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selber schuld!!!


28.11.2003 11:57 - Gestartet von uxxxr
Vieleicht sollten die Kinobetreiber sich mal ein wenig mit ihren horenden Eintrittspreisen etspannen.dann würden auch wieder mehr ins kino gehn.
Außerdem kann sich die Filmindustrie bei der regierung bedanken,schließlich ist sie dafür verantwortlich wenn bei den leuten das geld zu knapp wird, um sich die teuren originale zu kaufen.
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[1] meister1975 antwortet auf uxxxr
28.11.2003 21:19
da hastdu Recht , selbst die Arbeitslosen die einen Job suchen dieauch ein Problem da Kino sehr teuer ist.
Aber die Polizik interessiert es ja nicht Hauptsache ab 2004 10€ pro Quartal pro Arzt besuch.
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[1.1] xDJBx antwortet auf meister1975
03.12.2003 00:41
Wenn der Film gut ist, gehe ich auch ins Kino.
10 € Arztbesuch / Praxisgebühr ist OK. Dann rennt die Oma nicht wegen jedem Furz zum Arzt und der kann sich wieder richtig mit den Kranken beschäftigen, ergo , die Qualität steigt, also bekommt man eine bessere Behandlung für sein Geld.



xDJBx
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[1.1.1] Devil_MC antwortet auf xDJBx
03.12.2003 08:00
Benutzer xDJBx schrieb:
Wenn der Film gut ist, gehe ich auch ins Kino. 10 ? Arztbesuch / Praxisgebühr ist OK. Dann rennt die Oma nicht wegen jedem Furz zum Arzt und der kann sich wieder richtig mit den Kranken beschäftigen, ergo , die Qualität steigt, also bekommt man eine bessere Behandlung für sein Geld.
xDJBx

Soweit die Theorie: In der Realität muss man aber trotzdem für jeden Furz zum Hausarzt, damit der einem die Überweisung zum Facharzt ausstellt, damit man eben NICHT 10 ? "Eintritt" bei den Fachärzten zahlen muss. Aber was Omas Blutdruckmessbesuche angeht, hast Du natürlich Recht !

Gruß,
Derek
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[1.1.2] boeserbert antwortet auf xDJBx
03.12.2003 09:06
Benutzer xDJBx schrieb:
Wenn der Film gut ist, gehe ich auch ins Kino. 10 € Arztbesuch / Praxisgebühr ist OK. Dann rennt die Oma nicht wegen jedem Furz zum Arzt und der kann sich wieder richtig mit den Kranken beschäftigen, ergo , die Qualität steigt, also bekommt man eine bessere Behandlung für sein Geld.



xDJBx

Guten Tag,

Glaubst Du echt die Ommas hält sowas auf? :-?
10€ im Quartal sind billiger als sich jeden dritten Tag ins Café zu setzen für den Smalltalk!!! :-(((

Gruß
Frank
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[1.1.3] volkeru antwortet auf xDJBx
18.12.2003 23:50
Benutzer xDJBx schrieb:
10 € Arztbesuch / Praxisgebühr ist OK. Dann rennt die Oma nicht wegen jedem Furz zum Arzt und der kann sich wieder richtig mit den Kranken beschäftigen, ergo , die Qualität steigt, also bekommt man eine bessere Behandlung für sein Geld.

Obwohl es völlig 'off-topic' ist, kann man das wohl nicht so stehen lassen. Gerade die Oma wird gerne 40 Euro im Jahr ausgeben, um regelmäßig (wöchentlich) ihren Hausarzt für psychologischen Beistand aufzusuchen. Was die egozentrische und unsoziale Gesellschaft nicht mehr zu leisten in der Lage ist, muß eben der Arzt leisten. Finde ich nur legitim und richtig.

