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kaum noch Kartentelefone


28.01.2006 17:37 - Gestartet von ger1294
Hallo,

In Ihrem Beitrag schreiben Sie, dass nur noch 35% der T-Com Telefonzellen Münzen akzeptieren. Dies kann ich nicht bestätigen.

Bereits seit Jahren werden systematisch Kartentelefone abgebaut und durch reine Münzfernsprecher ersetzt. Ärgerlich ist vor allem, dass reine Münztelefone gerne an Standorten eingesetzt werden, an denen nur ein einziger Apparat vorhanden ist. Die Nutzung von T-Com Telefonkarten ist daher z.B. im Landkreis Starnberg praktisch unmöglich geworden, da alleine in der Kreisstadt Starnberg 19 von 21 Fernsprechern auf reine Münztelefone umgerüstet worden sind.

Die praktischen Kombigeräte dagegen, die sowohl Münze als auch Karte akzeptieren, stehen meist nur an Orten, wo ohnehin 2, 5 oder 10 Apparate vorhanden sind, hier könnte man genausogut 5 Münztelefone und 5 Kartentelefone aufstellen.

Da ich keinen Zeitgenossen kenne (und mich selbst auch nicht dazu zähle), der ständig mit Rollen von 10-Cent Münzen herumläuft, sind Münztelefone äußerst unpraktisch. I.d.R. hat man nie das passende Kleingeld dabei, wenn man es braucht. Aus diesem Grund wurde 1986 die Telefonkarte eingeführt.
Ich persönlich finde es sehr ärgerlich, dass ein Abtelefonieren des Kartenguthabens praktisch unmöglich geworden ist, und man dann doch wieder auf teure Handygespräche zurückgreifen muss.

Die Deutsche Telekom AG weigert sich auch, obgleich ihr der Sachverhalt bekannt ist, das Guthaben zurückzuerstatten, mit dem Verweis, dass es angeblich immer noch 50.000 Kartentelefone in Deutschland gibt. Nur scheinen diese offenbar immer gerade da nicht zu sein, wo man eines benutzen möchte. Münztelefone werden daher von mir auch boykottiert, außer um DM-abzutelefonieren, was ich eine sinnvolle Einrichtung finde, da man die DM-Stücke nicht versehentlich beim Bäcker ausgeben kann und so immer noch Telefongeld dabeihaben kann.
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[1] nic69 antwortet auf ger1294
28.01.2006 18:03
Benutzer ger1294 schrieb:
Hallo,

In Ihrem Beitrag schreiben Sie, dass nur noch 35% der T-Com Telefonzellen Münzen akzeptieren. Dies kann ich nicht bestätigen.

Bereits seit Jahren werden systematisch Kartentelefone abgebaut und durch reine Münzfernsprecher ersetzt. Ärgerlich ist vor allem, dass reine Münztelefone gerne an Standorten eingesetzt werden, an denen nur ein einziger Apparat vorhanden ist. Die Nutzung von T-Com Telefonkarten ist daher z.B. im Landkreis Starnberg praktisch unmöglich geworden, da alleine in der Kreisstadt Starnberg 19 von 21 Fernsprechern auf reine Münztelefone umgerüstet worden sind.

Die praktischen Kombigeräte dagegen, die sowohl Münze als auch Karte akzeptieren, stehen meist nur an Orten, wo ohnehin 2, 5 oder 10 Apparate vorhanden sind, hier könnte man genausogut 5 Münztelefone und 5 Kartentelefone aufstellen.

Da ich keinen Zeitgenossen kenne (und mich selbst auch nicht dazu zähle), der ständig mit Rollen von 10-Cent Münzen herumläuft, sind Münztelefone äußerst unpraktisch. I.d.R. hat man nie das passende Kleingeld dabei, wenn man es braucht. Aus diesem Grund wurde 1986 die Telefonkarte eingeführt. Ich persönlich finde es sehr ärgerlich, dass ein Abtelefonieren des Kartenguthabens praktisch unmöglich geworden ist, und man dann doch wieder auf teure Handygespräche zurückgreifen muss.

