Volle Flächendeckung

freenet TV startet Angebot über Satellit zum gleichen Preis

freenet TV verbreitet sein Angebot jetzt auch über den Satelliten Astra. Bestehende Abonnements können übernommen werden.
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Das CI-Modul von freenet TV kann auch für den Satelliten-Empfang genutzt werden.Das CI-Modul von freenet TV kann auch für den Satelliten-Empfang genutzt werden. Seit heute kann das Angebot von freenet TV bundesweit empfangen werden - über den Satelliten Astra. Dazu braucht man nur einen Astra-kompatiblen Sat-Receiver mit CI-Modulschacht und dem passenden CI-Modul von freenet TV (Kaufpreis einmalig 79 Euro) oder einen neuen „freenet-TV-kompatiblen“ Satellitenreceiver wie den Digit S4 von TechniSat. Dessen Kaufpreis beträgt 109 Euro (UVP), der Straßenpreis dürfte aber um 99 Euro liegen.

Bekanntes CI-Modul weiter verwendbar

Hat der eigene Satellitenempfänger einen CI-Schacht, kann das CI-Modul von freenet TV eingesteckt werden, es muss aber vorher bei freenet TV registriert sein. Das Modul kostet einmalig 79 Euro.

Bestehende Abos sind „umschaltbar“

Der Clou: Der Empfang über Satellit kostet das gleiche wie über terrestrisches DVB-T2. Bestehende Abonnements können „umgeschaltet“ werden. Einfach unter www.freenet.tv einloggen und umschalten, was mit zwei bis drei Mausklicks möglich ist und sofort wirken soll. Ein späterer Wechsel zu DVB-T2 ist ebenfalls möglich, es funktioniert aber immer nur ein Gerät zu einer Zeit.

Preise unverändert

Neue Abonnements kosten auch das gleiche. Monatlich 5,75 Euro oder 69 Euro pro Jahr. Darüber hinaus wird es auch 24-Monats-Laufzeitverträge geben, die in den Shops der Marke mobilcom-debitel abgeschlossen werden können. Dann kosten Abonnement und Aufpreis für den Sat-Receiver 7,99 Euro im Monat plus einen einmaligen Kaufpreis für das Endgerät, wie man es vom Handy schon kennt.

Derzeit sind 22 private Programm über Satellit zu empfangen, dazu kommen noch ARD ZDF und die dritten Programme
Derzeit sind 22 private Programm über Satellit zu empfangen, dazu kommen noch ARD ZDF und die dritten Programme
Schon vor einem Jahr hatte freenet TV sich überlegt, die Ausstrahlung seiner Programme auch über Satellit in Angriff zu nehmen. Dazu standen zwei Ideen im Raum: Anmieten eigener Transponder auf dem Satelliten Astra, wo alle bekannten Programme nochmal einmal frisch übertragen werden müssten und was mit rund 15 Millionen Euro pro Transponder sehr teuer geworden wäre.

Die gewählte technische Lösung ist hingegen genial einfach: Auf den bestehenden Transpondern wird neben dem Codierungssignal von HD+ auch das passende Signal für freenet TV und M7 (einem weiteren Anbieter) übertragen.

Aufwendige Verhandlungen

Neben der technischen Komponente mussten mit allen Programmanbietern neue Verträge verhandelt werden, beispielsweise mit der Pro7/Sat.1-Gruppe und der RTL-Gruppe. Das sei am „langwierigsten“ gewesen.

Im Jahre 2016 hatte DVB-T einen Marktanteil von 10 Prozent (bei 47 Prozent Abdeckung), 47 Prozent (oder 18 Millionen Zuschauer) können Satellit empfangen. Fernsehen via Internet (IPTV) schauen 5 Prozent und 46 Prozent werden über klassisches Kabelfernsehen versorgt.

22 private plus 23 freie Programme

Nicht alle lieben ihn: Der Presenter von freenet TV sei bekannter als die Kampagne von Vodafone oder der Telekom
Nicht alle lieben ihn: Der Presenter von freenet TV sei bekannter als die Kampagne von Vodafone oder der Telekom
Über Satellit sind 22 private Programme in HD zu empfangen, wie mtv HD, Insight HD (Action Männersport), TLC HD, Eurosport 1 HD oder DMax HD. Dazu kommen die Angebote der RTL-Gruppe in HD, Pro7/Sat.1 in HD, Viacom, Tele5, Disney, Nickelodeon und so weiter. Diese erfordern nach der Gratisphase ein Abonnement.

