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IP-Telefonie mit Telefonanlage


28.04.2005 13:57 - Gestartet von bollebolle
Ist es möglich, eine vorhandene (nicht IP-Telefonie enthaltende) ISDN-Telefonanlage durch preiswerte Zusatztechnik so umzurüsten, daß für abgehende (und evt. auch für ankommende) Gespräche IP-Telefonie möglich ist, und die vorhandenen Endgeräte (Telefone) der Telefonanlage dafür genutzt werden können?

Bekannte Lösungen mit DSL- und ISDN-Mehrgeräteanschluß (zum Amt) haben ja nur direkt dort angeschlossene Analogtelefone. Ich stelle mir ein Gerät vor, das einen DSL- oder (besser/universeller) Netzwerkanschluß und einen ISDN-Anschluß (am Besten auch für Anlagenanschlüsse verwendbar) nach extern sowie einen ISDN-Anschluß nach intern hat, das also VOR eine vorhandene ISDN-Anlage geschaltet werden kann.
(Oder vielleicht ein an einen internen S0- oder evt. Analoganschluß einer Anlage anschließbares Gerät, das bei nicht möglichem Verbindungsaufbau über das Internet von sich aus über die vorgeschaltete ISDN-Anlage wählt. Das wäre aber weniger universell, es müßte ja zunächst die Nebenstellennummer angewählt und dann die eigentliche Zielrufnummer nachgewählt werden, und bei nicht möglichem Verbindungsaufbau über DSL dann weitervermittelt werden...)

Sozusagen ein "universeller Telefonrouter" für fast beliebige vorhandene ISDN-Telefonanlagen, um IP-Telefonate (über Netzwerk-DSL) oder herkömmliche Telefonate (über ISDN-Anlagenanschluß) mit vorhandener Technik (ISDN-Anlage, ISDN- und Analogtelefone an vorhandener Anlage) komfortabel führen zu können.

Gibt's das?
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[1] Talvin antwortet auf bollebolle
28.04.2005 15:32
Ja, gibt es, zb. vol AOLPhone den ATA Router, kostet nichts bei AOL. siehe dort, habe ich selbst und funktioniert hervorragend!
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[2] Panasonicer antwortet auf bollebolle
28.04.2005 16:00
...was Du suchst, ist vielleicht eine Fritz!Box FON 7050 von AVM (gibts bei eBay fuer 180 EUR ohne Vertrag, bei 1&1 kostenlos).
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[3] Pauli antwortet auf bollebolle
28.04.2005 16:00
das ist mit der Fritz!Box Fon (WLAN) möglich. siehe hier:
http://www.avm.de/cgi-bin/portal?portal=box_fon_wlan&datei=Praxis_und_Tipps/anlagenkopplung.html

klappt bei mir wunderbar und ich kann für jedes Gespräch entscheiden, ob ich über IP oder klassisch telefonieren will.

bei 1&1 bekommt man die Fritz!Box beim Abschluss eines DSL-Flat Tarifs für 29,99

Gruß, Pauli
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[3.1] bollebolle antwortet auf Pauli
28.04.2005 16:14
Benutzer Pauli schrieb:
http://www.avm.de/cgi-bin/portal?portal=box_fon_wlan&datei= Praxis_und_Tipps/anlagenkopplung.html

Hervorragend! Mir war nicht klar, daß man dieses Ding auch sinnvoll in vorhandene TK-Anlagen einbinden kann.

klappt bei mir wunderbar und ich kann für jedes Gespräch entscheiden, ob ich über IP oder klassisch telefonieren will.

Vermutlich durch Anwahl entweder der Amtsholung (Null), oder der internen Rufnummer der Fritzboxfon. In meiner Anlage kann ich das evt. noch etwas besser machen (automatische Auswahl anhand gewählter Zielrufnummer); je nachdem, wie die Fritzboxfon dann "Freizeichen-dann Rufnummernrest eintippen" realisiert. Da wird sich dann aber mein neuer Telefon-Provider freuen, der mir (hoffentlich) in Kürze DSL bringt (was die Telekom nicht kann)... Nix da mit "kein CallByCall" und teureren Telefontarifen z.B. im Ortsnetz.

bei 1&1 bekommt man die Fritz!Box beim Abschluss eines DSL-Flat Tarifs für 29,99

1&1 ist, wie der meiste Rest auch, letztlich Telekom-basierend. Diese faule Bande kümmert sich nicht um Leute, die die Telekom nicht mit TDSL bedienen will.