Die Deutsche Telekom AG weigert sich auch, obgleich ihr der Sachverhalt bekannt ist, das Guthaben zurückzuerstatten, mit dem Verweis, dass es angeblich immer noch 50.000 Kartentelefone in Deutschland gibt. Nur scheinen diese offenbar immer gerade da nicht zu sein, wo man eines benutzen möchte. Münztelefone werden daher von mir auch boykottiert, außer um DM-abzutelefonieren, was ich eine sinnvolle Einrichtung finde, da man die DM-Stücke nicht versehentlich beim Bäcker ausgeben kann und so immer noch Telefongeld dabeihaben kann.


Es ist nicht neu, daß Münztelefone aufgestellt werden, auch daß DM akzeptiert wird. Was ich nur nicht ganz begreife bei aller Nostalgie: Kosten die Handydiscounter nicht das gleiche, in etwa, und ist das nicht vielpraktischer, hygienischer und mit weniger Warten verbunden?
Ich weiß noch, daß ich einst von Telefonhäuschen zu häuschen ging, bei Kälte, eine Karte dabei hatte, einen Zettel mit Tel-Nummern. ... "Heute" ist eben alles im Handy und es ist, wie auch im Tel-Häuschen, keine Grundgebühr dabei.
Haben sich die Zeiten nicht eindeutig verändert? (Nein, ich weiß schon, haben sie sich nicht, aber das ist dran, an dieser Nostalgie??)
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[1.1] Eurofreund antwortet auf nic69
07.02.2006 06:56
Benutzer ger1294 schrieb:
Hallo,

In Ihrem Beitrag schreiben Sie, dass nur noch 35% der T-Com Telefonzellen Münzen akzeptieren. Dies kann ich nicht bestätigen.

Ich auch nicht :-)


Bereits seit Jahren werden systematisch Kartentelefone abgebaut

Und das ist auch gut so, denn die Dinger funktionieren bei Stromausfall nicht. Wer darüber hinaus das Problem 'Karte ungültig' kennt weiß schon warum viele Kunden diese Geräte meiden. Davon mal abgesehen werfe ich lieber 10 Cent ins Gerät als mir für 10,00 EUR eine Karte zu kaufen die ich dann zusammen mit 20 anderen Kunden-, Wert-, und Ausweiskarten mit mir rumtragen 'darf'

und durch reine Münzfernsprecher ersetzt. Ärgerlich ist vor allem, dass reine Münztelefone gerne an Standorten eingesetzt werden, an denen nur ein einziger Apparat vorhanden ist.

Ärgerlich wäre es vor allem wenn man einen dringenden Anruf tätigen muß, z.B. weil nachts irgendwo mit der Karre gestrandet und keine Karte dabei. Münzen wird ja wohl jeder dabei haben, selbst ein Obdachloser. Wenn nicht: selbst schuld!: gesetzliches Zahlungsmittel ist immer noch der Euro und nicht der Telekomtaler aus gechiptem PVC :-)

Die Nutzung von T-Com Telefonkarten ist daher z.B. im Landkreis Starnberg praktisch unmöglich geworden, da alleine in der Kreisstadt Starnberg 19 von 21 Fernsprechern auf reine Münztelefone umgerüstet worden sind.

Die praktischen Kombigeräte dagegen, die sowohl Münze als auch Karte akzeptieren, stehen meist nur an Orten, wo ohnehin 2, 5
oder 10 Apparate vorhanden sind, hier könnte man genausogut 5 Münztelefone und 5 Kartentelefone aufstellen.

Dat wird sich auch noch ändern, Kombigeräte sind von der Idee her schon sehr gut, nur leider etwas störanfälliger als der reine Münzfernsprecher und zudem bei Stromausfall mausetot und der Kunde der Hilfe braucht dann im Fall der Fälle möglicherweise auch :-(


Da ich keinen Zeitgenossen kenne (und mich selbst auch nicht dazu zähle), der ständig mit Rollen von 10-Cent Münzen herumläuft, sind Münztelefone äußerst unpraktisch. I.d.R.
hat man nie das passende Kleingeld dabei, wenn man es braucht.