Gruß, Volker
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[1.1.3.1] tcsmoers antwortet auf volkeru
19.12.2003 09:15
Benutzer volkeru schrieb:
Benutzer xDJBx schrieb:
10 € Arztbesuch / Praxisgebühr ist OK. Dann rennt die Oma nicht wegen jedem Furz zum Arzt und der kann sich wieder richtig mit den Kranken beschäftigen, ergo , die Qualität steigt, also bekommt man eine bessere Behandlung für sein Geld.

Obwohl es völlig 'off-topic' ist, kann man das wohl nicht so stehen lassen. Gerade die Oma wird gerne 40 Euro im Jahr ausgeben, um regelmäßig (wöchentlich) ihren Hausarzt für psychologischen Beistand aufzusuchen. Was die egozentrische und unsoziale Gesellschaft nicht mehr zu leisten in der Lage ist, muß eben der Arzt leisten. Finde ich nur legitim und richtig.

Gruß, Volker

Das ist es. Gottseidank werden wir alle einmal alt oder sterben vorher.

peso
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[1.1.3.1.1] volkeru antwortet auf tcsmoers
19.12.2003 17:05
Benutzer tcsmoers schrieb:
Das ist es. Gottseidank werden wir alle einmal alt oder sterben vorher.

Nur irgendwie haben das die meisten verdrängt. Sie denken nicht daran, wie es ihnen einmal im Alter gehen wird, wenn alles so weiterläuft. Ich denke da weniger an monetäre Aspekte, sondern vielmehr an soziale. Es ist weniger eine Frage des Geldes, als vielmehr eine der Moral!

Gruß, Volker
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[1.1.3.2] xDJBx antwortet auf volkeru
19.12.2003 10:38
Benutzer volkeru schrieb:

Obwohl es völlig 'off-topic' ist, kann man das wohl nicht so stehen lassen. Gerade die Oma wird gerne 40 Euro im Jahr ausgeben, um regelmäßig (wöchentlich) ihren Hausarzt für psychologischen Beistand aufzusuchen. Was die egozentrische und unsoziale Gesellschaft nicht mehr zu leisten in der Lage ist, muß eben der Arzt leisten. Finde ich nur legitim und richtig.

Gruß, Volker

Ich denke, der psylologische Beistand ist Aufgabe der Familie oder von betreutem Wohnen und nicht die eines Hausarztes.Ich weiss, dass viele ältere Menschen nur zum Arzt gehen, weil der ihnen zuhören muss. Viele ältere Menschen erfinden jeden Tag neue Krankheiten, um ihren Mitteilungsdrang zu befriedigen. Viele ältere Menschen haben trotz ihres Alters nicht gelernt, sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Du prangerst hier die Gesellschaft an. Ich denke, Schuld hat eigentlich der Staat durch zu viel Kontrolle der Wirtschaft.

Dadurch haben die Menschen zu wenig "Entspannung", da der Druck bei den Unternehmen immer größer wird und die Stellen streichen (müssen). Jeder hat Angst um seine Existenz.

Das beste Beispiel für zu viel Kontrolle der Wirtschaft durch den Staat ist die RegTP.
Preise Telekom zu niedrig --> RegTP verlangt Preiserhöhung --> Telekom muss Preise anheben --> weniger Kunden --> weniger Jobs

xDJBx

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[1.1.3.2.1] chb antwortet auf xDJBx
19.12.2003 14:41
Benutzer xDJBx schrieb:
Ich denke, der psylologische Beistand ist Aufgabe der Familie

Und was ist mit den vielen einsamen alten Menschen, die keine Familie mehr um sie herum haben? In den Städten ist das ein ernstes Problem!

oder von betreutem Wohnen und nicht die eines Hausarztes.Ich

Wer sich's leisten kann... Die anderen gehen eben zum Arzt oder in die Apotheke, denn da hört ihnen jemand zu.

ihnen zuhören muss. Viele ältere Menschen erfinden jeden Tag neue Krankheiten, um ihren Mitteilungsdrang zu befriedigen. Viele ältere Menschen haben trotz ihres Alters nicht gelernt, sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Weisst Du eigentlich, was Einsamkeit ist? Du sprichst wie ein Blinder von den Farben.