Danke.
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[4] IP-Telefonie mit Auerswald-Box
Gophy antwortet auf bollebolle
28.04.2005 16:41
Geht auch mit der Auerswald Box
Infos unter
http://www.auerswald.de/de/index1.htm

Gruß
Gophy
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[5] bollebolle antwortet auf bollebolle
28.04.2005 17:21
FritzBoxFon: Die hat im Wesentlichen zwar das, was man in einer Telefonanlage für VoIP braucht. Nachteil: Durch die DSL-Router-INTEGRATION in der Fritzboxfon bin ich wohl gezwungen, einen evt. vorhandenen, guten DSL/ISDN-Kombirouter (mit zusätzlicher Netzwerkcapi usw.) zu entfernen.
Ich kann ja wohl nicht zwei DSL-Router (Fritzbox UND ISDN/DSL-Kombirouter) gleichzeitig am DSL-Modem (sofern nicht auch das noch in der Fritzbox integriert ist) anschließen. Gibt es einen Weg, die Fritzboxfon (oder was Anderes) UND einen anderen Router am gleichen DSL-Anschluß anzuschließen? Parallel (am DSL-Modem), oder hintereinander (vielleicht über evt. Netzwerkanschluß der Fritzboxfon)?

(AuerswaldBox: Es wird zusätzlich noch ein "ATA-Adapter, z.B. FritzBoxFone, HandyTone486" benötigt. Das verstehe ich nicht; wie wird denn diese Box nun wirklich mit dem Internet verbunden? Bei Auerswald auf der Homepage unklar beschrieben. Es scheint, als müßte man noch z.B. eine FritzBoxFone dazukaufen; wozu dann aber die AuerswaldBox? Ach, ich verstehe: Die verbindet sozusagen nur 2 Analoganschlüsse, als würde man 2 Telefonhörer aneinanderhalten. Den eigentlichen VoIP-Teil muß dann die am 2. Analoganschluß angeschlossene "Zweitanlage" machen.)
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[5.1] bollebolle antwortet auf bollebolle
28.04.2005 17:37
Benutzer bollebolle schrieb:
FritzBoxFon: Durch die DSL-Router-INTEGRATION in der Fritzboxfon bin ich wohl gezwungen, einen evt. vorhandenen, guten DSL/ISDN-Kombirouter (mit zusätzlicher Netzwerkcapi usw.) zu entfernen.

(AuerswaldBox: Es wird zusätzlich noch ein "ATA-Adapter, z.B.
FritzBoxFone, HandyTone486" benötigt.

Ah, jetzt, ja:
Für mich wird's vermutlich so laufen:

Vorhandene ISDN-Anlage, interner Analogport,
dort AuerswaldBox anschließen, an dortigem 2. Analogport
ATA-Adapter anschließen, an dortigem Netzwerkport
über vorhandenen Switch mit vorhandenem Lancom-DSL/ISDN-Router verbinden.

Gibt's da Stolpersteine? Z.B. nicht vorhandene Protokollfähigkeiten o.ä. einer Komponente?
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[5.1.1] michael ciesla antwortet auf bollebolle
28.04.2005 20:58
Benutzer bollebolle schrieb:
Benutzer bollebolle schrieb:
FritzBoxFon: Durch die DSL-Router-INTEGRATION in der Fritzboxfon bin ich wohl gezwungen, einen evt. vorhandenen, guten
DSL/ISDN-Kombirouter (mit zusätzlicher Netzwerkcapi usw.) zu entfernen.

(AuerswaldBox: Es wird zusätzlich noch ein "ATA-Adapter, z.B.
FritzBoxFone, HandyTone486" benötigt.

