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Frankreich denkt über Besteuerung von Mobilfunkantennen nach

Branchensteuern sollen bisherige Gewerbesteuer ersetzen
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Die französische Regierung denkt über eine Besteuerung der rund 50 000 Mobilfunkantennen im Land nach. Damit solle der Wegfall der bisherigen Gewerbesteuer für die drei großen Anbieter ausgeglichen werden, Orange, SFR und Bouygues Télécom, hieß es am Montagabend im französischen Wirtschaftsministerium. Derzeit würden Gespräche mit den Unternehmen geführt, eine Entscheidung solle vor Monatsende fallen. Die Tageszeitung Le Figaro berichtete heute, die Regierung wolle pro Antenne rund eintausend Euro Steuer erheben. Dies entspreche ungefähr der Summe, die eine Antenne im Jahr an Gewerbesteuer einbringe.

Dem Bericht zufolge will die Regierung eine ganze Reihe von "Branchensteuern" als Ersatz für die Gewerbesteuer auflegen, die Anfang kommenden Jahres wegfallen soll. Betroffen seien etwa Großkonzerne wie der Stromriese EDF und die Staatsbahn SNCF. Generell soll die Gewerbesteuer durch eine neue Abgabe ersetzt werden, für die der Begriff "wirtschaftlicher Gebietsbeitrag" erfunden wurde.

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