hin- und herzuwechseln, wenn man sich durch die Stadt bewegt und den Hotspot wechseln möchte.

Ergebnisliste, Kartenansicht und Speedtest
Ergebnisliste, Kartenansicht und Speedtest

Downstream mit bis zu 10 MBit/s im Test

Den Test führten wir an einem recht sonnigen und belebten Nachmittag zwischen 15 und 16 Uhr durch, an dem die Hotspots sicherlich stark frequentiert waren, vor allem in Einkaufs­zentren. Die Geschwindigkeits­messungen sagen ohnehin nichts über die App von freenet und mobilcom-debitel aus, da die Downstream­werte von der Anzahl und Aktivität der Nutzer in einem Hotspot sowie von der Backbone-Anbindung abhängig sind.

Bei den von uns genutzten Hotspots lagen die Werte zwischen 1,5 MBit/s und 10 MBit/s im Downstream, was für normales Surfen und Messaging in Ordnung ist. Die Upstream-Werte lagen im selben Bereich. Im Test begegnete uns auch das bei öffentlichen Hotspots weit verbreitete Phänomen, dass die WLAN-Access-Points eher zum Saugen als zum Uploaden verwendet werden - bei mehreren Testmessungen lag der Upstream über dem Downstream.

Fazit

Für eine erste Version funktionieren der Dienst und die App problemlos, die Einrichtung ist in wenigen Minuten geschafft und auch die Suche nach einem Hotspot ging schnell.

Für weitere App-Updates wäre es ein nettes Feature, wenn die App auch direkt die Verbindung mit den Hotspots herstellen könnte und wenn der Nutzer auf Wunsch eine Umgebungs­karte offline herunter­laden könnte, damit er schon vorher weiß, wo es einen Hotspot gibt - denn Hotspots lassen sich momentan nur mit einer aktiven Internet­verbindung finden.

Weitere Details lesen Sie in unserer Meldung zur Vorstellung der weltweiten Hotspot-Flat von mobilcom-debitel auf der IFA.

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