Ah, jetzt, ja:
Für mich wird's vermutlich so laufen:

Vorhandene ISDN-Anlage, interner Analogport, dort AuerswaldBox anschließen, an dortigem 2. Analogport ATA-Adapter anschließen, an dortigem Netzwerkport über vorhandenen Switch mit vorhandenem Lancom-DSL/ISDN-Router verbinden.

Gibt's da Stolpersteine? Z.B. nicht vorhandene Protokollfähigkeiten o.ä. einer Komponente?



Hier http://www.auerswald.de/de/produkte/auerswald_box/box_beispiele.htm
gibt's die Beispielschaltungen der ABox. Ich würde sie nur dazu verwenden, call-through (in welcher der beschriebenen Versionen auch immer) zu realisieren. Für's "einfache Telefonieren" von zuhause ist die FBF sicherlich viel besser und universeller (aber auch teurer).
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[5.2] michael ciesla antwortet auf bollebolle
28.04.2005 20:54
Benutzer bollebolle schrieb:
FritzBoxFon: Die hat im Wesentlichen zwar das, was man in einer Telefonanlage für VoIP braucht. Nachteil: Durch die DSL-Router-INTEGRATION in der Fritzboxfon bin ich wohl gezwungen, einen evt. vorhandenen, guten DSL/ISDN-Kombirouter (mit zusätzlicher Netzwerkcapi usw.) zu entfernen. Ich kann ja wohl nicht zwei DSL-Router (Fritzbox UND ISDN/DSL-Kombirouter) gleichzeitig am DSL-Modem (sofern nicht auch das noch in der Fritzbox integriert ist) anschließen. Gibt es einen Weg, die Fritzboxfon (oder was Anderes) UND einen anderen Router am gleichen DSL-Anschluß anzuschließen? Parallel (am DSL-Modem), oder hintereinander (vielleicht über evt.
Netzwerkanschluß der Fritzboxfon)?

(AuerswaldBox: Es wird zusätzlich noch ein "ATA-Adapter, z.B.
FritzBoxFone, HandyTone486" benötigt. Das verstehe ich nicht; wie wird denn diese Box nun wirklich mit dem Internet verbunden? Bei Auerswald auf der Homepage unklar beschrieben. Es scheint, als müßte man noch z.B. eine FritzBoxFone dazukaufen; wozu dann aber die AuerswaldBox? Ach, ich verstehe: Die verbindet sozusagen nur 2 Analoganschlüsse, als würde man 2 Telefonhörer aneinanderhalten. Den eigentlichen VoIP-Teil muß dann die am 2. Analoganschluß angeschlossene "Zweitanlage" machen.)


Mit Tricks läßt sich die Router-Funktion der 7050 ausschalten, es wird also quasi ein besserer ATA draus.
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[5.2.1] christoph007 antwortet auf michael ciesla
29.04.2005 08:06

Mit Tricks läßt sich die Router-Funktion der 7050 ausschalten, es wird also quasi ein besserer ATA draus.

Und wo findet man diese Tricks? Vielleicht eine Internetseite? Das interessiert sicher einige.
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[5.2.2] bollebolle antwortet auf michael ciesla
29.04.2005 10:56
Benutzer michael ciesla schrieb:
Nachteil: Durch die DSL-Router-INTEGRATION in der Fritzboxfon bin ich wohl gezwungen, einen evt. vorhandenen, guten
DSL/ISDN-Kombirouter (mit zusätzlicher Netzwerkcapi usw.) zu entfernen


Mit Tricks läßt sich die Router-Funktion der 7050 ausschalten, es wird also quasi ein besserer ATA draus.

Das klingt interessant; ich fand durch googeln nur einen Artikel, in dem sinngemäß eine Erstellung einer "speziellen Firmware" für die FBF dafür vorgeschlagen wird. Mit diversen Warnhinweisen, und nicht völlig unkompliziert.

Gibt es einen besseren Weg (nur durch Konfiguration, nicht durch Firmwareveränderungs-Tricks)? An der Firmware rumbasteln will ich ungern; wer weiß, ob das längerfristig so haltbar ist (keine Weiterentwicklung der FBF-Firmware dann mitmachbar, vielleicht Fehler/Einschränkungen durch die Veränderung).