Man braucht auch kein 'passendes' Kleingeld: wenn man 1x 10 Cent 2x 20Cent 1x 50Cent oder wie auch immer einwirft wird sich das Münztelefon nur das nehmen was ihm 'zusteht' Ich will damit sagen wenn man kein Geld verschenken will muß man noch lange nicht nur mit 10 Cent-Stücken telefonieren und braucht demzufolge auch keine Rollen mit Kleingeld. Außerdem verstehe ich nicht warum sich beim Busfahrer keiner aufregt warum der nur Münzen nimmt. Wenn man dem mit ner Kreditkarte oder großen Scheinen vor der Nase rumfuchtelt darf man gleich wieder aussteigen und zu Fuß gehen oder von mir aus die Taxe nehmen (die nehmen vieleicht auch Kreditkarten und große Scheine weils ja auch teurer ist).

Aus diesem Grund wurde 1986 die Telefonkarte eingeführt.

Das hatte noch andere Gründe die ich jetzt hier nicht erörtern will...

Ich persönlich finde es sehr ärgerlich, dass ein Abtelefonieren des Kartenguthabens praktisch unmöglich geworden ist,

Das finde ich auch ärgerlich und was lernen wir daraus: Bargeld ist eben doch ein stück seriöser als Plastikkarten für die man wohlmöglich nicht mehr die Gegenleistung erhält die man erwartet hat als man sich die Dinger gekauft hat, siehe Probleme mit dubiosen Calling-Card Anbietern die über Nacht verschwinden und schon hat man eine wertlose Karte im 'Wert' von 50,00 EUR in der Hand :-(

und man dann doch wieder auf teure Handygespräche zurückgreifen muss.

Wenn man zu viel Geld hat ja. Wenn man wie ich auch mal knapp bei Kasse ist bzw. auch mal aufs Geld achten muß wie rund 1/4 der deutschen Bevölkerung, ist 10 Cent am Münztelefon für jeden erschwinglich, nicht jedoch ein Mindestaufladebetrag von 15,00 EUR beim Handy.

Die Deutsche Telekom AG weigert sich auch, obgleich ihr der Sachverhalt bekannt ist, das Guthaben zurückzuerstatten, mit dem Verweis, dass es angeblich immer noch 50.000 Kartentelefone in Deutschland gibt. Nur scheinen diese offenbar immer gerade da nicht zu sein, wo man eines benutzen möchte.

Ist doch logisch daß die Geld was sie einmal kassiert haben nicht wieder rausrücken. Ich sag ja: Bargeld lacht, da wird man auch nicht übern Tisch gezogen oder fühlt sich dann so als ob.

Münztelefone werden daher von mir auch boykottiert,

Auch wenn ich Deine Beweggründe nachvollziehen kann, es gibt ja auch Münztelefone von anderen Anbietern als der T-com und wenn man Glück hat, kann man da auch für 5 Cent oder sogar 2 Cent telefonieren. Wo bekommt man für ein 5Cent-Stück oder 2Cent-Stück denn heutzutage noch eine Ware oder Dienstleistung geboten ??? Dagegen sind 10,00 EUR oder 15,00 EUR für eine Cashkarte oder Telefonkarte ja wohl starker Tobak ;~) Nur mal so als Tip: 10 Euro sind 200 x 5 Cent da wird glaub ich schnell klar warum solche Münzfernsprecher bei vielen Leuten die es eben NICHT so dick auf der Naht haben so beliebt sind. Ich glaub was Harz iV bedeutet weißt Du aber oder? Wenn wir Harz V haben und 7.000.000 Arbeitslose und 10% mehr Rentner sprechen wir noch mal drüber...

außer um DM-abzutelefonieren, was ich eine sinnvolle Einrichtung
finde,
da man die DM-Stücke nicht versehentlich beim Bäcker ausgeben kann und so immer noch Telefongeld dabeihaben kann.

Finde ich auch gut :-)

Es ist nicht neu, daß Münztelefone aufgestellt werden, auch daß
DM akzeptiert wird. Was ich nur nicht ganz begreife bei aller Nostalgie: Kosten die Handydiscounter nicht das gleiche, in etwa, und ist das nicht vielpraktischer, hygienischer und mit weniger Warten verbunden?