Du prangerst hier die Gesellschaft an. Ich denke, Schuld hat eigentlich der Staat durch zu viel Kontrolle der Wirtschaft.

Das behauptet vorrangig die Wirtschaft, dabei gibt es kaum ein Land in Europa, in dem die Wirtschaft weniger durch den Staat kontrolliert wird als in Europa. Ich denke mal nicht, dass Du US-Verhältnisse hier haben willst...nein, das willst Du nicht wirklich...

Dadurch haben die Menschen zu wenig "Entspannung", da der Druck bei den Unternehmen immer größer wird und die Stellen streichen (müssen). Jeder hat Angst um seine Existenz.

Das "müssen" ist meist fehl am Platz. Manager, die in schwerem Fahrwasser (oft durch falsche Expansion und/oder Managementfehler selbstverschuldet) nur eine Lösung kennen, nämlich Know how in Form von erfahrenem Personal aus der Firma zu enfernen und das verbliebene Personal zu überfordern und zu verunsichern (steigert nicht unbedingt deren Leistung), leisten damit ihren beruflichen Offenbarungseid.

Das beste Beispiel für zu viel Kontrolle der Wirtschaft durch den Staat ist die RegTP.
Preise Telekom zu niedrig --> RegTP verlangt Preiserhöhung --> Telekom muss Preise anheben --> weniger Kunden -->
weniger Jobs

... --> mehr Kunden bei der Konkurrenz (telefoniert wird immer) mehr Arbeit und Ertrag bei der Konkurrenz --> Jobs bei der Konkurrenz --> weniger arbeitslose Fachkräfte
So könnte man das weiterspinnen.

Gäbe es keine RegTP, gäbe es überhaupt keinen Wettbewerb, weil die kleinen Anbieter keine Chance gegenüber der Telekom gehabt hätten. Man sieht es ja im Strommarkt.

Benni
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[1.1.3.2.2] volkeru antwortet auf xDJBx
19.12.2003 17:23
Benutzer xDJBx schrieb:
Ich denke, der psylologische Beistand ist Aufgabe der Familie oder von betreutem Wohnen und nicht die eines Hausarztes.

Das ist richtig, entkräftet aber nicht mein Argument, daß die Gesellschaft großflächig versagt hat, wenn dieser Beistand in der Familie oder im betreuten Wohnen nicht mehr geleistet werden kann, weil die Familie egoistisch ist und die Alten ins Heim abschiebt und die Heime personell hoffnungslos unterbesetzt sind, weil Pflegekräfte eingespart werden sollen, um Gewinne zu maximieren. Da läuft doch was schief!

Viele ältere Menschen haben trotz ihres Alters nicht gelernt, sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Hallo?! Das haben auch viele jüngere nicht gelernt! Nur ist man da geistig noch flexibler, hat noch einen Freundes- oder Bekanntenkreis oder geht in die Disco oder Kneipe. Im Alter ist das nicht mehr so einfach. Freunde und Bekannte sind häufig verstorben oder verzogen, man schließt nicht mehr so leicht neue Freundschaften und kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr unbedingt dauernd weggehen in Cafes etc. Da kann sich wohl kaum jemand reinversetzen.

Ein Staat ist so sozial, wie er mit den sozial Schwachen (Kinder, Ältere, Behinderte, Arbeitslose) umgeht.

Du prangerst hier die Gesellschaft an. Ich denke, Schuld hat eigentlich der Staat durch zu viel Kontrolle der Wirtschaft.

Das halte ich für ein Märchen. Natürlich reguliert der Staat zuviel, aber ich sehe keinen kausalen Zusammenhang zur Behandlung sozial schwacher. Kapital ist genug vorhanden, es ist nur völlig falsch verteilt.

da der Druck bei den Unternehmen immer größer wird und die Stellen streichen (müssen). Jeder hat Angst um seine Existenz.