Was ist eigentlich der Nachteil der Variante "Auerswald-Box + ATA" gegenüber FBF (abgesehen von vermutlich "nur 1 Gespräch möglich" und den fehlenden Zusatzfunktionen wie WLAN, Anschlußmöglichkeit für weitere Telefone usw., die man ja nicht unbedingt braucht)?
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[5.2.2.1] michael ciesla antwortet auf bollebolle
29.04.2005 11:05
Benutzer bollebolle schrieb:
Benutzer michael ciesla schrieb:
Nachteil: Durch die DSL-Router-INTEGRATION in der Fritzboxfon bin ich wohl gezwungen, einen evt. vorhandenen, guten
DSL/ISDN-Kombirouter (mit zusätzlicher Netzwerkcapi usw.) zu entfernen


Mit Tricks läßt sich die Router-Funktion der 7050 ausschalten, es wird also quasi ein besserer ATA draus.

Das klingt interessant; ich fand durch googeln nur einen Artikel, in dem sinngemäß eine Erstellung einer "speziellen Firmware" für die FBF dafür vorgeschlagen wird. Mit diversen Warnhinweisen, und nicht völlig unkompliziert.

Gibt es einen besseren Weg (nur durch Konfiguration, nicht durch Firmwareveränderungs-Tricks)? An der Firmware rumbasteln will ich ungern; wer weiß, ob das längerfristig so haltbar ist (keine Weiterentwicklung der FBF-Firmware dann mitmachbar, vielleicht Fehler/Einschränkungen durch die Veränderung).


Warten, bis es die ATA Version auch von dieser Box gibt (von der alten Box gab's die ATA Version bei Freenet).


Was ist eigentlich der Nachteil der Variante "Auerswald-Box + ATA" gegenüber FBF (abgesehen von vermutlich "nur 1 Gespräch möglich" und den fehlenden Zusatzfunktionen wie WLAN, Anschlußmöglichkeit für weitere Telefone usw., die man ja nicht unbedingt braucht)?

Das Banbreitenmanagement funktioniert nicht ordentlich.
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[5.2.2.1.1] bollebolle antwortet auf michael ciesla
29.04.2005 12:08
Benutzer michael ciesla schrieb:
Warten, bis es die ATA Version auch von dieser Box gibt (von der alten Box gab's die ATA Version bei Freenet).

Vielleicht wäre ja auch eine Kombination:
Auerswaldbox + (alte)FBF-ATA
eine Variante, wenn das Grundproblem nur QoS/Bandbreitenmanagement wäre?
(Auerswaldbox macht FbF(alt) ISDN-Anlagenfähig.)

Was ist eigentlich der Nachteil der Variante "Auerswald-Box +
ATA" gegenüber FBF (abgesehen von vermutlich "nur 1 Gespräch möglich" und den fehlenden Zusatzfunktionen wie WLAN, Anschlußmöglichkeit für weitere Telefone usw., die man ja nicht unbedingt braucht)?

Das Banbreitenmanagement funktioniert nicht ordentlich.

Das Bandbreitenmanagement hat doch aber nichts mit der Auerswaldbox zu tun, sondern mit dem jeweiligen Router oder mit dem ATA (oder mit beiden)?
Mein LancomDSLI10office hat einen Menüpunkt mit "QoS".

Ich sehe jetzt folgende Varianten:
a) Auerswaldbox+ATA (z.B. FBFalt) hinter vorhandenem Router
b) FBF(neu) vor vorhandenen Router, dann funktioniert aber automatischer ISDN-Rückfall des vorhandenen Routers nicht mehr (vielleicht akzeptabel; man kann ja auch manuell über Webinterface den Lancomrouter notfalls umschalten)
(c) Warten oder suchen nach einer Alternative.)