Abgesehen von Gesundheitsrisiken über die ich jetzt hier NICHT diskutieren werde: hast Du Dir denn schon mal die Auslandstarife dieser 'Discounter' angeschaut??? Ich meine 99 Cent pro Minute nach Dänemark (call by call 1,5 Cent, Callshop 15 Cent Telefonzelle Privatanbieter 15-30 Cent) ist ja wohl fast schon unverschämt, zumal Du die die Tarife kaum irgendwo abgedruckt findest obwohl es Pflicht der Anbieter ist. Und komm mir jetzt nicht wie ein Kollege von der T-com 'wer telefoniert denn schon von einer Telefonzelle aus ins Ausland'. Ja, klar es gibt ja auch 'nur' 20 oder 30 mio. Ausländer in Deutschland und das sind 'natürlich' alles Drogenhändler die so viel verdienen, daß sie sich 1 oder 2 Euro/Minute von ihrem Handy aus leisten können um mal eben in der Heimat guten Tag zu sagen. Die halbe Stunde dann für 45,00 EUR. Schau Dir die Auslandstarife der Handy 'Discounter' und auch gern der übrigen Anbieter gern mal an :-) Was meint ihr denn warum stellt www.T-com.de 10.000 neue Münzer auf oder warum verkaufen die von www.DeTefon.de (D.T.com) nur Münztelefone ? Bestimmt nicht weil keiner diese Münzfernsprecher oder auch über 100.000 ' Clubtelefone ' in Gebäuden usw. nutzt. Außerdem, beim nächsten Stromausfall wo fast alle ISDN-Telefone Telefonsäulen (Telestationen), Kartentelefone und Handys wegen Strommangel streiken und eben nur noch Telefonzellen MIT Münztelefon und analoge Telefonanschlüße nebst 110 und 112 etc funktionieren, sprechen wir uns halt noch mal (danach natürlich denn Internet funktioniert dann ja bei euch auch nicht mehr)

Ich weiß noch, daß ich einst von Telefonhäuschen zu häuschen ging, bei Kälte, eine Karte dabei hatte, einen Zettel mit Tel-Nummern. ... 'Heute' ist eben alles im Handy und es ist, wie auch im Tel-Häuschen, keine Grundgebühr dabei.

Das mit keine Grundgebühr ist relativ da die meisten ja einen Mindestumsatz verlangen oder Dein Guthaben nach so und soviel Tagen eingefroren wird oder gar verfällt. Wenn wir demnächst in Deutschland einen großen Anbieter weniger haben werden die die Entgelte schon anziehen lassen, bis dahin kann mans ja nutzen da es schon eine gute Sache ist besonders weil man erreichbar ist, obwohl ich persönlich gar nicht immer und ständig erreichbar sein will.

Haben sich die Zeiten nicht eindeutig verändert? (Nein, ich weiß schon, haben sie sich nicht, aber das ist dran, an dieser Nostalgie??)

Was heißt schon Nostalgie, vor ein paar Jahren hieß es es gibt bald fast keine Briefe mehr weil alles angeblich nur noch per e-mail abgewickelt werden wird. Mittlererweile zeigt die Realität aber doch daß mehr Briefe versendet werden als je zuvor und das diese e-mail Sch...ße für viele langsam zum Terror wird, besonders für Firmen die weltweit schon Milliarden an Personalkosten haben um diese ganze e-mailflut noch zu bewältigen. Genauso mit den Telefonzellen, die sollten doch schon vor 10 Jahren am liebsten alle abgebaut sein wenn es nach einigen 'Wahrsagern' bei der Telekom gegangen wäre. Inzwischen geht der Trend ja wohl in die andere Richtung.
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[1.1.1] hrgajek antwortet auf Eurofreund
03.04.2006 09:59
Hallo,

was mich viel mehr ärgert, daß die Kartentelefone nicht die "Geldkarte" der Banken und Sparkassen akzeptieren. Geplant wars wohl schon vor Jahren, geworden ist daraus nix :-(

Früher (tm) konnte man an Telefonzellen sogar mit der C-Tel (C-Netz) SIM-Karte telefonieren und es wurde von der Handyrechnung abgebucht.

Früher (tm) konnte man mit der T-Card an Telefonzellen telefonieren und es wurde von der T-Card-Rechnung abgebucht.