Bei vielen mittelständischen Unternehmen lasse ich dieses Argument gelten! Bei der Großindustrie (besonders bei Kapitalgesellschaften) aber nicht! Die zahlt zum überwiegenden Teil gar keine Steuern mehr und baut Arbeitsplätze aus Gründen der Rationalisierung und zur Gewinnoptimierung ab, oder geht gleich ganz aus Deutschland weg in Billiglohnländer mit niedrigsten sozialen Standards. Sie entzieht sich jeder sozialen Verantwortung hier.

Das beste Beispiel für zu viel Kontrolle der Wirtschaft durch den Staat ist die RegTP.
Preise Telekom zu niedrig --> RegTP verlangt Preiserhöhung --> Telekom muss Preise anheben --> weniger Kunden -->
weniger Jobs

Naja, das stimmt aber so auch nicht. Denn weniger Kunden und Jobs bei der Telekom bedeutet zusätzliche Kunden und Jobs bei der Konkurrenz. Gerade die Geschichte der RegTP ist im großen und ganzen eine der wenigen riesigen Erfolgsstories der letzten Jahre! Man denke nur an den zusammen gebrochenen Handel auf dem Strommarkt. Da gab es keine Regulierungsbehörde und die Liberalisierung ist kläglich gescheitert. Die Platzhirsche regieren und diktieren die Regeln, verhindern jeden Wettbewerb wie es der regulierungswütige Staat gar nicht besser könnte!

Gruß, Volker
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[1.1.4] GPX750R antwortet auf xDJBx
23.12.2003 16:12
Benutzer xDJBx schrieb:
Wenn der Film gut ist, gehe ich auch ins Kino. 10 € Arztbesuch / Praxisgebühr ist OK. Dann rennt die Oma nicht wegen jedem Furz zum Arzt und der kann sich wieder richtig mit den Kranken beschäftigen, ergo , die Qualität steigt, also bekommt man eine bessere Behandlung für sein Geld.



xDJBx

Wenn man älter wird, kommen die Wehwehchen. Das kann man sich in jungen Jahren einfach nicht vorstellen.

Gruss GPX750R
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[2] volkeru antwortet auf uxxxr
18.12.2003 23:29
Benutzer uxxxr schrieb:
Außerdem kann sich die Filmindustrie bei der regierung bedanken,schließlich ist sie dafür verantwortlich wenn bei den leuten das geld zu knapp wird,

Na, das ist wohl etwas SEHR kurz geschossen!

Nicht die Regierung ist dafür hauptverantwortlich, wenn es zu wenig Arbeit gibt, sondern die Industrie. Diese hat in den letzten 20 Jahren trotz ständiger Zugeständnisse aller Regierungen in der Summe nicht einen einzigen Arbeitsplatz mehr geschaffen, sondern ist weiter massiv in Billiglohnländer mit niedrigsten sozialen Standards abgewandert - und das bei stetiger Gewinn-Maximierung!

Geld fließt eben nach oben und nicht nach unten: Die Umkehrung des Ehrhardschen Marktwirtschaft-Prinzips. Sie sägen an dem Ast, auf dem wir ALLE sitzen! Also wollen wir doch mal die Kirche im Dorfe lassen und die wahren Schuldigen suchen...

Gruß, Volker
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[2.1] tcsmoers antwortet auf volkeru
18.12.2003 23:32
Benutzer volkeru schrieb:
Benutzer uxxxr schrieb:
Außerdem kann sich die Filmindustrie bei der regierung bedanken,schließlich ist sie dafür verantwortlich wenn bei den
leuten das geld zu knapp wird,

Na, das ist wohl etwas SEHR kurz geschossen!

Nicht die Regierung ist dafür hauptverantwortlich, wenn es zu wenig Arbeit gibt, sondern die Industrie. Diese hat in den letzten 20 Jahren trotz ständiger Zugeständnisse aller Regierungen in der Summe nicht einen einzigen Arbeitsplatz mehr geschaffen, sondern ist weiter massiv in Billiglohnländer mit niedrigsten sozialen Standards abgewandert - und das bei stetiger Gewinn-Maximierung!

