Terrestrisch

freenet TV: Details zum Sendernetzausbau für DVB-T2 HD

Zum offiziellen Start im März kommenden Jahres wird freenet TV über 44 Sendeanlagen verbreitet. Gleichzeitig wird die Verbreitung der privaten Fernsehsender im alten DVB-T-Standard eingestellt.

Details zum Netzausbau für freenet TV Details zum Netzausbau für freenet TV
Foto: freenet
Ende Mai hat die Neuauflage des terrestrischen Digitalfernsehens, DVB-T2 HD, den offiziellen Testbetrieb in Deutschland aufgenommen. Seitdem werden zwei öffentlich-rechtliche und vier privat-kommerzielle Programme in ersten Ballungszentren ausgestrahlt. Der weitere Ausbau von Sendernetz und Programmangebot startet im Frühjahr 2017.

Nun hat Media Broadcast als Sendernetzbetreiber anlässlich der Münchner Medientage Details zum weiteren Ausbau des Sendernetzes von freenet TV veröffentlicht. freenet vermarktet die privaten Programmangebote, die vom Start weg verschlüsselt ausgestrahlt werden. Nach einer Testphase für alle Besitzer mit einem passenden Receiver oder CI-Modul, in der das Angebot kostenlos zu empfangen ist, soll es aber kostenpflichtig werden.

Zum offiziellen Start 44 Sendeanlagen

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Foto: freenet
Zum Start des Regelbetriebs am 29. März kommenden Jahres werden laut Media Broadcast Sendeanlagen an 44 Standorten zur Verbreitung von freenet TV in Betrieb genommen. Dabei erfolgt die Aufschaltung im ersten Schritt vor allem in jenen Regionen, in denen aktuell bereits die Testsendungen verbreitet werden. Drei weitere Phasen folgen im November 2017 sowie im März und November 2018.

Zum Endausbau in rund zwei Jahren sollen 61 Sendestationen die Programme der privaten Programmanbieter verbreiten. ProSiebenSat.1, die RTL-Gruppe und weitere Veranstalter würden demnach ihre technische Reichweite gegenüber der heutigen DVB-T-Intrastruktur verdoppeln. Zum kommerziellen Start erreiche freenet TV demnach rund 55 Millionen Einwohner, was einer Reichweite von 70 Prozent entspreche. Bis Ende November 2018 wachse die Abdeckung auf 63 Millionen Einwohner bzw. rund 80 Prozent.

ARD und ZDF planen weiteren Ausbau

Ein Sendernetzausbau, der über die bis Ende November 2018 vorgesehene Planung hinausgeht, ist für freenet TV zumindest derzeit nicht vorgesehen. ARD und ZDF wollen ihre Fernsehprogramme aber auch in Regionen über DVB-T2 HD ausstrahlen, in denen die kommerzielle Konkurrenz nicht an den Start geht.

Zum Start des Regelbetriebs sollen bei freenet TV rund 20 private Fernsehprogramme in Full-HD-Qualität ausgestrahlt werden. Ab dem 29. März 2017 gilt dabei die Regelung, dass der Empfang drei Monate lang kostenlos möglich ist. Nach Ablauf des ersten Vierteljahres berechnet freenet TV jährlich 69 Euro. Ebenfalls am 29. März endet die Verbreitung des kommerziellen TV-Programme im alten DVB-T-Standard. In einer weiteren Meldung haben wir bereits Details zur Abschaltung des alten DVB-T-Signals zusammengefasst.

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