Münzen sind sicherlich eine Lösung, aber die Euro-Cent-Münzen sind größer und schwerer als Pfennige (IMHO)

Telefone die EC-Karten nehmen kenne ich nicht, an Flughäfen/Bahnhöfen gabs welche, die Kreditkarten akzeptieren, allerdings zu grusligen Tarifen.

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[1.1.1.1] Nato antwortet auf hrgajek
03.04.2006 10:34
Benutzer hrgajek schrieb:
Hallo,

was mich viel mehr ärgert, daß die Kartentelefone nicht die "Geldkarte" der Banken und Sparkassen akzeptieren. Geplant wars wohl schon vor Jahren, geworden ist daraus nix :-(

Früher (tm) konnte man an Telefonzellen sogar mit der C-Tel (C-Netz) SIM-Karte telefonieren und es wurde von der Handyrechnung abgebucht.

Früher (tm) konnte man mit der T-Card an Telefonzellen telefonieren und es wurde von der T-Card-Rechnung abgebucht.

Münzen sind sicherlich eine Lösung, aber die Euro-Cent-Münzen sind größer und schwerer als Pfennige (IMHO)

Telefone die EC-Karten nehmen kenne ich nicht, an Flughäfen/Bahnhöfen gabs welche, die Kreditkarten akzeptieren, allerdings zu grusligen Tarifen.

Hallo !
In Wiesbaden hat wohl die Telekom rund u m den Hbf das Rennen gewonnen. Auch die letzte Gekartel Telefonzelle ist inzwischen abgebaut.
I m Hbf steht´s pari zwischen Telekom und Payphone(englische Firma) Geräten.

Gruss Nato
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[1.1.1.2] Oetker antwortet auf hrgajek
03.04.2006 22:23
Benutzer hrgajek schrieb:
Hallo,

was mich viel mehr ärgert, daß die Kartentelefone nicht die "Geldkarte" der Banken und Sparkassen akzeptieren. Geplant wars wohl schon vor Jahren, geworden ist daraus nix :-(


Schon mal probiert? Die Dinger mit der gelben Displaybeleuchtung kommen ganz gut mit meiner Geldkarte klar!
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[1.1.2] platon antwortet auf Eurofreund
03.04.2006 11:38
Benutzer Eurofreund schrieb:
Benutzer ger1294 schrieb:
Außerdem verstehe ich nicht warum sich beim Busfahrer keiner aufregt warum der nur Münzen nimmt. Wenn man dem mit ner Kreditkarte oder großen Scheinen vor der Nase rumfuchtelt darf man gleich wieder aussteigen und zu Fuß gehen
Das mit den großen Scheinen ist falsch. Mitnehmen müssen sie dich im ÖPNV immer, wenn du mindestens den Fahrpreis dabei hast. Es besteht Beförderungspflicht, wenn du nicht dich oder andere im Bus gefährdest oder belästigst. Die Busfahrer maulen und motzen zwar und gelegentlich wollen sie einen auch nicht mitnehmen, aber: Wenn du einen großen Schein hast und der Busfahrer dir nicht herausgeben kann oder will, dann bekommst du vom Busfahrer einen 'Quittung' (Vordruck des Unternehmens/Verkehrsverbundes) über den Restbetrag und den mußt dir dann später bei einer angegebenen Stelle des Beförderungsunternehmen selbst wieder abholen.
Ansonsten kann ich für den ÖPNV nur die Geldkarte empfehlen, mit der kann man in fast allen großen Städten und auch sonst immer öfter Fahrscheine bezahlen.

Haben sich die Zeiten nicht eindeutig verändert? (Nein, ich weiß schon, haben sie sich nicht, aber das ist dran, an dieser Nostalgie??)
Was heißt schon Nostalgie, vor ein paar Jahren hieß es es gibt bald fast keine Briefe mehr weil alles angeblich nur noch per e-mail abgewickelt werden wird. Mittlererweile zeigt die Realität aber doch daß mehr Briefe versendet werden als je zuvor und das diese e-mail Sch...ße für viele langsam zum Terror wird
Wie wahr, was für den einen nostalgisch ist, ist für Millionen andere ganz normaler Alltag... ;-)
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[1.1.2.1] HunterMW antwortet auf platon
24.06.2006 15:08
Ich finde die guten alten öffentlichen Telefone ja immer noch cool und benutze sie, wenn eines in der Nähe ist, da der Festnetztarif noch minimal günstiger ist als vom Handy.