Geld fließt eben nach oben und nicht nach unten: Die Umkehrung des Ehrhardschen Marktwirtschaft-Prinzips. Sie sägen an dem Ast, auf dem wir ALLE sitzen! Also wollen wir doch mal die Kirche im Dorfe lassen und die wahren Schuldigen suchen...

Gruß, Volker

Ganz so unrecht war es denen aber nicht. Egal wo hergestellt wird, man kassiert die Mehrwertsteuer. Dies ist auch einer der Gründe warum man im TK-Bereich und den Treibstoffkosten nur Lippenbekenntnisse abgibt.

peso
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[2.1.1] volkeru antwortet auf tcsmoers
19.12.2003 00:01
Benutzer tcsmoers schrieb:
Ganz so unrecht war es denen aber nicht. Egal wo hergestellt wird, man kassiert die Mehrwertsteuer. Dies ist auch einer der Gründe warum man im TK-Bereich und den Treibstoffkosten nur Lippenbekenntnisse abgibt.

Nur wird dabei leider vergessen, daß 'Autos keine Autos kaufen', um mal ein Motto von Henry Ford zu zitieren. Eigentlich reicht dieser Spruch alleine schon als Richtschnur für erfolgreiches makro-, als auch mikroökonomisches Wirtschaften. Denn wer Mehrwertsteuer zahlen soll, muß auch erstmal das Geld verdient haben, von dem er sie bezahlen KANN. Und dazu braucht er Arbeit!

Daß sich Politik und Wirtschaft seit 20 Jahren konsequent dieser Erkenntnis entziehen, hat zur Folge, daß der Ast immer dünner wird, auf dem wir alle sitzen...

Das wird nicht gut gehen!

Gruß, Volker
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[2.1.1.1] Zulu antwortet auf volkeru
19.12.2003 08:50
Benutzer volkeru schrieb:

Nur wird dabei leider vergessen, daß 'Autos keine Autos kaufen', um mal ein Motto von Henry Ford zu zitieren. Eigentlich reicht dieser Spruch alleine schon als Richtschnur für erfolgreiches makro-, als auch mikroökonomisches Wirtschaften. Denn wer Mehrwertsteuer zahlen soll, muß auch erstmal das Geld verdient haben, von dem er sie bezahlen KANN.
Und dazu braucht er Arbeit!

Daß sich Politik und Wirtschaft seit 20 Jahren konsequent dieser Erkenntnis entziehen, hat zur Folge, daß der Ast immer dünner wird, auf dem wir alle sitzen...

Das wird nicht gut gehen!

Das befürchte ich leider auch. Egal wie man rechnet, wir sitzen wohl in einer Sackgasse.

Hoffentlich wählt der Bürger bei den Bundestagswahlen dieses Jahr nicht die falsche Partei und treibt somit den Teufel mit dem Belzebub aus.

Zulu
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[2.1.1.1.1] CHEFE antwortet auf Zulu
19.12.2003 09:55
Hoffentlich wählt der Bürger bei den Bundestagswahlen dieses Jahr nicht die falsche Partei und treibt somit den Teufel mit dem Belzebub aus.

Was ist denn falsch und was ist richtig? Ohne jetzt in Politikdiskussionen abtauchen zu wollen - man kann doch wählen was man will - die sind alle gleich (un)fähig. Von kleineren Nuancen abgesehen machen die den gleichen Mist - die SPD macht jetzt das, was sie als den Untergang des Abendlandes bezeichnete, als die CDU/CSU an der Regierung war und die wiederrum verhalten sich in der Opposition so, wie es die Anderen auch immer gemacht haben. Und die Grünen schlingern eh nur rum, gespalten zwischen den Realpolitikern und den Verfolgern der alten Ideale.
Und alle gemeinsam haben sie, dass sie nur an ihre Macht und die nächste Wahl denken und irgendwie versuchen müssen es ihren Lobbygruppen recht zumachen - an das Wohl des Landes denken sie dabei halt nur ein bisschen...
Vielleicht wär ne große Koalition mal ganz hilfreich - oder aber dann geht garnichts mehr.... ;-(
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[2.1.1.1.1.1] Aupi1 antwortet auf CHEFE
19.12.2003 10:17
Benutzer CHEFE schrieb:
Hoffentlich wählt der Bürger bei den Bundestagswahlen dieses Jahr nicht die falsche Partei und treibt somit den Teufel mit dem Belzebub aus.

