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Problem


17.05.2010 20:21 - Gestartet von koelli
Im Radio wurde heute auch über diese Studie berichtet.
Es wurde aber darauf hingewiesen, dass diese Studie einen eindeutigen Haken hat: Sie begann schon vor 10 Jahren, als man noch relativ wenige mobil telefoniert hat, weiles eben zu teuer war.
Heute, mit Flats ab 10 Euro, telefoniert man viel länger mit dem Handy.
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[1] dormilon antwortet auf koelli
18.05.2010 01:26
Benutzer koelli schrieb:

Im Radio wurde heute auch über diese Studie berichtet. Es wurde aber darauf hingewiesen, dass diese Studie einen eindeutigen Haken hat: Sie begann schon vor 10 Jahren [...]

Ich frage mich, ob 10 Jahre Beobachtungszeitraum nicht zu kurz sind.

Da Körperzellen vermutlich in gewissem Maße in der Lage sind, Schäden in ihrem Erbgut zu reparieren und auch nicht jede Schädigung gleich zur Entstehung von Krebszellen führt, könnte es in vielen Fällen länger dauern, bis ein bestimmter Faktor oder eine Kombination verschiedener Ursachen die unerwünschten Krebszellen erzeugt. Zusätzlich vergeht noch ein gewisser Zeitraum von der Bildung der ersten Krebszellen bis hin zu einem Tumor, der von seiner Größe und Beschaffenheit her medizinisch nachweisbar ist.

Abgesehen davon war der Anteil von Kindern, die ein Handy nutzen, vor 10 Jahren noch sehr viel geringer als heute. Gerade bei den jüngsten Nutzern würde ich aber die Gefahr möglicher Langzeitschäden am größten einstufen...


Gruß,

]B^)=
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[1.1] Telly antwortet auf dormilon
18.05.2010 01:32
Ich frage mich, ob 10 Jahre Beobachtungszeitraum nicht zu kurz sind.

Was willst Du? Eine Langzeitstudie über 30 Jahre. Dann warte mal noch 20 Jahre.

Witz -->

Kunde: Ist das Brot frisch?
Bäcker: Nein, von gestern.
Kunde: Ich hätte aber bitte gerne ein Brot von heute.
Bäcker: Dann müssen Sie morgen nochmal wiederkommen.

Leider kein Witz -->

Suche 20-jährige Sekretärin mit 30-jähriger Berufserfahrung.

Abgesehen davon war der Anteil von Kindern, die ein Handy nutzen, vor 10 Jahren noch sehr viel geringer als heute. Gerade bei den jüngsten Nutzern würde ich aber die Gefahr möglicher Langzeitschäden am größten einstufen...

Das sehe ich ähnlich. Kinder schützen! Das heißt aber auch, dass beim Festnetz schnurgebundene Geräte genutzt werden sollten! DECT ist nicht weniger potenziell gefährlich als GSM/UMTS.

Telly
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[1.1.1] dormilon antwortet auf Telly
18.05.2010 22:20
Benutzer Telly schrieb:

Was willst Du? Eine Langzeitstudie über 30 Jahre. Dann warte mal noch 20 Jahre. [...]

Mir persönlich hätte auch eine Studie über 3 Jahre gereicht, wenn ich daraus etwas Konkretes für meine eigene Nutzung von Mobilfunk und schnurlosem Telefon hätte ableiten können.

Aber das ist nicht der Fall.

Der Tenor der Presseerklärung lautet ungefähr:"Wir konnten zwar einerseits keinen Zusammenhang zwischen Hirntumoren und der Nutzung von Mobiltelefonen nachweisen, können ihn aber andererseits auch nicht völlig ausschließen und brauchen daher weitere Forschung auf diesem Gebiet."

Nun ja, dann werde ich weiter machen wie bisher:
Zu Hause ein Telefon mit Schnur in dem Zimmer, in dem ich mich am häufigsten aufhalte und zusätzlich ein relativ strahlungsarmes DECT-Telefon in einem anderen Zimmer. Mobilfunk nutze ich "in Maßen" und verzichte dabei auch gerne darauf, unterwegs ständig erreichbar zu sein.

Ich denke, koelli hat Recht, wenn er in seinem Posting betont, dass sich mit dem Absinken der Preise während der letzten Jahre (preisgünstige Telefon-Flats sowie Daten-Flats) auch das Nutzerverhalten im Mobilfunk stark verändert hat. Im Durchschnitt wird heute mit Handy, Smartphone oder per UMTS-Stick viel länger telefoniert und gesurft als noch vor 5 oder gar 10 Jahren.
Auch kam vor 10 Jahren noch kaum jemand auf die Idee, seinen Festnetzanschluss komplett zu kündigen und nur noch über ein Mobilfunknetz erreichbar zu sein.