Zu den Auslandstarifen: Dafür gibt es auch Discounter (z.B. Blauworld) und kaum ein Mensch hat die Möglichkeit, eine Telefonzelle eines privaten Anbieters zu benutzen, da diese nur in sehr großen Städten stehen. Ich wohne in Neuruppin, das ist die 5. größte Stadt Deutschlands und selbst hier gibt es keine´Telefonzellen privater Anbieter. Und die Tarife der Telekomzellen sind für Auslandsgespräche auch eindeutig zu hoch.

Ich finde es schade, das die Telekom die Tarife nicht senkt, da sie so bereits den Konkurenzkamf mit den Discountern und selbst mir normalen Handy-Prepaidkarten verloren haben. Ich meine 70ct in die Mobilfunknetze, 20ct für Orts- und Nahgespräche sind ja wohl eindeutig zu viel. So 10-15ct (maximal 20) für Festnetzgespräche und 40-50ct für Gespräche in die Mobilfunknetze wären schon nicht schlecht, dann würden die Telefonzellen auch viel mehr genutzt werden.

Mit fehlenden Kartentelefonen habe ich kein Problem, da in Neuruppin zum großen Teil Telestationen stehen oder eben ein Karten- und ein Münztelefon nebeneinander.

Es gibt da auch einen kleinen Trick, wie man die Tarife (rein rechnerisch senken kann. Ich habe z.B. neulich bei Ebay 4 Telefonkarten mit jeweils 12DM für insgesamt 9,49€ ersteigert. Diese schicke ich einfach an die Telekom und bekomme dann Umtauschkarten mit einem Guthaben von 24,56€ wieder. Und solche Auktionen laufen bei Ebay immer. Man muss einfach nur "Telefonkarte Guthaben" eingeben und schon gehts los.

PS: Hier scheinen ja ein paar Leute richtig Ahnung zu haben: Werden die Telefonzellen und Telestationen nun abgebaut oder wird sogar noch ausgebaut?

MfG HunterMW
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[1.1.2.1.1] Bodenseemann antwortet auf HunterMW
19.11.2006 20:03
Benutzer HunterMW schrieb:
Ich wohne in Neuruppin, das ist die 5. größte Stadt Deutschlands und selbst hier gibt es keine´Telefonzellen privater Anbieter.

Neuruppin die 5. größte Stadt Deutschlands? Also mit 32.000 Einwohnern zählt Neuruppin zu den kleineren Städten in unserem Land.

Das Neuruppin die 15. (nicht 5.) größte Fläche der deutschen Städte bzw. Gemeinden einnimmt ist ein Argument dagegen in dieser Stadt eine Infrastruktur von Telefonzellen aufzubauen, weil sich die paar Einwohner auf eine große Fläche verteilen. Quadratmeter telefonieren eben nicht, nur Menschen. ;-)
Fand den Ausflug zu Wikipedia gerade echt interesannt: Vor allem weil ich gelernt habe, wie menschenleer Brandenburg ist und dass eben in diesem Brandenburg sehr viele Flächenmäßig große Städte und Gemeinden mit wenig Einwohnern leben.
z.B. Rheinsberg, die Flächenmäßig 11. größte Gemeinde mit gerade mal 9000 Seelen und einer Bevölkerungsdichte von 28 Personen/km². Dagegen ist Neuruppin mit 106 Personen/km² geradezu überbevölkert. ;-)
Nur zur Orientierung: Deutschland hat (inclusive aller Wälder, Seen und anderer unbewohnter Flächen) eine Bevölkerungsdichte von 231 Einwohner/km², Berlin 3.810. (Quelle: Wikipedia.de)
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[1.1.2.1.1.1] HunterMW antwortet auf Bodenseemann
19.11.2006 20:51
Laut dem ruppiner Anzeiger sind wir die 5. größte Stadt, stimmt dann wohl doch nicht.