Mal nebenbei: Kann die FBF denn womöglich mehr als 1 (jedenfalls abgehendes) VoIP-Gespräch gleichzeitig abwickeln, sofern sie per ISDN mit der vorhandenen TK-Anlage verbunden ist (und die DSL-Upload-Geschwindigkeit hoch genug ist und der (oder die) VoIP-Provider das denn unterstützt)? Oder auch nur (wie Auerswaldbox-Variante) 1 Gespräch?
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[5.2.2.1.1.1] bollebolle antwortet auf bollebolle
02.05.2005 17:38
Warten, bis es die ATA Version auch von dieser Box gibt (von der alten Box gab's die ATA Version bei Freenet).

Vielleicht wäre ja auch eine Kombination:
Auerswaldbox + (alte)FBF-ATA
eine Variante,

Wie ich jetzt hörte, ist ja die "alte" FritzBoxFonATA bereits ISDN-Anlagenfähig, wenn man den eigentlich für externes ISDN (Mehrgeräteanschluß) vorgesehenen Anschluß mit einem internen S0 einer ISDN-Anlage verbindet. In ein bestehendes Netzwerk mit existierendem Router kann sie ohnehin (ATA) integriert werden. Damit wäre dann ja alles geklärt; ich weiß überhaupt nicht, warum die Dinger von AVM alle ähnlich heißen, und finde die Unterschiede (die mit Firmwareveränderungen auch noch verwischen) nicht sehr eindeutig.

Mal nebenbei: Kann die FBF denn womöglich mehr als 1 (jedenfalls abgehendes) VoIP-Gespräch gleichzeitig abwickeln,

Angeblich kann sie es.

Ausführlicher (und verwirrender) für Interessierte folgender Link:
http://www.ip-phone-forum.de/forum/
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[6] barthwo antwortet auf bollebolle
01.05.2005 17:08
Die mächtigste Methode ist der Einsatz eines auf Linux basierenden Asterisk Servers mit zwei ISDN Karten (mit HFC Cologne Chipsatz a 15 Euro). Das schafft von der Leistung her fast jeder ausgemusterte PC. Die Software ist kostenlos. Nur die Konfiguration ist nicht einfach aber dafür ist das System auch extrem mächtig.

Eine ISDN Karte an den externen ISDN Anschluss und die andere ist der Input für die bisherige ISDN-Anlage. Die Ethernet Karte ans Internet hängen und schon ist der Spass hardwaremäßig fertig. Auch beliebige VoIP Telefone im lokalen Netz können dann beliebig in die interne Telefonanlage integriert werden. Beliebige auch zeitabhängige Rufnummernpläne nach innen und von aussen, Anrufbeantworter, Telefoncomputer ... alles möglich!

mfg wb
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[6.1] bollebolle antwortet auf barthwo
02.05.2005 17:52
Benutzer barthwo schrieb:
Die mächtigste Methode ist der Einsatz eines auf Linux basierenden Asterisk Servers mit zwei ISDN Karten (mit HFC Cologne Chipsatz a 15 Euro). Das schafft von der Leistung her fast jeder ausgemusterte PC. Die Software ist kostenlos. Nur die Konfiguration ist nicht einfach aber dafür ist das System auch extrem mächtig.

Habe mal ein wenig gegoogelt, fand aber leider so viel zu "Asterisk", daß ich nicht weiß, wo ich ansetzen soll.

Eine ISDN Karte an den externen ISDN Anschluss und die andere ist der Input für die bisherige ISDN-Anlage.

Kann es sein, daß vor VoIP-Zeiten was Ähnliches schon als reine Telefonanlage (ISDN) im Gespräch war?

Beliebige auch zeitabhängige Rufnummernpläne nach innen und von aussen, Anrufbeantworter, Telefoncomputer ... alles möglich!

Ich sehe da folgende Probleme:
- Brauche ich für die Einrichtung Linux-Kenntnisse?
- Ist die Software (zumal kostenlos) auf deutsche Belange (ISDN-Merkmale, Besonderheiten) zugeschnitten?
- Ist die Hardware erschwinglich oder erhältlich, wenn man mehr wollte, als 2 S0-Schnittstellen (und 1 Netzwerkschnittstelle) zu integrieren? Einfache ISDN-Karten mit nur 1 S0 begrenzen ja die Anlage, da in einen üblichen PC nur wenige solcher Karten passen.
- Gibt es auch (erhältliche, bezahlbare) Karten für Analogtelefone? (Und für S2M?)
- Wie ausgefeilt ist die Software (integrierte Mailboxen, diverse Rufumleitungen/Rufgruppen, Unterstützung von Systemtelefonen mit speziellen Features, TAPI über's Netzwerk, automatisch per Ziffernwahl vom Telefon abgespielte Ansagemenüstrukturen o.ä.)?

