Tipps & Tricks

Fotos fürs Internet: So löschen Sie die Metadaten

Wer seine Fotos ins Internet stellt, sollte sich vorher genau überlegen, welche Metadaten er anzeigen lassen will. Denn es gibt genügend Wege, um Metadaten abzurufen. Daher ist es ratsam diese vorher zu löschen.
Von Marleen Frontzeck-Hornke mit Material von dpa

Foto-Metadaten vorher löschen Foto-Metadaten vorher löschen
Bild: dpa
Kameratyp, Blende, Verschlusszeit, Datum, Uhrzeit, Lizenz-, Urheber- oder auch Aufnahmestandortinformationen: Die in Fotodateien automatisch hinterlegten sogenannten Metadaten können äußerst praktisch sein, wenn man Jahre später noch in einer Bilder-Datenbank danach suchen will. Wer aber nicht möchte, dass andere diese Daten oder einen Teil davon sehen, oder dass sie unter Umständen ausgewertet werden, sollte die betreffenden Metadaten löschen, bevor er die Bilder im Internet veröffentlicht, rät das Urheberrechtsportal iRights.info.

Das funktioniert etwa mit Programmen wie dem kostenlosen Irfanview (zum Download) auch gleich stapelweise (Batch-Konvertierung): Einfach bei "EXIF- und IPTC-Dateien die Häkchen entfernen und dann die Fotodateien in der gleichen Qualität kopieren. Inzwischen gibt es auch Apps, die Metadaten entfernen können - etwa Metadata Remover für Android (zum Download [Link entfernt] ).

So können Sie sich Metadaten anzeigen lassen

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Wer sich die Metadaten von Fotos anzeigen lassen will, benötigt dafür meist spezielle Software. So werden oft unter Windows oder Mac OS nicht alle gespeicherten Informationen angezeigt. Der Nutzer hat beispielsweise mit dem Online-Tool Jeffrey's Exif-Viewer die Möglichkeit, Metadaten abzurufen. Dafür muss man aber das Foto auf der Seite hochladen - ein Nachteil gegenüber lokaler Software.

Für die Anzeige von Metadaten mit lokalen Programmen bieten sich unter anderem Lightroom und Photoshop an. Gerade in Zeiten von Facebook, Twitter, Instagram und Co. ist es wichtig zu wissen, welche Metadaten man preisgeben möchte. So zeigen manche sozialen Netzwerke die Metadaten der Fotos an, wenn diese wieder heruntergeladen werden. Anderen Dienste zeigen keine Metadaten an. Doch das bedeutet nicht, dass Facebook oder andere Netzwerke die Informationen nicht irgendwo trotzdem abspeichern. Die Kollegen von irights.info haben einen Überblick zu den Webdiensten erstellt. So wird bei Facebook in der Anzeige von Exif-Dateien nur der Standort angegeben und für Besucher bleibt eventuell der Standort sichtbar. Bei Twitter und WhatsApp wird laut irights.info nichts angezeigt.

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