Was ist denn falsch und was ist richtig? Ohne jetzt in Politikdiskussionen abtauchen zu wollen - man kann doch wählen was man will - die sind alle gleich (un)fähig. Von kleineren Nuancen abgesehen machen die den gleichen Mist - die SPD macht jetzt das, was sie als den Untergang des Abendlandes bezeichnete, als die CDU/CSU an der Regierung war und die wiederrum verhalten sich in der Opposition so, wie es die Anderen auch immer gemacht haben. Und die Grünen schlingern eh nur rum, gespalten zwischen den Realpolitikern und den Verfolgern der alten Ideale.
Und alle gemeinsam haben sie, dass sie nur an ihre Macht und die nächste Wahl denken und irgendwie versuchen müssen es ihren Lobbygruppen recht zumachen - an das Wohl des Landes denken sie dabei halt nur ein bisschen...
Vielleicht wär ne große Koalition mal ganz hilfreich - oder aber dann geht garnichts mehr.... ;-(


Ich springe auch mal auf den "off-topic"- Zug auf...

Es ist wirklich fast egal wer an der Macht ist, das Hauptproblem ist, dass eben diese Macht in Bundestag /Bundesrat gemeinsam ausgeübt wird. Und wenn in beiden Gremien die jeweils andere Volkspartei das Sagen hat, dann ist in Deutschland noch nie viel passiert (der jetzige "Steuerkompromiss" wurde auch nur durch erheblichen öffentlichen Druck erreicht)

Mein Vorschlag: Förderalismus abbauen und Einspruchsrecht des Bundesrates gegen Bundestagsgesetze streichen

Wer für vier Jahr gewählt ist, sollte sich auch frei "austoben" können, dabei passiert immer noch mehr als bei der gegenseitigen Blockadepolitik. Und nach jeder Legislaturperiode wird mit dem Wahlzettel "abgerechnet".

Aupi
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[2.1.1.1.1.2] Zulu antwortet auf CHEFE
19.12.2003 13:50
Benutzer CHEFE schrieb:
Hoffentlich wählt der Bürger bei den Bundestagswahlen dieses Jahr nicht die falsche Partei und treibt somit den Teufel mit dem Belzebub aus.

Was ist denn falsch und was ist richtig? Ohne jetzt in Politikdiskussionen abtauchen zu wollen - man kann doch wählen was man will - die sind alle gleich (un)fähig.

Nicht ganz. Wenn man einfach die ersten vier Parteien auf dem Wahlzettel ignoriert und unterhalb einfach Lotto spielt, so hat das 2 Vorteile:
1. Die Großen Parteienen bekommen kein Wahlgeld (oder wie man das nennt)
2. Sobald eine weitere Partei die Fünfprozenthürde überschreitet, ist es für die 4 Großen noch schwieriger. Sie müssen sich dann mehr anstrengen, weil ihnen dann der Bürger zeigt, daß er eben nicht doof ist und sich auch die fehlerhafte Politik der letzten 20 Jahre nicht vergisst.

Dieses Protestwählen hat damals beim alten Dino Kohl auch gewirkt. Auch wenn es leider die braune Brühe war die über die fünf Prozent kam, so zeigte es dennoch kurzzeitig eine sehr gute Wirkung bei der Regierung und bei der Opposition.


Zulu
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[2.1.1.1.2] chb antwortet auf Zulu
19.12.2003 13:57
Benutzer Zulu schrieb:
Hoffentlich wählt der Bürger bei den Bundestagswahlen dieses Jahr nicht die falsche Partei und treibt somit den Teufel mit

Seit wann wird der Deutsche Bundestag alle ZWEI Jahre gewählt? ;-)
Zur Info: nächstes Jahr findet die Wahl zum Europaparlament statt...