Daneben können (ohne Abonnement) die öffentlich rechtlichen SD/HD-Programme, wie ARD, ZDF, neo, ZDF-Info, ONE, Kika weiter kostenlos geschaut werden, plus einige Spezialprogramme wie Bibel TV oder verschiedene Shopping-Sender, theoretisch insgesamt 23 Programme. Allerdings werden ARD und ZDF und deren Ableger jeweils doppelt ausgestrahlt, einmal in SD- und einmal in HD-Qualität.

HD in 1080i

Das Bild über Satellit wird in 1080i-Full-HD übertragen, während es über DVB-T2 in 1080p-Full-HD ausgestrahlt werde. Beides darf gemäß Definition als HD-TV bezeichnet werden.

Marktchancen

Nach den Unterschieden zum bisherigen marktbeherrschenden HD+ Angebot (mit Smartcard) befragt, sieht Media Broadcast seine Chancen. Denn „wir sind hungriger und ambitionierter und wir haben die bessere Vertriebsstruktur, außerdem haben wir bereits 9 Millionen Freenet-AG-Kunden, die bislang vielleicht nur einen Mobilfunkvertrag ihr eigen nennen.“

Die Bezahlweise kann monatlich, jährlich oder auf 24 Monate (dann in Zusammenarbeit mit mobilcom-debitel) erfolgen. Beim 24-Monatsmodell kann ein Receiver inklusive Freischaltung für 7,99 Euro im Monat plus eine Einmalzahlung über mobilcom-debitel gebucht werden. Bereits gekaufte Gutscheine können auch für die Satellitenversion eingelöst werden.

Spezielle Sat-Receiver

Der TechniSat Digit S4 Empfänger ist freenet-TV-ready
Der TechniSat Digit S4 Empfänger ist freenet-TV-ready
Der Technisat Digit S4 (Testgerät bei Technisat) soll 109 Euro (UVP) kosten, der Straßenpreis dürfte bei 99 Euro liegen. Das Gerät ist PVR-ready (Anschluss einer Festplatte zum Aufzeichnen eigener Programme), wichtige Programme seien im Gerät schon vorsortiert.

Jeder DVB-S fähige Fernseher (der letzten 8 Jahre) ist für freenet TV über Satellit kompatibel, sofern er einen CI-Schacht besitzt und braucht kein Update. Das CI-Modul wird für einmalig 79 Euro angeboten und ist auch „Connect“-fähig, um die zusätzlichen „Connect“-Programme schauen zu können.

Bei modernen Fernsehern mit zweifachem Triple-Tuner können innerhalb des Fernsehers beide Empfangsarten parallel genutzt werden, das trifft z.B. auf Sat-Anlagen mit nur einem Kabel zu.

freenet TV ist von Anfang zu 100 Prozent (wo Astra hinkommt) verfügbar und sei das aktuell günstigste Angebot im Markt.

11-Millionen-Werbekampagne

Auf allen Kanälen wird die Vermarktung von freenet TV beworben
Auf allen Kanälen wird die Vermarktung von freenet TV beworben
Freenet wird eine 11 Millionen schwere Werbekampagne „in quietschgrün“ starten. Der eingesetzte "Presenter" (Werberfigur) in "quietschgrün" werde vom Publikum geliebt und gehasst. Damit erreiche Freenet eine gestützte Markenbekanntkeit von 70 Prozent und sei somit deutlich stärker als Vodafone GigaTV oder T-Entertain der Telekom bekannt.

Um Ungerechtigkeiten zu vermeiden, stellt freenet TV seine Gratisphase auf ein neues System um. Bei einer Registrierung werden nur eine gültige E-Mail-Adresse und die Freischalt-Nummer vom Gerät gebraucht. Im Online-Tool kann dann auf Kundenwunsch die Gratisphase gestartet werden, d.h. der Kunde bekommt volle drei Monate alle Programm gratis. Wer anonym bleiben will, muss sich nicht registrieren, bekommt dann aber auch keine freien drei Monate.

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