Wenn das alles (oder weitgehend) in Ordnung wäre, könnte ich natürlich auch die komplette ISDN-Anlage 'rausschmeißen, und durch eine PC-basierende Asterisk-Komplettlösung (VoIP+Telefonanlage) ersetzen. Wäre natürlich ein großer Aufwand und ginge weit über das, was ich bisher andachte.
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[6.1.1] barthwo antwortet auf bollebolle
02.05.2005 18:55
Benutzer bollebolle schrieb:

Habe mal ein wenig gegoogelt, fand aber leider so viel zu "Asterisk", daß ich nicht weiß, wo ich ansetzen soll.
So ging es mir auch.

Kann es sein, daß vor VoIP-Zeiten was Ähnliches schon als reine Telefonanlage (ISDN) im Gespräch war?
Denkbar. In dem Zusammenhang hab ich mich noch nicht damit beschäftigt.

Ich sehe da folgende Probleme:
- Brauche ich für die Einrichtung Linux-Kenntnisse?
Das ist nötig, z.B. wenn es gilt ISDN Kartentreiber zu installieren usw.

- Ist die Software (zumal kostenlos) auf deutsche Belange (ISDN-Merkmale, Besonderheiten) zugeschnitten?
Ja, das geht. Es gibt hier in Deutschland sogar Anbieter fertiger Asterisk Konfigurationen.

- Ist die Hardware erschwinglich oder erhältlich, wenn man mehr wollte, als 2 S0-Schnittstellen (und 1 Netzwerkschnittstelle) zu integrieren? Einfache ISDN-Karten mit nur 1 S0 begrenzen ja die Anlage, da in einen üblichen PC nur wenige solcher Karten passen.
Klar, dann wird es teurer. Karten mit 4 S0 drauf sind nicht mehr für 15 Euro zu haben, da geht es eher auf 500-600 Euro zu.

- Gibt es auch (erhältliche, bezahlbare) Karten für Analogtelefone? (Und für S2M?)
Solche analogen Karten gibt es. Sind vor allem in USA gerne in Benutzung. Preise kenne ich nicht. Aber ich gehe davon aus, dass die Preise pro Port sich in diesem Fall von denen bei Zusatzkarten für "normale" Telefonanlagen nicht mehr massiv unterscheiden.

- Wie ausgefeilt ist die Software (integrierte Mailboxen, diverse Rufumleitungen/Rufgruppen, Unterstützung von Systemtelefonen mit speziellen Features, TAPI über's Netzwerk, automatisch per Ziffernwahl vom Telefon abgespielte Ansagemenüstrukturen o.ä.)?
Da ist wirklich ALLES möglich. Das ist die Stärke von Asterisk. H323 Merkmale und Cisco VoIP Telefone werden nativ unterstützt.

Wenn das alles (oder weitgehend) in Ordnung wäre, könnte ich natürlich auch die komplette ISDN-Anlage 'rausschmeißen, und durch eine PC-basierende Asterisk-Komplettlösung (VoIP+Telefonanlage) ersetzen. Wäre natürlich ein großer Aufwand und ginge weit über das, was ich bisher andachte.
Genau dann macht dieser Ansatz Sinn. Auch z.B. um zwischen Standorten über VPN-Internet eine Bridge zu bilden um eine "virtuelle" Anlage zu bauen usw.usw.

Ich hatte diese jetzt auch angedacht für Büros die meine Firma neu bezieht und habe dann erstmal abgesehen davon, da wir das Knowhow im Moment nicht im Haus hatten und ich es nicht einkaufen wollte. Ich konnte noch mit vorhandener Infrastruktur auskommen.

mfg wb