Wahrscheinlich lassen sich daher aus den ersten 5-7 Jahren der Studie keine großen Erkenntnisse für die Gegenwart (und Zukunft) ziehen, da die Mobilfunkkunden während dieser Jahre wegen der viel geringeren Nutzung einer entsprechend geringeren Strahlungsdauer ausgesetzt waren.


Gruß,

]B^)=
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[1.1.1.1] salat sniper antwortet auf dormilon
27.05.2010 21:58
Benutzer dormilon schrieb:
Wahrscheinlich lassen sich daher aus den ersten 5-7 Jahren der Studie keine großen Erkenntnisse für die Gegenwart (und Zukunft) ziehen, da die Mobilfunkkunden während dieser Jahre wegen der viel geringeren Nutzung einer entsprechend geringeren Strahlungsdauer ausgesetzt waren.


Gruß,

]B^)=

das möchte ich bezweifeln. Heutige Mobiltelefone benötigen nur noch einen Bruchteil der Leistung, wie die Telefone vor zehn Jahren.
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[1.1.1.1.1] dormilon antwortet auf salat sniper
28.05.2010 00:47
Benutzer salat sniper schrieb:

[...] das möchte ich bezweifeln. Heutige Mobiltelefone benötigen nur noch einen Bruchteil der Leistung, wie die Telefone vor zehn Jahren.

Selbst, wenn Du damit recht haben solltest, bleibt die Frage nach der Vergleichbarkeit und damit der Anwendbarkeit der Daten aus der Periode von vor 10-3 Jahren auf die heutige Situation bestehen.

Ist eine durchschnittlich kurze Nutzungsdauer bei relativ hoher Strahlung (Mobilfunk während der ersten 7-8 Jahre der Studie) mit einer durchschnittlich wesentlich längeren Nutzungsdauer bei schwächerer Strahlung (Mobilfunk in den letzten 2-3 Jahren der Studie) vergleichbar ?

Selbst die Macher der Studie haben dies in Frage gestellt und sich daher geweigert, eindeutige Schlussfolgerungen aus ihren gesammelten Daten zu ziehen.


Gruß,

]B^)=

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[1.1.1.1.1.1] myselfme antwortet auf dormilon
22.05.2011 02:58
War das doch einfach bis 1945. Da wußte man noch, dass man entweder an einer Seuche oder in einem Krieg zu Grunde geht. Heute fressen wir uns dumm und dämlich an Fett, Zucker und Chemie / bewegen uns in einem ganzen Jahr so häufig wie die Eintagsfliege während des Geschlechtverkehrs. Und wir nutzen 1 Mio-Jahre strahlenden Abfall für billigen Strom.
Angst haben wir aber vor AIDS, Handy und Falten. Ja ja, unser Leben heute ist so unkalkulierbar wie noch nie zuvor. Vor Allem dieses Problem mit der Vergreisung - wovon sollen wir eigentlich leben wenn wir so alt werden, wie die Gefahren es uns mittlerweile erlauben ?
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[1.1.1.1.1.1.1] dormilon antwortet auf myselfme
23.05.2011 01:37

einmal geändert am 23.05.2011 01:41
Benutzer myselfme schrieb:

War das doch einfach bis 1945. [...] [...] Ja ja, unser Leben heute ist so unkalkulierbar wie noch nie zuvor. Vor Allem dieses Problem mit der Vergreisung - wovon sollen wir eigentlich leben wenn wir so alt werden, wie die Gefahren es uns mittlerweile erlauben ?

Was war das noch einfach in den ersten Jahren dieses Forums, als
die Antworten auf die eigenen Beiträge noch zeitnah eingingen und
man noch nicht gezwungen war, sich mühsam verjährte alte Threads durchzulesen, um eine Ahnung zu bekommen, warum sie jemand nach so langer Zeit plötzlich aus der Gruft holt und wiederbeleben möchte.

...Ja ja, dieses Problem mit der Vergreisung von Beiträgen...

Wenn ich mich recht entsinne, hatte die seinerzeit publizierte und hier
diskutierte Studie in etwa die Aussagekraft einer handschriftlichen
Notiz auf einem weich gespülten Wollschal. Grob zusammengefasst lautete der Grundtenor jener Studie ungefähr: Wir wissen jetzt, dass es noch mehr Zeit und Forschung braucht, um verlässliche Ergebnisse zu erhalten.

Darüber habe ich mich damals im Forum ausgelassen. Nicht, weil die
Ergebnisse für oder gegen den Mobilfunk gesprochen hätten, sondern weil sie so dürftig waren, dass man sich die Publikation meiner Meinung nach komplett hätte sparen können.

So, jetzt aber ab mit dieser "Thread-Mumie" in ihre Gruft und Deckel
drauf. Möge sie in Frieden ruhen...