MfG HunterMW
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[1.1.2.1.1.1.1] platon antwortet auf HunterMW
20.11.2006 08:46
Benutzer HunterMW schrieb:
Laut dem ruppiner Anzeiger sind wir die 5. größte Stadt, stimmt dann wohl doch nicht.
Ist wahrscheinlich nur eine Frage, wie man rechnet bzw. welche Städte man nicht mitzählt. So werden gerne mal die Städte die gleichzeitig Bundesländer oder kreisfrei sind nicht mitgezählt. Denn alleine Berlin, Hamburg, München, Köln und Bremen (etc pp) haben nicht nur viele Einwohner, sondern sind auch von der Fläche nicht klein. Obwohl Neuruppin mit knapp über 300qkm schon ungeheuere Ausmaße hat ;-).
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[1.1.2.1.1.1.1.1] HunterMW antwortet auf platon
20.11.2006 15:08
Wir weichen hier jetzt ein bisschen vom Thema ab.

==>back to topic



MfG HunterMW
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[1.2] sushiverweigerer antwortet auf nic69
20.11.2006 10:36
Benutzer nic69 schrieb:
Benutzer ger1294 schrieb:
Hallo,

In Ihrem Beitrag schreiben Sie, dass nur noch 35% der T-Com Telefonzellen Münzen akzeptieren. Dies kann ich nicht bestätigen.

Bereits seit Jahren werden systematisch Kartentelefone abgebaut und durch reine Münzfernsprecher ersetzt. Ärgerlich ist vor allem, dass reine Münztelefone gerne an Standorten eingesetzt werden, an denen nur ein einziger Apparat vorhanden ist.
Die Nutzung von T-Com Telefonkarten ist daher z.B. im Landkreis Starnberg praktisch unmöglich geworden, da alleine in der Kreisstadt Starnberg 19 von 21 Fernsprechern auf reine Münztelefone umgerüstet worden sind.

Die praktischen Kombigeräte dagegen, die sowohl Münze als auch Karte akzeptieren, stehen meist nur an Orten, wo ohnehin 2, 5
oder 10 Apparate vorhanden sind, hier könnte man genausogut 5 Münztelefone und 5 Kartentelefone aufstellen.

Da ich keinen Zeitgenossen kenne (und mich selbst auch nicht dazu zähle), der ständig mit Rollen von 10-Cent Münzen herumläuft, sind Münztelefone äußerst unpraktisch. I.d.R.
hat man nie das passende Kleingeld dabei, wenn man es braucht.
Aus diesem Grund wurde 1986 die Telefonkarte eingeführt. Ich persönlich finde es sehr ärgerlich, dass ein Abtelefonieren des Kartenguthabens praktisch unmöglich geworden ist, und man dann doch wieder auf teure Handygespräche zurückgreifen muss.

Die Deutsche Telekom AG weigert sich auch, obgleich ihr der Sachverhalt bekannt ist, das Guthaben zurückzuerstatten, mit dem Verweis, dass es angeblich immer noch 50.000 Kartentelefone in Deutschland gibt. Nur scheinen diese offenbar immer gerade da nicht zu sein, wo man eines benutzen möchte.
Münztelefone werden daher von mir auch boykottiert, außer um DM-abzutelefonieren, was ich eine sinnvolle Einrichtung finde,
da man die DM-Stücke nicht versehentlich beim Bäcker ausgeben kann und so immer noch Telefongeld dabeihaben kann.


Es ist nicht neu, daß Münztelefone aufgestellt werden, auch daß DM akzeptiert wird. Was ich nur nicht ganz begreife bei aller Nostalgie: Kosten die Handydiscounter nicht das gleiche, in etwa, und ist das nicht vielpraktischer, hygienischer und mit weniger Warten verbunden?
Ich weiß noch, daß ich einst von Telefonhäuschen zu häuschen ging, bei Kälte, eine Karte dabei hatte, einen Zettel mit Tel-Nummern. ... "Heute" ist eben alles im Handy und es ist, wie auch im Tel-Häuschen, keine Grundgebühr dabei. Haben sich die Zeiten nicht eindeutig verändert? (Nein, ich weiß schon, haben sie sich nicht, aber das ist dran, an dieser Nostalgie??)

Aber wenn der Akku mal wieder unterwegs schlappmacht, was häufig vorkommt, ist es schön wenn eine (funktionierende) Telefonzelle in der Nähe ist ;-).