Benni
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[2.1.1.1.2.1] Zulu antwortet auf chb
19.12.2003 14:18
Benutzer chb schrieb:

Seit wann wird der Deutsche Bundestag alle ZWEI Jahre gewählt? ;-)
Zur Info: nächstes Jahr findet die Wahl zum Europaparlament statt...

Dacht ich mir, daß da einer drauf anspringt.:-)
Was die Bundestagswahlen 2004 betrifft - wart´s ab. Hast du jetzt verstanden was ich zwischen den Zeilen geschrieben habe? :-)

Zulu
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[2.1.1.1.2.1.1] chb antwortet auf Zulu
19.12.2003 14:33
Benutzer Zulu schrieb:
Seit wann wird der Deutsche Bundestag alle ZWEI Jahre
Was die Bundestagswahlen 2004 betrifft - wart´s ab. Hast du jetzt verstanden was ich zwischen den Zeilen geschrieben habe?

Ja. Ich glaube dennoch nicht an ein vorzeitiges Ende der Legislaturperiode, wenn Du das meintest. ;-)

Benni
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[2.1.1.1.3] volkeru antwortet auf Zulu
19.12.2003 17:01
Benutzer Zulu schrieb:
Hoffentlich wählt der Bürger bei den Bundestagswahlen dieses Jahr nicht die falsche Partei und treibt somit den Teufel mit dem Belzebub aus.

Ich hege die trübe Vermutung, daß keine Partei diese Zusammenhänge wirklich verstanden hat, bzw. daß alle Parteien durch die Wirtschaft korrumpiert sind (über Lobbies oder direkte bzw. indirekte Zuwendungen).

Lag früher der Handlungsbedarf zur Steuerung des Verteilungskampfes und zur Verbesserung der sozialen Gerechtigkeit noch im Inland, so liegen die Feinde dieser Errungenschaften jetzt im (Billiglohn-)Ausland. Das führt dazu, daß das Vertrauen der Deutschen in die Marktwirtschaft und ihr Funktionieren stetig sinkt. Ohne dieses Vertrauen ist aber kein Blumentopf zu gewinnen.

1.) Steuerungsmechanismen müssen folglich jetzt bei den im (Nicht-EU-)Ausland billig und unter schlechten sozialen Bedingungen produzierten Produkten ansetzen, die auf unseren Märkten zu hohen Preisen verkauft werden sollen. Dies muß für die Industrie unattraktiver werden! (Z.B. über Einfuhrzölle - ungeliebt, aber dabei das einzige Steuerungselement)

2.) Gleichzeitig brauchen wir eine Stärkung des Vertrauens in die soziale Marktwirtschaft bei der Bevölkerung! Weniger Regelungswut im Inland, also mehr Freiheit für die inländisch produzierende Industrie und für den Einzelnen. Das, was im neoliberalen Marktwirtschaftsbegriff der FDP und CDU enthalten ist.

Wichtig ist aber, daß BEIDE genannten Faktoren GLEICHZEITIG wirksam werden! Wird nur einer angewandt (die konservativen Parteien wollen nur Punkt 2 umsetzen), so muß die Reform kläglich scheitern!

Vor der Umsetzung von Punkt 1 scheuen sich alle Parteien, denn er bedeutet internationale Abstimmung und das Anpacken sehr ungeliebter Dinge. Zölle widersprechen dem Gedanken der freien Marktwirtschaft, sehr wohl aber NICHT dem Gedanken der sozialen Marktwirtschaft, wenn es um die Wiederherstellung einer krassen Schieflage des Marktes geht!

Ob das jemand kapieren wird und den Mut haben wird, es in praktisches, politisches Handeln oder wenigstens in ein Konzept umzusetzen? Die etablierten Parteien wohl kaum...

Gruß, Volker