Kurios

160 000 Kunden zahlen schon freiwillig für freenet TV

Bis zum Jahresende will freenet 800 000 zahlende Kunden für freenet TV gewinnen. Weit mehr als eine Million DVB-T2-HD-Receiver sind bereits im Einsatz.
Von Thorsten Neuhetzki
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freenetTV verzeichnet schon 160 000 zahlende Kunden - obwohl eigentlich noch gar nicht gezahlt werden müsste. Das teile die freenet AG heute im Rahmen eines Kapitalmarkttages für Analysten und Investoren mit. Der Vorstand der freenet AG hat heute erste Ergebnisse zum Endkundengeschäft mit den neuen TV-Produkten freenet TV präsentiert. Warum die Kunden bereits zahlen, ist unklar.

freenet hatte im vergangenen Jahr den Sendernetzbetreiber Media Broadcast übernommen und das neue hochauflösende Antennenfernsehen unter dem Namen freenet TV gestartet. Dabei basiert freenet TV auf DVB-T2 HD und bezeichnet ein Paket aus verschlüsselten Privatsendern, für die spezielle Receiver benötigt werden. Über DVB-T2 werden aber auch unverschlüsselt die öffentlich-rechtlichen Sender ausgestrahlt - teils durch Media Broadcast, teils durch ein ARD-Sendernetz.

Für die etwa 20 verschlüsselten Privatsender berechnet freenet eine Gebühr von 5,75 Euro im Monat, die in der Regel jährlich abgerechnet wird. Auf Wunsch ist aber auch eine monatliche Abrechnung möglich. Darüber hinaus ist es möglich auf weitere TV-Programme, die Mediatheken der einzelnen Sender, Programmdienste, Apps und Radio-Programme direkt über die Senderliste zuzugreifen. Die volle Unterstützung ist jedoch nur für einen einzigen Receivertyp gegeben.

Bis Jahresende 2,5 Millionen Geräte, aber nur 800 000 Kunden geplant

Fernsehen über die Antenne kommt jetzt von freenetFernsehen über die Antenne kommt jetzt von freenet Die Anzahl der angeschlossenen DVB-T2-Empfangsgeräte belief sich zum Ende des ersten Quartals 2017 auf schätzungsweise 1,2 bis 1,5 Millionen und wird nach Einschätzung der freenet AG bis zum Jahresende 2017 auf über 2,5 Millionen ansteigen. Gegenüber teltarif.de sagte ein Verantwortlicher vor etwa zwei Wochen, es sei etwa eine Million Geräte mit freenet-TV-Unterstützung verkauft worden.

Zum Ende des ersten Halbjahres 2017 rechnet die freenet AG mit einer Zunahme der zahlenden Kunden auf über 500 000 beziehungsweise bis zum Jahresende 2017 mit einem Anstieg auf über 800 000 Abonnenten und einem durchschnittlichen monatlichen Umsatz pro Kunde von netto rund 4,50 Euro. Ab 1. Juli muss für freenet TV generell gezahlt werden. Der Anbieter hofft auch, durch die Analogabschaltung bei Unitymedia noch einige Kunden zu gewinnen.

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